Personalie

Stefan Hensel gibt sein Amt als Antisemitismusbeauftragter Hamburgs ab

01. Oktober 2025 Pressemitteilung

Nach über vier Jahren im Amt wird Stefan Hensel seine Tätigkeit als Beauftragter für Jüdisches Leben und die Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus aufgeben. Der zeitliche Umfang des Amtes in einer Zeit des Anstiegs antisemitischer Übergriffe sowie persönliche Angriffe seien die Beweggründe für diesen Schritt, so Hensel. Er wird das Amt noch bis zur Bestellung einer/eines neuen Antisemitismusbeauftragten, längstens jedoch bis 31. Dezember 2025, wahrnehmen.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
    • Sie lesen den Originaltext

In seiner Funktion war Stefan Hensel zentrale Ansprechperson für alle Hamburgerinnen und Hamburger, die sich mit Anliegen zum Thema Antisemitismus an ihn wandten. Darüber hinaus verantwortete er die Dunkelfeldstudie zum Antisemitismus in Hamburg und prägte maßgeblich die Landesstrategie zur Bekämpfung und Prävention von Antisemitismus. Mit seinem erfolgreichen Begegnungsformat „Wir müssen reden“ sowie der Organisation zahlreicher Bildungsreisen hat Stefan Hensel mehrere hundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer erreicht und den Dialog sowie die Auseinandersetzung mit Antisemitismus entscheidend vorangebracht.

Senatorin Maryam Blumenthal: „Stefan Hensel hat die Sichtbarkeit jüdischen Lebens in Hamburg spürbar gestärkt. Für seinen engagierten Einsatz danke ich ihm sehr. Als erster Antisemitismusbeauftragter Hamburgs hat er diese wichtige Funktion nachhaltig geprägt. Seine Arbeit wird der Stadt und dem Senat weiterhin Impulse geben. Umso bedauerlicher ist es, dass ihn auch die zunehmende Konfrontation mit Hass und Hetze zu diesem Schritt veranlasst haben. Das macht deutlich, wie wichtig der Kampf gegen Antisemitismus bleibt. Für seinen weiteren Weg wünsche ich Stefan Hensel alles Gute und viel Kraft.“

Stefan Hensel erklärt: „Der zeitliche Aufwand und die anhaltende Konfrontation mit Hass und persönlichen Übergriffen sind im Rahmen eines Ehrenamts für mich nicht mehr vereinbar. Zukünftig möchte ich mich den positiven Seiten jüdischen Lebens widmen.“

Hintergrund

Der Hamburger Senat hat Stefan Hensel im Juli 2021 zum Antisemitismusbeauftragten ernannt, um die Bekämpfung von Antisemitismus in der Stadt weiter zu stärken. Die Tätigkeit ist organisatorisch der Behörde für Wissenschaft, Forschung, Gleichstellung (BWFG) angegliedert, die die ministerielle Koordinierung der Hamburger Aktivitäten zur Prävention von Antisemitismus und zur Förderung jüdischen Lebens übernimmt.

 

Rückfragen der Medien

Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Pressestelle
Telefon: 040 42863 2322
E-Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de

Zum Weiterlesen

Imke Sommer
Kunsthochschule

Senat bestellt Prof. Martin Köttering erneut als Präsidenten der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK)

Der Hamburger Senat hat in seiner heutigen Sitzung Prof. Martin Köttering erneut zum Präsidenten der Hochschule für bildende Künste Hamburg (HFBK) bestellt. Die bereits fünfte Amtszeit beginnt am 1. Juni 2026 und umfasst sechs Jahre.

21. April 2026 Pressemitteilung
Der 2022 verstorbene Dramaturg, Übersetzer und Journalisten Hartmut Cyriacks
IMAGO / Strussfoto
Hamburg snackt Platt

Erstmalige Verleihung des Hartmut-Cyriacks-Preises anlässlich des Plattdeutschen Tages in Hamburg

Unter dem Motto „Platt för de Stadt“ startet Hamburg am 18. April in den 5. Hamburger Plattdeutsch-Tag. Ob plattdeutsche Führungen durch das Rathaus, Barkassentörn auf der Alster oder Konzerte und Lesungen für jung und alt – auf insgesamt rund 60 Veranstaltungen im ganzen Stadtgebiet wird die...

17. April 2026 Pressemitteilung
Exzellenz
© Olivier Le Moal / colourbox.de
Exzellenzstrategie

Hamburg stellt Fahrplan und Ziele der Exzellenzcluster vor

Von der Klimaforschung über Quantenphysik bis hin zur Manuskript- und Materialforschung: Im bundesweiten Wettbewerb der Exzellenzstrategie ist Hamburg hervorragend positioniert.

07. April 2026 Pressemitteilung