Wissenschaftssenatorin Maryam Blumenthal: „Die Herausforderungen für das US-amerikanische Wissenschaftssystem sind in den letzten Jahren deutlich gestiegen. Gleichzeitig bleiben das Land und insbesondere die Forschenden dort entscheidende Partner für unsere Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen. Wir müssen deshalb überall dort, wo es möglich ist, die bestehenden Brücken resilient gestalten und gezielt neue Wege der Zusammenarbeit erschließen. Der Dialog mit führenden Forschungseinrichtungen, hochrangigen Wissenschaftler:innen und vor allem den hochqualifizierten Nachwuchskräften hat deutlich gezeigt: Eine freie und leistungsfähige Wissenschaft, die Antworten auf die Zukunftsfragen unserer Zeit liefert, gelingt nur grenzüberschreitend. In Hamburg bieten wir hierfür ein starkes und attraktives Umfeld.“
In Washington fand der dritte deutsch-amerikanische Round Table zur Stärkung der transatlantischen Wissenschaftsbeziehungen der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) statt. Senatorin Blumenthal diskutierte gemeinsam mit den Wissenschaftsminister:innen der Länder Bayern, Hessen, Niedersachsen und Brandenburg mit hochrangigen US-amerikanischen und deutschen Expert:innen über die grundlegende Bedeutung dieser Partnerschaften und die besondere Rolle der Universitäten.
Die Delegation nutzte den anschließenden Aufenthalt in San Francisco, um sich einen Eindruck von der Innovationsdynamik in Kalifornien zu machen – einem Innovationsökosystem, das zahlreiche technologische Entwicklungen hervorgebracht hat, die unsere Gegenwart und Zukunft prägen. Inhaltliche Schwerpunkte waren europäische Autonomie bei KI-Systemen, Fusionsforschung und Quantenphysik.
Im Rahmen der Jahrestagung des German Academic International Network (GAIN) in San Francisco fand ein von der DFG organisierter Austausch mit internationalen Gutachtenden über die Bedeutung der Exzellenzstrategie für die Attraktivität der Wissenschaft in Deutschland statt.
Hintergrund
Deutschland ist nach den USA die zweitbeliebteste Adresse für internationale Forschende. 2024 arbeiteten laut Deutschem akademischen Austauschdienst (DAAD) über 75.000 Forschende aus aller Welt in Deutschland. Zudem waren 380.000 internationale Studierende an deutschen Hochschulen eingeschrieben. GAIN ist eine Gemeinschaftsinitiative der Humboldt-Stiftung, des DAAD und der DFG und wird durch das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt gefördert.
Die GAIN-Konferenz, die größte Netzwerkveranstaltung für deutsche Wissenschaftskarrieren außerhalb Europas, stand insgesamt im Zeichen des Austausches mit deutschen Nachwuchswissenschaftler:innen und internationalen Postdocs, die derzeit in den USA arbeiten. Ein Fokus lag dabei auf aktuellen Entwicklungen und Karriereperspektiven im deutschen Wissenschaftssystem. Im Austausch wurde klar, dass es eine kontinuierliche Aufgabe ist, transatlantische Partnerschaften aufrechtzuerhalten, Brücken zu bauen und Spitzentalente für die Wissenschaft in Deutschland zu gewinnen.
Rückfragen der Medien
Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Telefon: 040 42863 3776
E-Mail: pressestelle@bwfg.hamburg.de