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Inzidenz-Trends: Schätzungen nur bedingt für die Forschung geeignet

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Arndt V, Kim-Wanner S-Z, Holleczek B, Nennecke A, Peters F, Waldmann A (2025) Caveats of assessing incidence trends using publicly available registry data. Eur J Epidemiol (2025), doi:10.1007/s10654-025-01288-9

Eine aktuelle Korrespondenz im European Journal of Epidemiology diskutiert methodische Grenzen bundesweiter Inzidenz-Schätzungen für Trendanalysen. Die Autorinnen und Autoren betonen: Für die öffentliche Information sind diese Reihen nützlich, für Forschungsvorhaben jedoch nur bedingt geeignet. Die Gründe:

  • Unterschiedliche Registerabdeckung: Nationale Schätzungen beruhen auf unterschiedlichen Register-Pools mit variierender Vollständigkeit – das kann Trends verzerren.
  • Zensus-Effekt 2022: Die Bevölkerungsfortschreibung seit 2011 überschätzte die Population; Inzidenzraten der Folgejahre wirken dadurch zu niedrig, Trends werden potenziell unterschätzt.

Für belastbare wissenschaftliche Trendanalysen empfehlen die Autorinnen und Autoren Record-Level-Daten aus einem festen Register-Pool. Diese sind beim Zentrum für Krebsregisterdaten am Robert Koch-Institut oder direkt bei den Landeskrebsregistern anzufordern. Gern geben die Krebsregister Auskunft zu Fragen der Datenqualität und Tipps zu möglichen Auswertungsstrategien. 

 

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