Forschung und Wissenstransfer

Exzellenz x5 an der Universität Hamburg

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Außenansicht von der Universität Hamburg
UHH/Schell

Die Universität Hamburg hat im Rahmen der Exzellenzstrategie des Bundes und der Länder im Juli 2019 den Exzellenztitel erhalten und darf sich als einzige Hochschule im Norden Exzellenzuniversität nennen. Zudem hatte die UHH im Zuge der ersten Förderrunde ab 2019 den Zuschlag für folgende vier Exzellenzcluster erhalten: „CUI: Advanced Imaging of Matter“ (Photonen- und Nanowissenschaften), „Climate, Climatic Change, and Society (CliCCS)“ (Klimaforschung), „Understanding Written Artefacts“(Manuskriptforschung) und „Quantum Universe“ (Mathematik, Teilchenphysik, Astrophysik, Kosmologie).

Der Exzellenzwettbewerb des Bundes und der Länder findet in zwei Förderlinien statt. In der ersten Linie in der Zuständigkeit der Deutschen Forschungsgemeinschaft geht es um Exzellenzcluster, also interdisziplinäre Verbünde von Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, die gemeinsam an besonders relevanten Themenkomplexen forschen. Sie werden mit jährlich rund 385 Millionen Euro gefördert. Die Mittel werden zu 75 Prozent vom Bund und zu 25 Prozent vom jeweiligen Sitzland bereitgestellt. Für die vier Exzellenzcluster erhält die Universität in den kommenden sieben Jahren rund 164 Millionen Euro. In der zurückliegenden Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder wurden bereits zwei Exzellenzcluster an der Universität Hamburg berücksichtigt: das Klima-Exzellenzcluster „Integrated Climate System Analysis and Prediction“ (CliSAP) und das „Hamburg Centre for Ultrafast Imaging“ (CUI), in dem es um die Beobachtung von Atombewegungen in Echtzeit geht. Beide waren jetzt auch mit ihren jeweiligen Folgeanträgen erfolgreich. 

Die zweite Förderlinie des Wettbewerbs widmet sich den „Exzellenzuniversitäten“, also der Auszeichnung gesamter Hochschulen. Auch hier war die Universität Hamburg erfolgreich und trägt als einzige Hochschule im Norden seit Juli 2019 den Exzellenztitel. Bewerbungsvoraussetzung war die Einwerbung von mindestens zwei Exzellenzclustern (bei Verbünden mindestens drei). Insgesamt stehen für diese Förderung jährlich rund 148 Millionen Euro zur Verfügung, die an elf Universitäten beziehungsweise Universitätsverbünde gehen und auf jeweils 10 bis 15 Millionen Euro aufgeteilt werden. 

Die Exzellenzstrategie

Mit der Exzellenzstrategie (ExStra) soll der Wissen­schafts­standort Deutschland nachhaltig gestärkt und seine internationale Wettbewerbsfähigkeit weiter verbessert werden. Damit soll die im Rahmen der 2005 initiierten Exzellenz­initiative erfolgreich begonnene Weiterentwicklung der deutschen Universitäten durch die Förderung wissenschaftlicher Spitzenleistungen, Profilbildung und Kooperationen im Wissenschaftssystem fortgeführt werden. 

Weitere Informationen: 

Exzellenzstrategie: https://www.uni-hamburg.de/exzellenz.html

Cluster: https://www.uni-hamburg.de/forschung/forschungsprofil/exzellenzcluster.html


Download

Verwaltungsvereinbarung zwischen Bund und Ländern zur Exzellenzstrategie

PDF herunterladen [PDF, 62,1 KB]

Förderkriterien Exzellenzuniversitäten

PDF herunterladen [PDF, 246,1 KB]

Zum Weiterlesen

Manuskript unter Mikroskop
UHH/Helmholz, SFB 950
Exzellenzcluster

Understanding Written Artefacts

Die Forschungsteams in diesem Exzellenzcluster gehen der Frage nach, wie sich Funktionen von Schriftartefakten in Manuskriptkulturen weltweit entwickelt haben – von den Anfängen im alten Mesopotamien bis ins digitale Zeitalter. In einem interdisziplinären Ansatz systematisieren und untersuchen...

UHH/Franco Vazza
Exzellenzcluster

Quantum Universe

Von Higgs-Teilchen bis zu Dunkler Materie und Gravitationswellen - das Exzellenzcluster „Quantum Universe“ analysiert Ursprung, Geschichte und Zusammensetzung des Universums. Über das Verhalten der elementaren Teilchen direkt nach dem Urknall wollen die Forscherteams Antworten auf aktuelle...

UHH/CUI, Peter Garten
Exzellenzcluster

CUI: Advanced Imaging of Matter

In dem Exzellenzcluster geht es darum, so genanntes emergentes Verhalten von Materie zu verstehen - also die Herausbildung von neuen systemischen Strukturen und Eigenschaften auf Basis des Zusammenwirkens einzelner Elemente. Darüber hinaus sollen dynamisch neue Funktionalitäten geschaffen werden.