Am Freitag, den 25. Juli 2025, startete Hamburg mit einem starken Bekenntnis zur Vielfalt in die Pride Week: Gemeinsam mit der queeren Community hissten der Erste Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, Bürgerschaftspräsidentin Carola Veit und Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal die Regenbogenflagge am Rathaus – ein klares Signal für Respekt, Akzeptanz und die unantastbaren Rechte der LGBTIQ+ Community.
Am Abend lud Maryam Blumenthal, Senatorin der BWFG, zum Senatsempfang unter dem Motto „Hamburg zeigt Haltung: Gemeinsam für Schutz, Solidarität und Vielfalt“ in das Hamburger Rathaus ein. Die Veranstaltung würdigte das unermüdliche Engagement der queeren Community und der Zivilgesellschaft – und bot zugleich Raum für Austausch, Begegnung und Vernetzung. Angesichts zunehmender queerfeindlicher Übergriffe und globaler Rückschritte bei der Achtung von Menschenrechten setzte der Senat ein klares Zeichen: für Solidarität, Sichtbarkeit und den Schutz queerer Menschen.
In ihrem Grußwort betonte Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal: „Haltung zeigen heißt: Nicht wegsehen, wenn queere Menschen in ihren Rechten bedroht werden. Nicht schweigen, wenn Hass um sich greift. Und sich klar bekennen für eine vielfältige Stadt.“ Neben Redebeiträgen des Polizeipräsidenten Falk Schnabel und Fabian Grischkat, sorgten Belle Alliance (LSBTIQ+ Chor aus Hamburg) und Lavender Szymula mit einem spoken Word Beitrag für musikalische und künstlerische Impulse. Durch den Abend führte Michel Abdollahi.
BWFG im Pride House: Diskriminierung benennen, Solidarität stärken
Das Pride House ist während der Pride Week traditionell ein zentraler Ort für Vorträge, Workshops, Podiumsdiskussionen und Austauschformate rund um queeres Leben in Hamburg. Die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung war in diesem Rahmen mit zwei Veranstaltungen vertreten und schaffte damit die Möglichkeit für einen Austausch zum Thema Antidiskriminierung und rund um den Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig“.
Am 29. Juli diskutierten Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal, der queere Influencer Aljosha Muttardi, das Antidiskriminierungsbüro Hamburg des Trägers basis & woge e.V. und die zahlreichen Teilnehmenden beim Panel „Is it rude or is it discrimination?“ über Alltagsdiskriminierung und Wege zu wirksamen und nachhaltigen Handlungsmöglichkeiten – sei es individuell, zivilgesellschaftlich oder staatlich. Maryam Blumenthal stellte klar, was auf Landesebene in Hamburg bewegt wird:
“Wir nehmen den Kampf gegen Diskriminierung ernst: mit der Antidiskriminierungsstrategie, dem Aktionsplan “Hamburg l(i)ebt vielfältig” und dem geplanten Landesantidiskriminierungsgesetz arbeiten wir aktiv daran, strukturelle, institutionelle und mehrdimensionale Diskriminierung abzubauen”
Der Workshop „Unser Plan. Deine Sicht. Für gelebte Vielfalt“ am 31. Juli richtete den Blick auf den Umsetzungsstands des Aktionsplans „Hamburg l(i)ebt Vielfalt“, der mit über 150 Maßnahmen die Förderung der Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt vorantreibt. Mit den Teilnehmenden wurde gemeinsam über ihre Erfahrungen gesprochen, neue Perspektiven eröffnet und Bilanz gezogen.
Einsatz für queere Solidarität auf allen Ebenen
Als Gleichstellungssenatorin engagiert sich Maryam Blumenthal auf allen Ebenen für ein vielfältiges, diskriminierungsfreies und queerfreundliches Hamburg. So nahm sie am Mittwoch, den 30. Juli, eine Gruppe queerer Jugendlicher aus Estland zu einem persönlichen Austausch im Rathaus in Empfang – ein starkes Zeichen für internationale Solidarität und jugendpolitischen Dialog.
Das Treffen fand im Rahmen des jährlichen Jugendaustauschs mit Estland statt, der vom LSVD+ Verband Queere Vielfalt, Landesverband Hamburg organisiert wird. Ziel des Austauschs ist es, queeren Jugendlichen Räume für Vernetzung, Empowerment und politische Teilhabe zu eröffnen.
Am darauffolgenden Tag beteiligte sich Senatorin Maryam Blumenthal zudem am Podium des Vereins Intergeschlechtliche Menschen e. V., das sich mit den Lebensrealitäten, Rechten und der Sichtbarkeit intergeschlechtlicher Personen auseinandersetzte.
Queere Sichtbarkeit auf die Straße tragen
Die Geschichte des Pride ist auch eine Geschichte des Widerstandes und des aktiven Einsatzes für mehr Akzeptanz und Anerkennung geschlechtlicher und sexueller Vielfalt. Sichtbarkeit bleibt ein politischer Akt – gerade in Zeiten wachsender rechter Strömungen. In diesem Sinne war Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal auch beim Dyke* March sowie dem Christopher Street Day (CSD) präsent.
Beim Dyke* March, der 2025 unter dem Motto „Stay united“ stand, betont sie: “Dyke* Marches sind weit mehr als bloße Demonstrationen – sie sind kraftvolle politische Statements. Ein unübersehbares Zeichen des Widerstandes und der Solidarität.” Sie würdigte zugleich das zehnjährige Jubiläum des Dyke* March Hamburg und den ehrenamtlichen Einsatz, lesbische Lebensrealitäten sichtbar zu machen.
Mit der großen Demonstration zum Christopher Street Day am Samstag, den 2. August 2025, feierte Hamburg queere Liebe, Vielfalt und Sichtbarkeit. Rund 260.000 Teilnehmende machten den diesjährigen CSD zum bisher größten in der Geschichte der Hansestadt. Der Demonstrationszug wurde vom Vorstand von Hamburg Pride, dem Ersten Bürgermeister Dr. Peter Tschentscher, der Zweiten Bürgermeisterin Katharina Fegebank, der Gleichstellungssenatorin Maryam Blumenthal, der Queerbeauftragten des Bundes, Sophie Koch, sowie weiteren politischen Persönlichkeiten angeführt. In einer Zeit, in der die Rechte queerer Menschen weltweit zunehmend unter Druck geraten, ist das ein unübersehbares Zeichen: Hamburg steht fest und sichtbar an der Seite seiner queeren Bürger*innen.