Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Gemeinsam für Vielfalt – Pride Week & CSD in Hamburg

Der Christopher Street Day (CSD) in Hamburg ist mehr als eine Parade – er ist ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte queerer Menschen. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Sichtbarkeit, Akzeptanz und eine offene Gesellschaft.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
CSD in Hamburg 2025 mit einem Wagen und vielen Fußgängern
Senatskanzlei Hamburg

Der Christopher Street Day (CSD) erinnert weltweit an die Stonewall-Aufstände, die in der Nacht vom 27. auf den 28. Juni 1969 in New York stattfanden. Auslöser war eine gewaltsame Polizeirazzia im „Stonewall Inn“, einer Bar in der Christopher Street, die ein wichtiger Zufluchtsort für die queere Community war. Die Proteste richteten sich gegen die systematische Diskriminierung, Polizeigewalt und Kriminalisierung von LSBTIQ+-Personen. Sie gelten als Wendepunkt der modernen LSBTIQ+-Bewegung und inspirierten weltweit Kämpfe für Gleichberechtigung und Menschenrechte.

Besonders mutige Vorkämpfer*innen wie Marsha P. Johnson, Sylvia Rivera und Stormé DeLarverie – schwarze und latinx Trans*Frauen sowie nicht-binäre Menschen – spielten eine entscheidende Rolle im Widerstand. Sie stehen exemplarisch für die intersektionale Realität queerer Kämpfe: Die Bewegung war und ist geprägt von Menschen, die Mehrfachdiskriminierung erfahren, sei es aufgrund von Geschlecht, zugeschriebener Herkunft, sozialen Status oder sexueller und romantischer Orientierung. Ohne Ihren Mut und Engagement wäre die heutige Pride-Bewegung nicht denkbar.

In Hamburg gingen erstmals 1980 Lesben und Schwule auf die Straßen, um für ihre Rechte zu demonstrieren – 1.500 Menschen beteiligten sich am ersten Protestmarsch. Begleitet von einer Medienkampagne wendeten sie sich gegen „Rosa Listen“ und die Überwachung von Toiletten durch Kameras. Seitdem gehen die Hamburger*innen jedes Jahr am ersten Wochenende im August mit mittlerweile 250.000 Menschen auf die Straße.

Heute ist der CSD weit mehr als eine Demonstration – er ist ein kraftvolles Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und Menschenrechte. In vielen Städten weltweit setzen Millionen Menschen ein sichtbares Statement gegen Ausgrenzung und für eine offene, inklusive Gesellschaft. Dabei geht es nicht nur um die geschlechtliche Identität oder die sexuelle und romantische Orientierung, sondern auch um soziale Gerechtigkeit und die Anerkennung verschiedener Lebensrealitäten.

Auch in Hamburg bringt die Pride Week mit zahlreichen Veranstaltungen, dem Straßenfest und der großen CSD-Demonstration Menschen zusammen, um gemeinsam für Akzeptanz, gleiche Rechte und ein Ende von Diskriminierung in all ihren Formen einzutreten. Am Hamburg Rathaus wird – wie an vielen weiteren öffentlichen Gebäuden – die, um ein deutliches Zeichen für die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten und sexueller sowie romantischer Orientierungen zu setzen.

Weitere Informationen zu Veranstaltungen und Terminen rund um die Pride Week und den CSD in Hamburg finden Sie auf der Internetseite des organisierenden Vereins Hamburg Pride e.V..

Pride Week 2025 in Hamburg – Ein Rückblick

Am Fahnenmast am Balkon am Rathaus weht die Regenbogenflagge
Senatskanzlei Hamburg
Unter dem Motto „Wir sind hier, um zu bleiben. Queere Menschen schützen“ setzte die Stadt während der Pride Week 2025 ein starkes Zeichen für queere Rechte und gesellschaftlichen Zusammenhalt – vom Hissen der Regenbogenfahne am Rathaus bis zur großen CSD-Demonstration.
Pride Week 2025 in Hamburg – Ein Rückblick

Unsere Themen

Hamburg l(i)ebt vielfältig
BWFG
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig”

Der Hamburger Senat hat im April 2023 die Fortschreibung des Aktionsplans für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt beschlossen. Ziel ist es, die Anerkennung von homo- und bisexuellen sowie von trans* und intergeschlechtlichen Menschen zu fördern und gegen Diskriminierungen vorzugehen.

Eine helle Jeansjacke ist mit verschiedenen regenbogenfarbenen Ansteckern bestückt
Pixabay / RDNE Stock Project
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Hilfe & Beratung

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der Projekte, die durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung im Bereich geschlechtliche und sexuelle Vielfalt gefördert werden.

CSD in Hamburg 2025 mit einem Wagen und vielen Fußgängern
Senatskanzlei Hamburg
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Gemeinsam für Vielfalt – Pride Week & CSD in Hamburg

Der Christopher Street Day (CSD) in Hamburg ist mehr als eine Parade – er ist ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte queerer Menschen. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Sichtbarkeit, Akzeptanz und eine offene Gesellschaft.

Logo vom Rainbow Cities Network
Rainbow Cities Network
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Rainbow Cities Network

Das Rainbow Cities Network ist ein internationales Netzwerk von Städten, die sich aktiv für die Rechte und Gleichstellung von queeren Menschen einsetzen.

Brettspielsteine mit unterschiedlichen Buchstaben liegen auf einem Holztisch
Pixabay / inspireus
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Geschlechtersensible Sprache in der Hamburger Verwaltung

Mit Hinweisen zur geschlechtersensiblen Sprache in der Hamburger Verwaltung gibt der Senat Anregungen für eine Sprache, die alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anspricht – und damit die Vielfalt in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringt.

colourbox.de/Edward Olive
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Entschädigung nach dem StrRehaHomG

Wer in Deutschland oder der DDR nach dem 08.Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen aufgrund der ehemaligen §§ 175, 175a StGB bzw. des § 151 StGB-DDR verurteilt wurde, hat seit 2017 die Chance auf Entschädigung.

Formular mit Auswahlmöglichkeiten zum Geschlecht
Statistisches Bundesamt
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Geschlechtliche Vielfalt im Recht – Die „Dritte Option“

Die Einführung der „Dritten Option“ im Personenstandsrecht markiert einen wichtigen Schritt zur Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt.