Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Geschlechtersensible Sprache in der Hamburger Verwaltung

Mit Hinweisen zur geschlechtersensiblen Sprache in der Hamburger Verwaltung gibt der Senat Anregungen für eine Sprache, die alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anspricht – und damit die Vielfalt in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringt.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Brettspielsteine mit unterschiedlichen Buchstaben liegen auf einem Holztisch
Pixabay / inspireus

Grundlage für die geschlechtergerechte Sprache in der Hamburger Verwaltung ist der Senatsbeschluss von 1995 zur Verwaltungssprache. Mit den Hinweisen zur geschlechtersensiblen Sprache wird dieser Beschluss erweitert. Neben geschlechtsneutralen Formulierungen können auch das Asterisk und der Doppelpunkt zur Kenntlichmachung geschlechtlicher Vielfalt verwendet werden. Die Hinweise enthalten außerdem Vorschläge für Alternativen der persönlichen Anrede von Personen, die ohne Geschlechtsbezeichnungen auskommen. Dies stärkt die Wahlfreiheit für alle Mitarbeitenden der Hamburgischen Verwaltung und schließt Formulierungsverbote aus. Die Hinweise stehen unter dem Artikel zum Download bereit.

Hintergrund

Mit dem Beschluss des Bundesverfassungsgerichts aus dem Jahr 2017 wurden die Rechte von Menschen, die sich nicht eindeutig dem männlichen oder weiblichen Geschlecht zuordnen wollen oder können, gestärkt. Seit Ende 2018 ist es daher möglich im Personenstandsregister neben dem Geschlechtseintrag „männlich“ und „weiblich“ oder der „Eintrag des Personenstandsfalls ohne eine solche Angabe“ auch die Bezeichnung „divers“ vorzunehmen. Mit der Einführung des Selbstbestimmungsgesetzes wurden die Rechte und Möglichkeiten von trans*, intergeschlechtlichen und nicht-binären Menschen weiter gestärkt, indem eine einfache und unbürokratische Änderung des Geschlechtseintrages und des Vornamens ermöglicht wurde. 

Eine geschlechtersensible Sprache wird dadurch besonders wichtig, da sie dazu beiträgt, die Vielfalt geschlechtlicher Identitäten zu respektieren und sichtbar zu machen. Sie ermöglicht es, alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht oder ihrer geschlechtlichen Identität wertschätzend anzusprechen und sorgt dafür, dass sich niemand aufgrund sprachlicher Normen ausgeschlossen oder diskriminiert fühlt.

Download

Hinweise zur geschlechtersensiblen Sprache in der Hamburgischen Verwaltung

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Senatsbeschluss zur Rechts- und Verwaltungssprache

PDF herunterladen [PDF, 42,2 KB]

Unsere Themen

Hamburg l(i)ebt vielfältig
BWFG
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Aktionsplan „Hamburg l(i)ebt vielfältig”

Der Hamburger Senat hat im April 2023 die Fortschreibung des Aktionsplans für Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Vielfalt beschlossen. Ziel ist es, die Anerkennung von homo- und bisexuellen sowie von trans* und intergeschlechtlichen Menschen zu fördern und gegen Diskriminierungen vorzugehen.

Eine helle Jeansjacke ist mit verschiedenen regenbogenfarbenen Ansteckern bestückt
Pixabay / RDNE Stock Project
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Hilfe & Beratung

Auf dieser Seite finden Sie eine Übersicht der Projekte, die durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung im Bereich geschlechtliche und sexuelle Vielfalt gefördert werden.

CSD in Hamburg 2025 mit einem Wagen und vielen Fußgängern
Senatskanzlei Hamburg
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Gemeinsam für Vielfalt – Pride Week & CSD in Hamburg

Der Christopher Street Day (CSD) in Hamburg ist mehr als eine Parade – er ist ein starkes Zeichen für Vielfalt, Gleichberechtigung und die Rechte queerer Menschen. Gemeinsam setzen wir ein Zeichen für Sichtbarkeit, Akzeptanz und eine offene Gesellschaft.

Logo vom Rainbow Cities Network
Rainbow Cities Network
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Rainbow Cities Network

Das Rainbow Cities Network ist ein internationales Netzwerk von Städten, die sich aktiv für die Rechte und Gleichstellung von queeren Menschen einsetzen.

Brettspielsteine mit unterschiedlichen Buchstaben liegen auf einem Holztisch
Pixabay / inspireus
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Geschlechtersensible Sprache in der Hamburger Verwaltung

Mit Hinweisen zur geschlechtersensiblen Sprache in der Hamburger Verwaltung gibt der Senat Anregungen für eine Sprache, die alle Menschen unabhängig von ihrem Geschlecht anspricht – und damit die Vielfalt in unserer Gesellschaft zum Ausdruck bringt.

colourbox.de/Edward Olive
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Entschädigung nach dem StrRehaHomG

Wer in Deutschland oder der DDR nach dem 08.Mai 1945 wegen einvernehmlicher homosexueller Handlungen aufgrund der ehemaligen §§ 175, 175a StGB bzw. des § 151 StGB-DDR verurteilt wurde, hat seit 2017 die Chance auf Entschädigung.

Formular mit Auswahlmöglichkeiten zum Geschlecht
Statistisches Bundesamt
Geschlechtliche und sexuelle Vielfalt

Geschlechtliche Vielfalt im Recht – Die „Dritte Option“

Die Einführung der „Dritten Option“ im Personenstandsrecht markiert einen wichtigen Schritt zur Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt.