Alkohol
Alkoholkonsum in Hamburg 2016 bis 2025
Bedeutung
Der Indikator beschreibt Alkoholkonsumhäufigkeit und Menge von Frauen und Männern, differenziert nach Alter und Migrationshintergrund.
Er gibt Hinweise auf:
- einen über alle Jahre hinweg höheren Anteil von Frauen, die Alkohol entweder „nie“ oder „einmal im Monat oder seltener“ konsumieren, im Vergleich zu Männern, was darauf hindeutet, dass Frauen ein höheres Bewusstsein für die gesundheitlichen Risiken des Alkoholkonsums entwickelt haben
- einen konstant höheren Anteil von Männern, die mindestens zweimal pro Woche Alkohol trinken, wohingegen bei den Frauen ein deutlicher Rückgang dieser Häufigkeitskategorie zu beobachten ist
- ausgeprägte Unterschiede beim regelmäßigen Alkoholkonsum (mindestens zweimal pro Woche) zwischen Männern und Frauen über alle Altersgruppen hinweg, die insbesondere in höheren Altersgruppen (ab 65 Jahre) besonders deutlich ausgeprägt sind
- einen insgesamt deutlich selteneren Alkoholkonsum bei Menschen mit Migrationshintergrund, insbesondere bei Frauen
- Handlungserfordernisse beim Abbau von Barrieren zur Inanspruchnahme von Angeboten zur Sensibilisierung bei Männern, um den Konsum gesundheitlich riskanter Mengen Alkohol auch in dieser Gesellschaftsgruppe nachhaltig zu senken
Alkoholkonsumhäufigkeit in Hamburg 2016 bis 2025
Zwischen 2016 und 2025 ist der Anteil der Frauen, die Alkohol entweder nie oder nur einmal im Monat beziehungsweise seltener konsumieren, höher als bei den Männern. Gleichzeitig ist bei den Frauen, die häufiger Alkohol trinken, ein deutlicher Rückgang zu beobachten: So sank der Anteil der Frauen, die mehr als zweimal pro Monat Alkohol konsumieren, von rund 69 % im Jahr 2016 auf rund 59 % im Jahr 2025. Im Gegensatz dazu blieb der Anteil der Männer, die mehr als zweimal pro Monat Alkohol trinken, über den gesamten Zeitraum hinweg konstant und weiterhin höher als bei den Frauen.
Alkoholkonsumhäufigkeit in Hamburg 2016 bis 2025 nach Altersgruppen
Differenziert nach Altersgruppen zeigt sich, dass die Unterschiede beim regelmäßigen Alkoholkonsum (mindestens zweimal pro Woche) zwischen Männern und Frauen besonders bei den ab 65-Jährigen deutlich sichtbar sind. Der stärkste Rückgang des regelmäßigen Alkoholkonsums ist bei Frauen und Männern in der Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen zu beobachten. In den anderen Altersgruppen zeigt sich bei den Frauen ein leichter Rückgang, während bei den Männern lediglich geringe Schwankungen auftreten und der Konsum insgesamt relativ stabil bleibt.
Alkoholkonsumhäufigkeit in Hamburg 2016 bis 2025 nach Migrationshintergrund
Das Vorliegen eines Migrationshintergrunds ist mit einer verringerten Häufigkeit des Alkoholkonsums sowohl bei Frauen als auch bei Männern verbunden. Der Anteil derjenigen, die nie oder nur einmal im Monat Alkohol trinken, ist bei Menschen mit Migrationshintergrund deutlich höher. Umgekehrt ist der Anteil der Personen, die mindestens zwei- bis dreimal pro Woche oder häufiger Alkohol konsumieren, bei Menschen mit Migrationshintergrund deutlich geringer. Besonders niedrig fällt dieser Anteil bei Frauen mit Migrationshintergrund aus.
Alkoholkonsum in riskanten Mengen in Hamburg 2016 bis 2025
Im Hinblick auf den Konsum gesundheitlich riskanter Mengen Alkohol zeigt sich ein deutlicher Unterschied zwischen den Geschlechtern: Insgesamt gaben 2,9 % der Frauen und 8,1 % der Männer an, riskante Mengen Alkohol zu konsumieren, das heißt einmal pro Monat oder häufiger bei einer Gelegenheit mindestens sechs Gläser.
Alkoholkonsum in riskanten Mengen in Hamburg 2016 bis 2025 nach Altersgruppen
Altersbezogen zeigt sich, dass der Anteil der Männer, die angaben, riskante Mengen Alkohol zu konsumieren, (im Durchschnitt über die Jahre betrachtet) mit zunehmendem Alter abnimmt. Bei den Frauen bleibt dieser Anteil hingegen über alle Altersgruppen hinweg niedrig und relativ konstant. Betrachtet man die Entwicklung im Zeitverlauf, so stellt man fest, dass der altersdifferenzierte riskante Konsum teilweise größeren Schwankungen unterliegt und keinem eindeutigen Trend folgt.
Alkoholkonsum in riskanten Mengen in Hamburg 2016 bis 2025 nach Migrationshintergrund
Auch im Hinblick auf den Migrationshintergrund zeigen sich Unterschiede beim Konsum riskanter Mengen Alkohol: Männer mit Migrationshintergrund gaben (im Durchschnitt über die Jahre betrachtet) mit 9,0 % am häufigsten an, riskante Mengen Alkohol zu konsumieren – am seltensten gaben es Frauen ohne Migrationshintergrund an. Ein zeitlicher Trend ist auch hier nicht erkennbar.