0. Bevölkerung und Bevölkerungsbewegung

Wie entwickeln sich die Einwohnerzahlen in Hamburg? Zeigen sich bei den Zu- und Fortzügen Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Ausschnitte von Menschen in unterschiedlicher Kleidung, beispielsweise ein Feuerwehrhelm, Kopf und Schultern einer Frau in Arztkleidung, der Oberkörper eines Mannes mit Sakko und Krawatte.
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Der Themenbereich Bevölkerung liefert Informationen über die Zusammensetzung der Hamburger Bevölkerung, insbesondere hinsichtlich ihres Alters und ihrer Wanderungsbewegungen. Die Bevölkerungszusammensetzung nach Geschlecht ist eine wichtige Grundlage für politische Maßnahmen zur Förderung von Gleichstellung und Chancengleichheit und bildet die Grundlage für die Bewertung der Gleichstellung von Frauen und Männern in den weiteren Bereichen Partizipation, Bildung, Erwerbswelt, Sorgearbeit und Lebenswelt des Hamburger Gleichstellungsmonitors. 

Hamburg zählte im Jahr 2024 knapp 1,9 Millionen Einwohner:innen, der Frauenanteil von 51 % entspricht dem Bundesdurchschnitt. Die Altersstruktur zeigt dabei spannende Details: Ab 65 Jahren leben deutlich mehr Frauen als Männer in der Stadt – ein Spiegelbild der höheren Lebenserwartung. Diese Überzahl an Frauen prägt nicht nur das demografische Bild, sondern beeinflusst auch die Planung beispielsweise von Bildungsangeboten, Verkehr und Wohnraum in den einzelnen Stadtteilen. 

Ein weiterer Motor der Bevölkerungsentwicklung sind Zu- und Abwanderungen. Die sogenannten Wanderungssaldi von Frauen und Männern geben Aufschluss darüber, wie attraktiv Hamburg als Wohn- und Arbeitsort ist. Faktoren wie berufliche Chancen, bezahlbarer Wohnraum sowie Angebote für Mobilität und Kinderbetreuung spielen hier eine entscheidende Rolle. Die Wanderungssaldi waren in den letzten Jahrzehnten (mit Ausnahme des Jahres 2021) in Hamburg durchweg positiv; in den Jahren 2018, 2019 und 2022 zogen entgegen dem sonstigen Trend mehr Frauen als Männer nach Hamburg. 

Hinweis

Geschlecht wird im Hamburger Gleichstellungsmonitor als vielfältige soziale und rechtliche Dimension verstanden, die nicht auf eine binäre Einteilung sowie auf das bei der Geburt auf Basis äußerer Geschlechtsmerkmale zugeschriebene Geschlecht beschränkt ist. Der Monitor erkennt ausdrücklich an, dass geschlechtliche Identität über die Kategorien „Frau“ und „Mann“ hinausgehen. 

Die im Gleichstellungsmonitor dargestellten Erkenntnisse sind mit der Einschränkung zu betrachten, dass Personen, die sich dauerhaft weder dem männlichen noch dem weiblichen Geschlecht zuordnen, in ihrer geschlechtlichen Identität in den zugrunde liegenden Erhebungen nicht adäquat abgebildet werden. Dies gilt insbesondere dann, wenn geringe Fallzahlen eine Rückführung auf Einzelpersonen ermöglichen würden und damit datenschutzrechtliche Anforderungen entgegenstehen, oder wenn bei Erhebungen die geschlechtliche Identität in den vorgegebenen Antwortoptionen nicht abgebildet wird. Beispielsweise wurde beim Zensus 2022 die Geschlechtsausprägung „divers“ basierend auf dem 2018 geänderten Personenstandsgesetzes in die Abfrage zum Geschlecht aufgenommen. Allerdings waren die Fallzahlen so gering, dass das Statistische Bundesamt die Fälle auf die Geschlechtsausprägungen männlich und weiblich umverteilt hat (im Detail zum Vorgehen siehe hier). In der Folge bleiben Personengruppen außerhalb der Kategorien „weiblich“ und „männlich“ in den statistischen Auswertungen häufig unsichtbar und mögliche strukturelle Benachteiligungen können nicht systematisch erfasst werden. 

Die verfassungsrechtliche Anerkennung geschlechtlicher Vielfalt sowie die bundesrechtlichen Regelungen zur selbstbestimmten Wahl des Geschlechtseintrags bilden einen wichtigen Rahmen für die Weiterentwicklung der Gleichstellungsberichtserstattung. Mit dem Aktionsplan Hamburg l(i)ebt vielfältig verfolgt der Hamburger Senat die Strategie, dass jede Person – unabhängig ihrer geschlechtlichen Identität – gleiche Verwirklichungschancen und gleiche Möglichkeiten für ein selbstbestimmtes Leben hat. Vor diesem Hintergrund ist auch zukünftig und fortlaufend zu prüfen, wie geschlechtliche Vielfalt – unter Berücksichtigung datenschutzrechtlicher und methodischer Anforderungen – stärker in die Datenerhebung und Auswertung des Gleichstellungsmonitors einbezogen werden kann. 

Hier geht es zu den Gleichstellungsindikatoren

Themen

Ausschnitte von Menschen in unterschiedlicher Kleidung, beispielsweise ein Feuerwehrhelm, Kopf und Schultern einer Frau in Arztkleidung, der Oberkörper eines Mannes mit Sakko und Krawatte.
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0. Bevölkerung und Bevölkerungsbewegung

Wie entwickeln sich die Einwohnerzahlen in Hamburg? Zeigen sich bei den Zu- und Fortzügen Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Links stehen drei Frauen, rechts drei Männer. Die sechs Menschen sind divers in Bezug auf ihr Alter, ihre Herkunft und ihre Hautfarbe. Ein Mann und eine Frau stehen an einem Pult.
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1. Partizipation

Wie sind Frauen und Männer in Hamburg an politischen Entscheidungen beteiligt? Erfahren Sie mehr über Wahlverhalten, Vertretung in politischen Gremien und Spitzenpositionen sowie Engagement.

Mit Bildung assoziierte Gebäude und Gegenstände: eine Schule, eine Universität, ein Computerbildschirm, ein Flipchart, ein Buch, ein Stift, ein Geodreieck und eine Glühbirne.
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2. Bildung, Ausbildung und wissenschaftliche Qualifizierung

Wie steht es um die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Schule, Ausbildung und Studium in Hamburg? Informationen zu Bildungswegen und -entscheidungen von Mädchen und Frauen finden sich hier.

Eine Frau, abgebildet auf einer 50-Euro-Banknote. Sie hat verschränkte Arme und ist mit einem gestreiften Oberteil und einem Blazer bekleidet.
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3. Arbeit, Einkommen und Vermögen

Wie gestaltet sich das Erwerbsleben von Frauen und Männern in Hamburg? Erfahren Sie mehr über Erwerbsbeteiligung, berufliche Segregation, Frauenanteile in Führungspositionen und bei Gründungen, den Gender Pay Gap und vieles mehr.

Eine Uhr, deren Ziffernblatt in drei Bereiche geteilt ist. In jedem Bereich ist ein Symbol: eine Aktentasche, ein Wohnhaus, eine ausgestreckte Hand mit einem Herz.
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4. Sorgearbeit

Wie weitgehend ist das Ziel der gleichberechtigten Erwerbs- und Sorgearbeit schon erreicht? Wie sind die Entwicklungen im bezahlten Care-Sektor? Antworten finden sich hier.

Verschiedene Gebäude, Fahrzeuge und Gegenstände: ein Krankenhaus, ein Gefängnis, eine Straßenbahn, ein Fahrrad, eine Einkaufstasche, ein Baum und ein Fußball.
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5. Lebenswelt

Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede zeigen sich in weiteren Lebensbereichen wie Mobilität, Sport und Gesundheit? Mehr dazu in diesem Themenbereich.