Bundestagswahl
Wahlbeteiligung und Parteipräferenz in Hamburg bei den Bundestagswahlen 2002 bis 2025
Bedeutung
Der Indikator beschreibt die Wahlbeteiligung und die Parteipräferenz von Frauen und Männern in Hamburg bei den deutschen Bundestagswahlen.
Er gibt Hinweise auf:
- moderate Geschlechterunterschiede in der Wahlbeteiligung
- Differenzen bei den Parteipräferenzen zwischen Frauen und Männern und nach Altersgruppen
- die Einflussnahme von Frauen und Männern auf das politische Geschehen durch Ausübung des Wahlrechts
Wahlbeteiligung bei den Bundestagswahlen in Hamburg 2002 bis 2025
Die Unterschiede bezüglich der Wahlbeteiligung zwischen Frauen und Männern sind äußerst gering. Die geschlechtsspezifischen Unterschiede variieren im Bereich von 0,3 bis höchstens 2,0 Prozentpunkte. In den Jahren 2002 und 2005 lag die Wahlbeteiligung der Männer geringfügig über dem Anteil der Frauen. Seit 2009 beteiligen sich hingegen mehr Frauen als Männer an der Bundestagswahl. 2025 wird mit rund 81 % die höchste Wahlbeteiligung im Betrachtungszeitraum erreicht.
Wahlbeteiligung bei der Bundestagswahl in Hamburg 2025 nach Altersgruppen
Während die Wahlbeteiligung der Wählerinnen über 70 Jahre 5,2 Prozentpunkte unter der der gleichaltrigen Wähler lag, wählten unter allen jüngeren Jahrgängen mehr Frauen als Männer. Die Wahlbeteiligung der Frauen betrug bei den 18- bis 34-Jährigen sogar 4,5 Prozentpunkte mehr als bei den Männern.
Parteipräferenz bei den Bundestagswahlen in Hamburg 2013 bis 2025
Frauen
Männer
Bei SPD, den GRÜNEN, CDU und FDP gab es moderate geschlechtsspezifische Unterschiede hinsichtlich der Parteipräferenz. DIE LINKE hatte 2025 deutlich mehr Unterstützung von Wählerinnen (16,2 %) als von Wählern (12,5 %). Die AfD hingegen wurde in der geschlechtsspezifischen Betrachtung deutlich häufiger von Männern gewählt. Der Unterschied im Vergleich zu der Unterstützung durch Frauen lag bei 5,0 %.
Parteipräferenz bei der Bundestagswahl in Hamburg 2025 nach Altersgruppen
Die Grafik verdeutlicht, dass bei der Bundestagswahl 2025 die Unterstützung der SPD und der CDU durch Frauen mit zunehmendem Alter stieg. Für die GRÜNEN und DIE LINKE ist ein entgegengesetzter Trend zu verzeichnen, d. h., dass mit zunehmendem Alter der Anteil an Unterstützerinnen geringer ausgefallen ist. Besonders auffällig ist, dass die 18- bis 24-Jährigen Wählerinnen mit 47,3 % DIE LINKE gewählt haben.
Bei der Parteipräferenz von Männern über die Altersklassen zeigt sich ein ähnlicher Trend wie bei den Frauen. Auffällig ist jedoch, dass der Anteil an Unterstützern für DIE LINKE bei den 18- bis 24-Jährigen mit 26,1 % vergleichsweise hoch ist, jedoch im direkten Vergleich mit den Frauen um über 20 Prozentpunkte geringer ausfällt.