Drogen
Drogenkonsum in Hamburg 2016 bis 2025
Bedeutung
Der Indikator beschreibt den Drogenkonsum (inkl. Substanzen) von Frauen und Männern, differenziert nach Alter und Migrationshintergrund.
Er gibt Hinweise auf:
- ein insgesamt selteneres Ausprobieren von Drogen durch Frauen im Vergleich zu Männern, sowohl allgemein als auch über alle erfassten Substanzen hinweg
- ein seltenerer jemals erfolgter Drogenkonsum mit zunehmendem Alter – bei Frauen wie bei Männern
- ein insgesamt selteneres Ausprobieren von Drogen bei Menschen mit Migrationshintergrund, wobei der Unterschied unter Frauen stärker ausgeprägt ist als unter Männern
Drogenkonsum in Hamburg 2016 bis 2025
Frauen gaben insgesamt im Durchschnitt über die Jahre betrachtet seltener an, jemals Drogen ausprobiert zu haben (23,6 %) als Männer (33,4 %).
Anmerkung: Ein Vergleich der Werte über die Zeit ist bei diesem Indikator nur eingeschränkt möglich, da er auf der Frage nach dem jemals erfolgten Konsum basiert. Das bedeutet, dass Teilnehmende unabhängig vom Zeitpunkt des Konsums angeben, ob sie irgendwann in ihrem Leben eine bestimmte Droge ausprobiert haben. Die Angabe bezieht sich also auf das gesamte bisherige Leben und nicht auf einen bestimmten Zeitraum oder eine aktuelle Konsumhäufigkeit. Aussagen über Veränderungen im Konsumverhalten oder über aktuelle Entwicklungen lassen sich mit diesem Indikator somit nicht treffen, er beschreibt vielmehr das generelle Risikoverhalten von Frauen und Männern bzgl. Drogenkonsum.
Drogenkonsum in Hamburg 2016 bis 2025 nach Altersgruppen
Differenziert nach Altersgruppen zeigt sich, dass Männer über alle Altersgruppen hinweg häufiger angeben, jemals Drogen konsumiert zu haben als Frauen. Mit zunehmendem Alter nimmt der Anteil der Personen mit jemals erfolgtem Drogenkonsum deutlich ab. Besonders niedrig ist der Anteil bei Frauen in der Altersgruppe über 65 Jahre, hier gaben (im Durchschnitt über die Erhebungsjahre betrachtet) lediglich 11,3 % an, jemals Drogen konsumiert zu haben.
Drogenkonsum in Hamburg 2016 bis 2025 nach Migrationshintergrund
Das Vorliegen eines Migrationshintergrunds geht mit einer verringerten Wahrscheinlichkeit einher, jemals Drogen konsumiert zu haben, sowohl bei Frauen als auch bei Männern. Der Anteil der Frauen mit Migrationshintergrund, die angaben, jemals Drogen konsumiert zu haben, war (im Durchschnitt über die Jahre betrachtet) um 20,5 % niedriger als bei Frauen ohne Migrationshintergrund. Auch bei den Männern zeigte sich ein Unterschied: Hier lag der Anteil bei Männern mit Migrationshintergrund um 9,0 % unter dem Wert der Männer ohne Migrationshintergrund.
Drogenkonsum in Hamburg differenziert nach Substanzen (Durchschnitt 2016 bis 2025)
Die am häufigsten konsumierte Droge war bei Frauen und Männern Cannabis, gefolgt von Kokain und LSD. Bei allen betrachteten Substanzen ist der Männeranteil (zum Teil deutlich) höher als der Frauenanteil.