Einkommen älterer Menschen

Haushaltseinkommen älterer Menschen ab 65 Jahren in Hamburg 2015 bis 2024 nach Haushaltsgröße

Bedeutung

Der Indikator beschreibt das durchschnittliche Haushaltseinkommen von Frauen und Männern ab 65 Jahren in Abhängigkeit der Haushaltsgröße.

Er gibt Hinweise auf:  

  • ein Ungleichgewicht bei den Rentenbezügen („Gender Pension Gap“) aufgrund von unterschiedlicher Erwerbsbeteiligung und Arbeitsvolumen (Lohnarbeit / Care-Arbeit)
  • ein höheres Risiko für Frauen, von Altersarmut betroffen zu sein
  • starke Unterschiede im Haushaltseinkommen zwischen Frauen und Männern in Einpersonenhaushalten 

Ältere Menschen ab 65 Jahren in Hamburg 2015 bis 2024 nach Haushaltseinkommen und Haushaltsgröße

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Bei der Betrachtung der Haushaltseinkommen von älteren Menschen ab 65 Jahren in Einpersonenhaushalten zeigt sich eine deutliche Ungleichverteilung zwischen Männern und Frauen, die im Laufe der Jahre jedoch zurückgegangen ist. 
Im Jahr 2015 verfügten knapp 83 % der alleinlebenden älteren Frauen über ein monatliches Haushaltseinkommen von weniger als 2.000 Euro; bei 44 % lag dieser Wert sogar unter 1.300 Euro. Bis 2024 sank der Anteil der alleinlebenden Frauen mit einem Einkommen unter 2.000 Euro auf knapp 67 %. Gleichzeitig verringerte sich die Gruppe derer, die mit weniger als 1.250 Euro auskommen mussten, auf 21 %. Bei den Männern hat sich über den Zeitverlauf weniger verändert. Verfügten im Jahr 2015 noch 72 % der Männer über ein monatliches Haushaltsnettoeinkommen von weniger als 2.000 Euro (39 % unter 1.300 Euro), waren es in 2024 noch knapp zwei Drittel der männlichen Einpersonenhaushalte. Auch in der niedrigsten Einkommensklasse (unter 1.250 Euro) fiel der Rückgang schwächer aus als bei den Frauen: Der Anteil sank lediglich um 8 Prozentpunkte auf nun 31 %. 
Bei Betrachtung des Haushaltseinkommens von älteren Menschen ab 65 Jahren, die in Mehrpersonenhaushalten leben, ist der Unterschied von Frauen und Männern weniger stark als bei Einpersonenhaushalten, da mehrere Personen zum Haushaltseinkommen beitragen können. 
Vor allem in den letzten Jahren verfügen Haushalte mit älteren Menschen in Mehrpersonenhaushalten insgesamt seltener über ein Nettoeinkommen unter 2.000 Euro, denn für beide Gruppen hat sich das Einkommen seit 2015 erhöht. Betrug der Anteil der älteren Frauen mit einem Haushaltseinkommen unter 2.000 Euro im Jahr 2015 noch 26 % (der der älteren Männer 27 %), waren es im Jahr 2024 nur noch 15 % bei den Frauen ab 65 Jahren und 13 % bei den Männern der gleichen Altersgruppe.

Daten