Die Daten stammen aus dem Mikrozensus, einer monatlichen Haushaltsbefragung der Bevölkerung mit einer Ein-Prozent-Stichprobe, die auf der Grundlage der Bevölkerungszahlen des Zensus die Ergebnisse auf die gesamte Bevölkerung hochrechnet. Von 2011 bis 2021 ist die Hochrechnungsgrundlage der Zensus 2011. Ab 2022 erfolgt die Hochrechnung nach Zensus 2022, die Werte für 2024 basieren auf Erstergebnissen.
2016 basierte die Stichprobenziehung erstmalig auf Daten des Zensus 2011. Dies führt zur eingeschränkten Vergleichbarkeit mit den Vorjahren.
Der Mikrozensus wurde 2020 neugestaltet. Neben dem Fragenprogramm mit einem komplett neuem IT-System wurden die Konzeption der Stichprobe sowie mit der Einführung eines Online-Fragebogens auch die Form der Datengewinnung (vorher: persönlich geführte Interviews) verändert. So wurde beispielsweise bis 2019 die Bevölkerung am Hauptwohnsitz befragt; ab 2020 die Bevölkerung in Hauptwohnsitzhaushalten. Ebenso hat die Corona-Pandemie im Jahr 2020 die Erhebungsdurchführung erheblich erschwert. Sie führte zu einer geringeren Rücklaufquote als beim Mikrozensus üblich und damit zu einer geringeren Qualität der Ergebnisse. Die Ergebnisse ab Erhebungsjahr 2020 sind deshalb nur eingeschränkt mit den Vorjahren vergleichbar.
Hinzuweisen ist darauf, dass ab 2017 Gemeinschaftsunterkünfte, zum Beispiel Pflegeheime, nur noch eingeschränkt befragt wurden. Dies schränkt die Vergleichbarkeit mit den Vorjahren ebenfalls ein, da für die ab 65-Jährigen die Wahrscheinlichkeit des Lebens in einer Gemeinschaftsunterkunft tendenziell höher ist als bei jüngeren Personen.
Erwerbstätig nach dem Labour-Force-Konzept der International Labour Organisation (ILO) ist jede Person im erwerbsfähigen Alter ab 15 Jahren, die in der Berichtswoche mindestens eine Stunde lang gegen Entgelt oder im Rahmen einer selbstständigen oder mithelfenden Tätigkeit gearbeitet oder sich in einem formalen Arbeitsverhältnis befunden hat.