Gewerbeneugründungen

Neugründungen durch Gewerbetreibende in Hamburg 2013 bis 2024 nach Wirtschaftszweigen

Bedeutung

Der Indikator zeigt die Anzahl der Gewerbeneugründungen von Frauen und Männern über den Zeitverlauf und unterteilt nach Wirtschaftszweigen.

Er gibt Hinweise auf:

  • eine Unterrepräsentanz von Frauen bei Gründungen
  • Unterschiede in den Anforderungen an die berufliche Stellung (bspw. Sicherheit, Planbarkeit oder Familienvereinbarkeit) zwischen Frauen und Männern
  • geschlechtsspezifische Arbeitsmarktsegregation, die Geschlechterunterschiede in den Gründungen nach Bereichen bedingen 

Neugründungen durch Gewerbetreibende in Hamburg 2013 bis 2024

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Die Anzahl der Gründerinnen hat nach dem Maximum von 6.500 Personen im Ausgangsjahr 2013 in den Jahren 2023 und 2024 erstmals wieder die Marke von 6.000 Personen überschritten. Dazwischen schwankte die Zahl der Gründerinnen zwischen 5.000 und 5.700, während die männlichen Gründerpersonen Werte zwischen maximal 15.600 Personen im Jahr 2023 und knapp 12.800 Personen im Jahr 2022 erreichten. Im Jahr 2024 lag die Anzahl der Gründerinnen bei rund 6.250 Personen. Der Frauenanteil an allen Gründerpersonen nahm in den letzten zehn Jahren einen leicht U-förmigen Verlauf (Säulen), so dass zu Beginn und am Ende der Zeitreihe jeweils 29 % aller Gründerpersonen weiblich waren. 

Neugründungen durch Gewerbetreibende in Hamburg 2024 nach Wirtschaftszweigen

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Die meisten Gründer:innen gab es im Jahr 2024 unabhängig vom Geschlecht im Wirtschaftszweig Handel inklusive Instandhaltung und Reparatur von Kraftfahrzeugen. 1.283 Gründerinnen stehen hier 3.185 männliche Gründerpersonen gegenüber. An zweiter Stelle der Wirtschaftszweige steht bei Frauen die Erbringung von freiberuflichen, wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen (1.092 Personen) gefolgt von der Erbringung sonstiger Dienstleistungen, während Männer am zweithäufigsten im Baugewerbe (1.965 Personen) gründen. 

Neugründungen durch Gewerbetreibende in Hamburg 2013 bis 2024 nach ausgewählten Wirtschaftszweigen

Hier wird ein Diagramm dargestellt. Es wird im Text beschrieben und in der Tabelle finden sich die zugrunde liegenden Daten.

Der Frauenanteil (Säulen) unter den Gründungspersonen war im Jahr 2024 in den folgenden Wirtschaftszweigen rund sechs bis zehn Prozentpunkte höher als in 2013: Verarbeitendes Gewerbe, Information- und Kommunikation, Erziehung und Unterricht sowie Kunst, Unterhaltung und Erholung. Ein Rückgang des Frauenanteils gegenüber 2013 um rund zehn Prozentpunkte ist in den Wirtschaftsabschnitten Verkehr und Lagerei bzw. Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen festzustellen. 
Den stärksten Anstieg an Gründerinnen unter den größeren Branchen mit über eintausend Gründerpersonen im Jahr verzeichnete im Zeitraum von 2013 bis 2024 der Wirtschaftszweig Erbringung von Finanz- und Versicherungsdienstleistungen. Waren hier im Jahr 2013 noch 54 aller Gründer:innen weiblich, waren dies im Jahr 2024 bereits 167 von insgesamt 1.042 Gründerpersonen. Dies entspricht einem Anstieg von knapp 210 Prozent. Im gleichen Zeitraum ging der Frauenanteil an den Gründer:innen in diesem Wirtschaftszweig jedoch von 18 auf 16 % zurück (Säulen), da die Anzahl der männlichen Gründerpersonen in den letzten zwölf Jahren um 245 Prozent anstieg. Nennenswerte Rückgänge der Zahl der Gründerinnen gegenüber dem Jahr 2013 gab es im Jahr 2024 im Wirtschaftszweig Erbringung von sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen (minus 50 Prozent). Im gleichen Zeitraum ging der Frauenanteil in diesem Wirtschaftszweig von 37 auf 28 % zurück. 

Daten