5. Lebenswelt

Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede zeigen sich in weiteren Lebensbereichen wie Mobilität, Sport und Gesundheit? Mehr dazu in diesem Themenbereich.

  • Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung
Verschiedene Gebäude, Fahrzeuge und Gegenstände: ein Krankenhaus, ein Gefängnis, eine Straßenbahn, ein Fahrrad, eine Einkaufstasche, ein Baum und ein Fußball.
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Im Themenbereich Lebenswelt werden Indikatoren zu Leben und Lebensformen, Kriminalität, Mobilität, Sport und Gesundheit dargestellt. Lebensweltliche Aspekte stehen in wechselseitigem Verhältnis mit den Themen der vorangegangenen Kapitel: Partizipation, Bildung, Vermögen und Erwerbs- und Sorgearbeit beeinflussen die persönlichen Lebensumstände und werden von diesen beeinflusst. 

Im Unterkapitel Leben und Lebensformen liefern insbesondere Unterschiede in Lebenserwartung und Todesarten Hinweise auf geschlechtsspezifische Unterschiede in Gesundheitsverhalten und der Exposition gegenüber Risikofaktoren. Die sich dadurch ergebende höhere Lebenserwartung für Frauen führt dazu, dass Frauen im Alter häufiger alleinstehend sind und somit seltener durch Angehörige gepflegt werden können.  

Sicherheit ist eine zentrale Voraussetzung dafür, das eigene Leben selbstbestimmt gestalten zu können. Die Indikatoren zu Kriminalität zeigen, dass Männer über alle Deliktgruppen hinweg durchschnittlich häufiger abgeurteilt, verurteilt und inhaftiert werden. Insbesondere der hohe Männeranteil unter Täter:innen bei Straftaten gegen die sexuelle Selbstbestimmung legt nahe, dass Frauen deutlich häufiger Opfer von sexueller Gewalt sind –eine Annahme, die in anderen Statistiken und Studien Bestätigung findet (siehe z. B. hier). 

Ein neues Set von Indikatoren zu Mobilität liefert vertiefte geschlechterdifferenzierte Erkenntnisse zum Mobilitätsverhalten sowie der Verfügbarkeit von Pkw und Fahrrad. Die Daten zeigen, dass Frauen häufiger als Männer öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Dies hängt auch mit den Zwecken der Fortbewegung zusammen, was u. a. beeinflusst ist durch die Aufteilung von Erwerbs- und Sorgearbeit. So zeigt sich bei den Wegezwecken, dass Frauen mehr Wege für Erledigungen, Einkauf und Begleitwege zurücklegen als Männer. Männer hingegen legen deutlich mehr Wege im dienstlichen bzw. geschäftlichen Kontext zurück. 

Sport spielt nicht nur eine wichtige Rolle für die Gesundheit, sondern auch für das gesellschaftliche Miteinander, den Aufbau von Netzwerken und sozialen Kontakten und hat im Profibereich wirtschaftliche Bedeutung. Dementsprechend hat sich der Hamburger Senat im Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm dem Ziel verschrieben, die Gleichstellung von Frauen im Bereich des organisierten Sportes zu fördern. Aufschluss über die geschlechtsspezifische Teilhabe gibt der Indikator zu Geschlechteranteilen unter den Mitgliedern in Sportvereinen – hier zeigt sich bislang eine deutliche Unterrepräsentanz von Frauen. Gleiches gilt für Funktionen in Sportvereinen und -fachverbänden. 

Geschlechtsspezifische Gesundheitsunterscheide sind für die Lebensrealität von Frauen und Männer von hoher Relevanz, zu diesem Thema sind im Gleichstellungspolitischen Rahmenprogramm mehrere Maßnahmen hinterlegt. Ein neues Unterkapitel liefert nun mit Indikatoren zu gesundheitlichen Risikofaktoren, Gesundheitsförderung und dem subjektiven Gesundheitszustand vertiefte Erkenntnisse. Dabei zeigt sich, dass Frauen im Vergleich zu Männern seltener rauchen sowie Alkohol und Drogen konsumieren. Hingegen nehmen sie häufiger an Maßnahmen zur Gesundheitsförderung teil. Dies deutet auf Handlungserfordernisse beim Abbau von Barrieren zur Inanspruchnahme von Angeboten zur Sensibilisierung und zur Gesundheitsförderung bei Männern hin. 

 

Themen

Ausschnitte von Menschen in unterschiedlicher Kleidung, beispielsweise ein Feuerwehrhelm, Kopf und Schultern einer Frau in Arztkleidung, der Oberkörper eines Mannes mit Sakko und Krawatte.
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0. Bevölkerung und Bevölkerungsbewegung

Wie entwickeln sich die Einwohnerzahlen in Hamburg? Zeigen sich bei den Zu- und Fortzügen Unterschiede zwischen den Geschlechtern?

Links stehen drei Frauen, rechts drei Männer. Die sechs Menschen sind divers in Bezug auf ihr Alter, ihre Herkunft und ihre Hautfarbe. Ein Mann und eine Frau stehen an einem Pult.
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1. Partizipation

Wie sind Frauen und Männer in Hamburg an politischen Entscheidungen beteiligt? Erfahren Sie mehr über Wahlverhalten, Vertretung in politischen Gremien und Spitzenpositionen sowie Engagement.

Mit Bildung assoziierte Gebäude und Gegenstände: eine Schule, eine Universität, ein Computerbildschirm, ein Flipchart, ein Buch, ein Stift, ein Geodreieck und eine Glühbirne.
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2. Bildung, Ausbildung und wissenschaftliche Qualifizierung

Wie steht es um die Chancengleichheit von Frauen und Männern in Schule, Ausbildung und Studium in Hamburg? Informationen zu Bildungswegen und -entscheidungen von Mädchen und Frauen finden sich hier.

Eine Frau, abgebildet auf einer 50-Euro-Banknote. Sie hat verschränkte Arme und ist mit einem gestreiften Oberteil und einem Blazer bekleidet.
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3. Arbeit, Einkommen und Vermögen

Wie gestaltet sich das Erwerbsleben von Frauen und Männern in Hamburg? Erfahren Sie mehr über Erwerbsbeteiligung, berufliche Segregation, Frauenanteile in Führungspositionen und bei Gründungen, den Gender Pay Gap und vieles mehr.

Eine Uhr, deren Ziffernblatt in drei Bereiche geteilt ist. In jedem Bereich ist ein Symbol: eine Aktentasche, ein Wohnhaus, eine ausgestreckte Hand mit einem Herz.
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4. Sorgearbeit

Wie weitgehend ist das Ziel der gleichberechtigten Erwerbs- und Sorgearbeit schon erreicht? Wie sind die Entwicklungen im bezahlten Care-Sektor? Antworten finden sich hier.

Verschiedene Gebäude, Fahrzeuge und Gegenstände: ein Krankenhaus, ein Gefängnis, eine Straßenbahn, ein Fahrrad, eine Einkaufstasche, ein Baum und ein Fußball.
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5. Lebenswelt

Welche geschlechtsspezifischen Unterschiede zeigen sich in weiteren Lebensbereichen wie Mobilität, Sport und Gesundheit? Mehr dazu in diesem Themenbereich.