Professuren
Professuren (einschließlich Juniorprofessuren) an Hamburger Hochschulen 2015 bis 2024 nach Hochschulart, Fächergruppe und Besoldung
Bedeutung
Der Indikator liefert Rückschlüsse auf den Frauenanteil an Professuren (einschließlich Juniorprofessuren) unterschieden nach Hochschulart, Fächergruppe und Besoldung.
Der Indikator gibt Hinweise auf:
- das Phänomen der „Leaky Pipeline“ (das Absinken des Frauenanteils mit steigender Qualifizierungsebene)
- eine Zunahme des Frauenanteils bei den Professuren
- Entwicklungen hin zu einem ausgewogenen Geschlechterverhältnis bei den Juniorprofessuren
- Unterschiede hinsichtlich der Fächergruppen
- Verdienstunterschiede durch unterschiedliche Besoldung
Professuren an Hamburger Hochschulen 2015 bis 2024
Die Anzahl der Frauen, die eine Professur an einer Hamburger Hochschule innehatten, lag im gesamten Zeitraum von 2015 bis 2024 deutlich unter der der Männer. Sie wuchs von 456 im Jahr 2015 auf 660 im Jahr 2024. Im gleichen Zeitraum stieg die Zahl der Männer, die eine Professur innehatten, von 1.161 auf 1.305. Der Frauenanteil erhöhte sich in der Folge von 28 % im Jahr 2015 auf 34 % im Jahr 2024.
Juniorprofessuren an Hamburger Hochschulen 2015 bis 2024
Betrachtet man nur die - auch in der Gesamtzahl der Professuren enthaltenen - Juniorprofessuren, lag der Frauenanteil zwischen 44 % (2015) und 56 % (2024). Die Entwicklung in diesem Zeitraum war unstetig, wobei aber in den Jahren seit 2019 immer mindestens die Hälfte der Juniorprofessuren mit Frauen besetzt war.
Professuren an Hamburger Hochschulen 2015 bis 2024 nach Hochschulart
Das Gros der Professor:innen lehrte im Betrachtungszeitraum an Universitäten. Zwischen 2015 und 2024 blieb dort die Zahl der Professoren recht konstant, die der Professorinnen stieg dagegen um ein knappes Drittel. Zweithäufigste Hochschulart war für Frauen wie für Männer die (Verwaltungs-)Fachhochschule. Hier lehrten 2024 mit 546 Professoren 37 % mehr als noch im Jahr 2015. Im gleichen Zeitraum wuchs die Zahl der Professorinnen an (Verwaltungs-)Fachhochschulen jedoch deutlich stärker um 63 % auf 294.
Professuren an Hamburger Hochschulen 2024 nach Fächergruppen
Bei den Professuren nach Fächergruppen fallen für das Jahr 2024 Unterschiede zwischen Frauen und Männern auf. Zum Teil sind die zugrundeliegenden Fallzahlen niedrig, so dass eine detaillierte Aussage nicht sinnvoll ist. Allerdings überwog in keiner Fächergruppe der Anteil der Professorinnen. Am niedrigsten war der Frauenanteil mit 16 % (60 Professorinnen und 321 Professoren) in den Ingenieurwissenschaften.
Juniorprofessuren an Hamburger Hochschulen 2024 nach Fächergruppen
Die Betrachtung nach Fächergruppen ausschließlich für die - auch in der Gesamtzahl der Professuren enthaltenen - Juniorprofessuren zeigt trotz der noch geringeren Fallzahlen ein abweichendes Bild. Bei den Juniorprofessuren hatten sowohl in den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften als auch in den Geisteswissenschaften mehr Frauen als Männer eine Juniorprofessur inne. In den Fächergruppen Mathematik, Naturwissenschaften und Ingenieurwissenschaften war der Frauenanteil deutlich höher als bei der Betrachtung der Professuren insgesamt.
Professuren an Hamburger Hochschulen 2024 nach Besoldung
Frauen
Männer
Bei den Professuren, die nach Beamtenrecht besoldet werden, ist der Anteil der W-Professuren bei Frauen mit 95 % höher als bei ihren männlichen Kollegen (92 %). Auch bei der genaueren Betrachtung ausschließlich der W-Professuren gibt es Unterschiede zwischen Männern und Frauen. Eine von zehn Frauen hat eine W1-Professur (Juniorprofessur) inne. Bei den Männern ist es nur einer von 25. Dagegen ist der Anteil der W3-Professur bei Männern (42 %) höher als bei den Frauen (37 %).