Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: „Gerade in diesen Tagen ist das Gedenken an die Verbrechen der Nationalsozialisten wieder sehr präsent und wichtig. Mit der Unterstützung für die Instandsetzung der Baracken in Fuhlsbüttel tragen wir dazu bei, die Erinnerung an die Schicksale der Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter in Hamburg wach zu halten. Das Informationszentrum der Willi-Bredel-Gesellschaft ist inzwischen ein fester Bestandteil der Gedenkkultur unserer Stadt, dies gilt es auch für künftige Generationen zu bewahren.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Orte wie die Zwangsarbeiterbaracken geben noch heute ein eindrückliches Zeugnis von den Verbrechen, die im Nationalsozialismus in der Mitte der Gesellschaft stattgefunden haben. Die Willi-Bredel-Gesellschaft leistet wichtige Arbeit, um an das Leid zu erinnern, das tausende Zwangsarbeiterinnen und Zwangsarbeiter auch in Hamburg erleiden mussten. Mit den Mitteln aus dem Quartiersfonds und der Expertise aus dem Denkmalschutzamt können wir dieses wichtige historische Zeugnis dauerhaft erhalten.“
Ralf Staack, Bezirksamtsleitung Hamburg-Nord: „Die Zwangsarbeiterbaracken in Fuhlsbüttel sind ein bedeutendes Stück Gedenkkultur in Hamburg-Nord. Da sie in der Hansestadt einzigartig sind, ragt ihre Bedeutung weit über den Bezirk hinaus. Ich freue mich sehr, dass mit den 190.000 Euro aus dem investiven Quartiersfonds und den 25.000 Euro Eigenmitteln nicht nur die Baracken saniert werden können, sondern dass auch die gute und wichtige Arbeit der Willi-Bredel-Gesellschaft hier am Standort fortgesetzt werden kann!“
Das Informationszentrum der WBG ist an jedem ersten Sonntag im Monat am Nachmittag geöffnet. Außerdem werden zwischendurch Besuchergruppen betreut oder Sonderöffnungen zum Tag des Offenen Denkmals oder zum Tag der Geschichtswerkstätten angeboten.
Eine weitere Förderzusage für Fuhlsbüttel betrifft das Projektgebiet „Quartier Santa Fu“. Nicht mehr für den Vollzug benötigte Flächen und Gebäude der JVA Fuhlsbüttel sowie umliegende, mit Dienst- und Dienstwohnungsgebäuden bebaute Flächen sollen künftig insbesondere zu Wohnzwecken genutzt werden. Eine besondere Herausforderung ist dabei die Entwicklung von Haus I (ehemaliges Polizeigefängnis für politisch Verfolgte zur Zeit des Nationalsozialismus) und Haus III (ehemaliges Konzentrationslager für Frauen). Für diese beiden im 19. Jahrhundert errichteten Gebäude sind Nachnutzungen zu finden, die ihrer besonderen historischen Bedeutung umfassend gerecht werden. Das städtische Immobilienunternehmen Sprinkenhof soll in einem ersten Schritt für das „Quartier Santa Fu“ eine Machbarkeitsstudie erarbeiten, für die 300.000 Euro bereitgestellt werden.
Finanz- und Bezirkssenator Dr. Andreas Dressel: „Die Kolleginnen und Kollegen der Sprinkenhof haben im Umgang mit historisch bedeutsamen Liegenschaften viel Erfahrung, damit haben wir genau das richtige Unternehmen, um für das Quartier ‚Santa Fu‘ ein stimmiges Gesamtkonzept zu entwickeln.“
Justizsenator Dr. Till Steffen: „Die Entwicklung des Quartiers Santa Fu ist nicht nur für den Justizvollzug, sondern für ganz Hamburg ein großer Gewinn. Wir haben die Chance zu zeigen, wie man einen so besonderen und weit über die Grenzen von Hamburg hinaus bekannten Ort neu gestaltet und gleichzeitig seiner historischen Bedeutung gerecht wird. Entstehen wird ein neues, lebendiges Quartier in mitten des Stadtteils Fuhlsbüttel.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Das KZ-Fuhlsbüttel war eine der berüchtigtsten Terrorstätten im nationalsozialistischen Deutschland. Unter den Opfern, die an diesem 1936 in ‚Polizeigefängnis‘ umbenannten Ort unermessliches Leid erlitten haben, waren auch viele Frauen und Männer aus dem Hamburger Widerstand. Die Planungen für das ‚Quartier Santa Fu‘ und hier besonders auch zum Haus III geben uns die Möglichkeit, in Hamburg einen Ort zu entwickeln, an dem umfassend auch an den Widerstand gegen den Nationalsozialismus und die Schicksale der Widerstandskämpfer erinnert wird.“
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