Im Rahmen der Modernisierung wurden der Saal, die Gruppenräume, die Eingangsbereiche sowie die Sanitäranlagen im Ober- und Erdgeschoss grundlegend renoviert. Darüber hinaus wurden die Veranstaltungstechnik, die Lüftung und Teile des Hausdachs erneuert. Die Planung erfolgte in enger Abstimmung mit dem Denkmalschutz, um die Weiterentwicklung des Gebäudes als Kulturdenkmal sicherzustellen.
Die Gesamtkosten belaufen sich auf rund neun Millionen Euro. Die Finanzierung erfolgt zu einem Großteil durch das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) (rund 6,2 Millionen Euro) sowie durch Mittel der Finanzbehörde (rund eine Million Euro), des Sanierungsfonds Hamburg 2030 (rund 500.000 Euro), Klimaplanmittel (rund 500.000 Euro), den investiven Quartiersfonds (rund 400.000 Euro), und Gestaltungsmittel der Bezirksversammlung Harburg (rund 400.000 Euro).
Bereits einen Tag nach der Schlüsselübergabe wird im Rahmen des Pre-Openings mit der Internationalen Computer Music Conference 2026 (ICMC) eine größere Veranstaltung in den neuen Räumen stattfinden.
Dr. Andreas Dressel, Senator für Finanzen: „Bürgerhäuser sind für die jeweiligen Stadtteile immer Orte, an denen viele verschiedene Menschen zusammenkommen und sich auf eine besondere Art und Weise begegnen. Ich sehe es als unsere Aufgabe als Stadt, solche Orte zu hegen und zu pflegen. Die umfassende Modernisierung des Bürgerhauses Harburg ist ein wichtiges Signal für die kulturelle und soziale Infrastruktur Harburgs. Ich danke allen, die dieses Projekt möglich gemacht haben und wünsche der Stiftung Kultur Palast viel Erfolg bei der weiteren Gestaltung dieses besonderen Ortes.“
Karen Pein, Senatorin für Stadtentwicklung und Wohnen: „Die Modernisierung des Bürgerhauses Harburg stärkt das kulturelle Angebot und damit die Attraktivität der Harburger Innenstadt. Harburg gewinnt hier einen offenen Ort für Begegnung, Austausch und Teilhabe. Ich freue mich daher sehr, dass wir die Modernisierung des Bürgerhauses Harburg mit unserem Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE) entscheidend finanziell unterstützen konnten.“
Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Mit der denkmalgerechten Sanierung eines der jüngsten Denkmäler Hamburgs steht das einzigartige Kulturzentrum nun endlich wieder allen Harburger:innen offen. Das Bürgerhaus wurde grundlegend modernisiert und barrierefrei umgebaut. Zugleich blieb die außergewöhnliche Raumaufteilung des großen Veranstaltungssaals mit seiner markanten Holztribüne erhalten. Wir brauchen diese Orte der Kultur in den Stadtteilen, die allen offenstehen und vielfältig kulturell genutzt werden können.“
Christian Carstensen, Bezirksamtsleiter Harburg: „Im Bezirk Harburg gibt es ein unglaublich vielfältiges Kulturangebot. Das ist vielen Menschen im Umland, in Hamburg und selbst in Harburg gar nicht so bewusst. Nach der umfangreichen Modernisierung des Bürgerhauses wird nun ein Ort wiederbelebt, der zum Leuchtturm für den Kulturstandort werden kann. Ich danke Allen, die an der Modernisierung mitgewirkt haben und wünsche der Stiftung eine glückliche Hand bei der Programmgestaltung. Harburg freut sich auf einen wichtigen Veranstaltungsort.“
Jens Kerkhoff, Geschäftsführung Gebäudemanagement Hamburg: „Die Modernisierung des Bürgerhauses Harburg war eine anspruchsvolle Aufgabe, bei der wir besonderen Wert auf die Verbindung von Denkmalschutz und moderner Nutzbarkeit gelegt haben. Das Ergebnis ist ein barrierefreier, technisch zeitgemäßer und vielseitig nutzbarer Ort, der den Menschen im Stadtteil offensteht. Ich danke allen Beteiligten für die engagierte Zusammenarbeit und wünsche dem Bürgerhaus und seinen Nutzerinnen und Nutzern einen erfolgreichen Neustart.“
Dörte Inselmann, Stiftung Kultur Palast Hamburg: „Mit der Schlüsselübergabe beginnt für den Kultur Palast Harburg eine neue Ära. Wenn die Bauarbeiten im Haus überwiegend abgeschlossen sind, starten wir am 4. September mit einem vielseitigen Eröffnungs-Programm. Neben Altbewährtem werden wir auch neue, innovative Angebote für Harburg erproben. Dabei greifen wir auf die hohe Expertise in sehr unterschiedlichen Genres unserer Mitarbeiter und der 46-jährigen Erfahrung unserer Stiftungsarbeit zurück. Der Rahmen ist hierbei vorgegeben: Es müssen sich alle Angebote finanziell darstellen. Speziell für die Kinder- und Jugendkulturarbeit sind wir daher noch auf der Suche nach Fördermitteln und Spenden, um hier eine qualitative gute und nachhaltige Teilhabe zu realisieren. Der Kultur Palast wird ein Haus für alle Harburgerinnen und Harburger, das wir gemeinsam mit ihnen weiterentwickeln werden, ein Treffpunkt für alle Generationen und alle hier lebenden Nationen. Das ganze Team hat auf diesen Tag hingearbeitet; wir werden von unserer Seite aus alles tun, um dieses Haus mit Leben zu füllen.“
Über das Rahmenprogramm Integrierte Stadtteilentwicklung (RISE)
RISE fördert lebendige stabile Quartiere und den sozialen Zusammenhalt in der Stadt. Es fasst die Programme der Städtebauförderung unter einem Dach zusammen, mit dem Ziel, Quartiere mit besonderem Entwicklungsbedarf städtebaulich aufzuwerten und sozial zu stabilisieren. Die Lebensqualität in den Quartieren wird insbesondere durch Investitionen in die Bildungsinfrastruktur und soziale Infrastruktur, in das Wohnumfeld, in die Qualifizierung öffentlicher Plätze, Freiflächen und Grünanlagen sowie Stärkung von Versorgungsstrukturen verbessert. Hamburg umfasst derzeit 25 RISE-Quartiere, die in den verschiedenen Programmen der Bund-Länder-Städtebauförderung gefördert werden. Insgesamt werden 27 Fördergebiete gezählt, da einige Quartiere in mehreren Programmen der Städtebauförderung festgelegt sind.
Hier finden Sie die Website des Bürgerhauses Harburg.
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