Ikonischer Fritz-Schumacher-Bau

Umfangreiche Sanierung der Finanzbehörde am Gänsemarkt im Zeit- und Kostenplan

03. Juni 2026 Pressemitteilung

Seit Frühjahr 2025 wird das ikonische, denkmalgeschützte Dienstgebäude der Finanzbehörde am Gänsemarkt umfassend saniert. Die Arbeiten kommen planmäßig voran und sollen im ersten Halbjahr 2028 abgeschlossen sein.

  • Finanzen und Bezirke

Die Freie und Hansestadt Hamburg hatte im September 2023 das von Fritz Schumacher 1926 fertiggestellte Gebäude zurückgekauft. Die Modernisierung war dringend notwendig, um die Substanz des Gebäudes zu erhalten und langfristig weiter als Dienstgebäude der Hamburger Behörde für Finanzen und Bezirke zu nutzen. Die umfangreichen Arbeiten am Gebäude liegen voll im Kosten- und Zeitplan. Die besonders anspruchsvolle Kellersohlensanierung ist bereits weit fortgeschritten und wird im Herbst 2026 abgeschlossen sein. Die weiteren Grundinstandsetzungsmaßnahmen verlaufen ebenfalls planmäßig und sollen im ersten Halbjahr 2028 beendet werden. Die Sanierungskosten belaufen sich insgesamt auf rund 95,7 Mio. Euro.

Finanzsenator Dr. Andreas Dressel: „Mit unserem Sanierungsprojekt sorgen wir dafür, unser ikonisches Fritz-Schumacher-Gebäude auch für künftige Generationen zu erhalten. Damit leisten wir nicht nur einen wichtigen Beitrag für das Stadtbild, sondern bringen dieses Kulturdenkmal als rundum modernisierter Arbeitsplatz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf die Höhe der Zeit. All jenen, die immer gern behaupten, städtische Bauprojekte würden ja sowieso generell immer teurer und dauerten länger, sei gesagt: Wir liegen bei allen Arbeiten am Gänsemarkt, die im Übrigen enorm anspruchsvoll sind, voll im Zeit- und Kostenplan. Und damit sind wir in guter Gesellschaft mit der weit überwiegenden Zahl städtischer Bauprojekte, die ebenfalls im geplanten Kosten- und Zeitkorridor abgeschlossen wurden. Ein Blick in das jährlich vom Senat vorgelegte und für jeden einsehbare Baumonitoring gibt dazu detailliert Auskunft. Besonders freue ich mich, dass wir den erwarteten Ertrag von 62.000 kWh für die geplante PV-Anlage auf dem Dach gegenüber der ursprünglichen Planung sogar nahezu verdoppeln konnten. Ein starkes Signal für den Klimaschutz!“

Dr. Carsten Brosda, Senator für Kultur und Medien: „Der Schumacher Bau am Gänsemarkt ist einer der bedeutendsten Denkmäler der Stadt. Es steht für eine seinerzeit neue Art des Bürobaus und besticht noch heute durch seine künstlerische Qualität. Mit einem großen Verständnis für die Bedeutung des Denkmals und enger Abstimmung mit dem Denkmalschutzamt setzt die Sprinkenhof die Sanierung um. Die Modernisierung der Finanzbehörde zeigt, wie gut man ein Denkmal in die Zukunft führen kann, wenn alle kreativ und mit gutem Willen die Aufgabe angehen. So macht dieser außerordentliche Schumacher Bau am Gänsemarkt auch künftig seine baugeschichtliche Bedeutung deutlich und bietet zugleich den Beschäftigten künftig beste Arbeitsbedingungen und leistet einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz.“ 

Martin Sowinski, Geschäftsführer Sprinkenhof GmbH: „Es ist uns eine große Freude, mit der Sanierung und Modernisierung des Gänsemarkts 36 in Zusammenarbeit mit dem Denkmalschutz und den weiteren Baubeteiligten dieses prägende Objekt erfolgreich in die Zukunft zu führen. Mit diesem Projekt wird gezeigt, wie historische Architektur im Herzen Hamburgs behutsam bewahrt und gleichzeitig funktional aufgewertet werden kann. Wir sind uns unserer Verantwortung bewusst, als Sprinkenhof einen aktiven Beitrag zur Attraktivität der Hamburger Innenstadt zu leisten.“ 

Das Gebäude der Behörde für Finanzen und Bezirke und ehemaligen Finanzdeputation am Gänsemarkt 36 wird im Dezember 100 Jahre alt und ist eines der wichtigsten Zeugnisse des Wirkens von Fritz Schumacher in Hamburg. Das rund 21.000 qm große Gebäude wurde 2006 vom damaligen Senat im Rahmen eines umfangreichen Immobilienpakets des viel kritisierten Projektes Immobilienmobilisierung (PRIMO) veräußert und im Jahr 2023 von der Freien und Hansestadt Hamburg zurück erworben. 

Die Sanierung wird im Rahmen eines Mieter-Vermieter-Modells von der städtischen Sprinkenhof GmbH durchgeführt. Als ausführende Architekturfirma konnte pasd.architekten aus Hagen gewonnen werden, die in enger Abstimmung mit der Behörde für Finanzen und Bezirke und dem Denkmalschutzamt die Infrastruktur instand setzt, behutsam Flächeneffizienzen für moderne Arbeitswelten hebt und die Sanierung an nachhaltigen, ressourcenschonenden und ökologischen Kriterien ausrichtet. 

Die Grundinstandsetzungsmaßnahmen umfassen unter anderem die Kellersohlensanierung, den Brandschutz, die Dachsanierung und die Erneuerung der Stromversorgung. Hinzu kommen diverse Modernisierungsmaßnahmen wie zum Beispiel neue Bodenbeläge und Innenanstriche. Außerdem erfolgt der Rückbau der im Laufe der Jahrzehnte eingezogenen, nichttragenden Wände in den Büros an der Gebäudeecke Valentinskamp/Neue ABC-Straße auf allen Etagen, der Rückbau der ehemaligen Hausmeisterwohnung und ein denkmalgerechter Umbau der ehemaligen Küchenflächen zu Büroraum und Konferenzfläche. Im gesamten Gebäude eröffnen sich somit größere, zusammenhängende Flächen, die moderne Arbeitswelten auch in einem denkmalgeschützten Gebäude möglich machen. Ein Bereich der ehemaligen Kantine wird ebenfalls denkmalgerecht als (auch extern nutzbarer) Konferenzbereich eingerichtet. Nach Abschluss der Abbruch-, Rohbau- und Trockenbauarbeiten erfolgen die Innenausbauarbeiten wie Elektro- und Netzwerkarbeiten, Haustechnik und Malerarbeiten. Es werden alle Flure, die drei Treppenhäuser, der Leo-Lippmann-Saal und der Eingangsbereich am Gänsemarkt in enger Abstimmung mit der Behörde für Kultur und Medien denkmalgerecht in ihr ursprüngliches Erscheinungsbild zurückgesetzt. 

Neben den Arbeiten im Innenbereich starten jetzt außerdem die Arbeiten an Fassade und Dach. Dazu wird das Gebäude eingerüstet. Eine Besonderheit stellt die geplante Installation einer Photovoltaik-Anlage auf dem denkmalgeschützten Gebäude dar, die mit ca. 330 m² größer ausfallen wird als ursprünglich geplant. Der erwartete Gesamtertrag mit ca. 62.000 kWh verdoppelt sich fast gegenüber dem geplanten Ansatz. Zusätzlich wird angestrebt, die Gerüstfläche durch Gerüstwerbung inklusive Fassadennachbildung mit Blickrichtung Gänsemarkt als Einnahmequelle zu gewinnen.

Rückfragen der Medien
Behörde für Finanzen und Bezirke 
Pressestelle
Telefon: 040 42823 1662
E-Mail: pressestelle@fb.hamburg.de

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