Hamburg ist eine attraktive und familienfreundliche Stadt, in der junge Familien gerne leben. Das spiegelt sich in den wachsenden Zahlen von Schülerinnen und Schülern wider. Ihnen allen soll die Teilhabe an qualitativ hochwertigen Bildungsangeboten ermöglicht werden – jetzt und in Zukunft. Alle Hamburger Schulen haben ein Ganztagsangebot inkl. einer Ferienbetreuung.
Um die Schülerinnen und Schüler auf ein Leben in der digitalen Welt vorzubereiten und die dafür nötigen Rahmenbedingungen zu schaffen, investiert die Behörde für Schule und Berufsbildung (BSB) auch mit Mitteln der Bundesregierung in die digitale Infrastruktur an den staatlichen Schulen in Hamburg. Damit soll sichergestellt werden, dass die Schülerinnen und Schüler zum Ende ihrer Schullaufbahn über ein gemeinsames Grundwissen verfügen, das allen die erfolgreiche Teilhabe an der Arbeitswelt und der Gesellschaft ermöglicht.
Wissenschaft und Forschung sind Basis für unser Zusammenleben, unsere Gesundheit, unseren Wohlstand und den Erhalt unserer Lebensgrundlagen. Damit bilden sie die Voraussetzung für eine zukunftsfähige und nachhaltige Entwicklung Hamburgs und sind auch zentrale Faktoren für die Wettbewerbsfähigkeit der Stadt.
Die Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen sind Innovationstreiber, um Veränderungsprozesse in Hinblick auf ihre Chancen und Risiken analysieren zu können und Arbeitsplätze zu schaffen – nicht nur in den Einrichtungen selbst, sondern auch in Ausgründungen, die Wissenschaft und Wirtschaft miteinander verbinden. Die Betreuung dieser Wissenschaftsbeteiligungen erfolgt dabei nicht nur durch die Behörde für Wissenschaft, Forschung und Gleichstellung (BWFG), sondern auch durch die Hamburger Hochschulen.
Die dargestellten Beteiligungsunternehmen unterstützen die Hamburger Hochschulen durch innovative Lehransätze, durch eine Erweiterung des Studienangebots oder durch Unterstützungsleistungen in der Forschung. Sie bilden Schnittstellen zur Wirtschaft und erhöhen die Präsenz der Hamburger Hochschullandschaft durch kreatives Marketing.
Das Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) ist bereits jetzt bundesweit und international ein renommierter Standort in der Spitzenmedizin und -forschung. Das Klinikum erbringt Krankenversorgungsleistungen auf höchster Versorgungsstufe und dient der medizinischen Fakultät zur Erfüllung ihrer Aufgaben von Lehre, Studium, Forschung und Weiterbildung in den medizinischen Fachdisziplinen und medizinnahen Grundlagenwissenschaften. Neueste Medizintechnik, eine innovative Informationstechnologie und eine am Versorgungsprozess orientierte Architektur unterstützen das ärztliche, pflegerische und therapeutische Personal. Mit seinen Medizinischen Tochtergesellschaften, Servicegesellschaften und wissenschaftlichen Tochtergesellschaften stellt sich das UKE als Konzern dar und ist mit über 16.000 Mitarbeitenden einer der größten Arbeitgeber in Hamburg.
Im Folgenden sind ausgewählte Daten und Kennzahlen der 15 Unternehmen, die dem Segment Bildung und Wissenschaft zugeordnet und Gegenstand des Beteiligungsberichts sind, für das Berichtsjahr 2024 dargestellt. Von diesen gelten nach dem HGB drei als große, fünf als mittelgroße, sechs als kleine und eine als Kleinstkapitalgesellschaft.
Ökonomie
Die Bilanzsummeder Segment-Unternehmen in 2024 beträgt 1.579.449.813,76 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,9 % bzw. rd. 81 Mio. Euro verringert.
Das Anlagevermögen beläuft sich auf 506.662.839,61 Euro. Es hat sich im Vergleich zu 2023 um 0,6 % bzw. rund 3 Mio. Euro erhöht und steigt damit das dritte Jahr in Folge.
Das Eigenkapital der Unternehmen des Segments Bildung und Wissenschaft beträgt in 2024 40.160.066,44 Euro. Es ist im Vergleich zum Vorjahr um 48,0 % bzw. rd. 37 Mio. Euro gesunken. Ursächlich hierfür ist die Situation beim Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf - Körperschaft des öffentlichen Rechts (UKE), bei der das Eigenkapital aufgrund des Jahresverlustes vollständig aufgebraucht wurde.
Die (bereinigte) Eigenkapitalquote beträgt im Mittel 25,2 % für das Jahr 2024 und zeigt sich im Drei-Jahres-Vergleich insgesamt stabil. Für das Jahr 2024 verzeichnet sie einen leichten Anstieg von 1,22 Prozentpunkten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die Verbindlichkeiten betragen im Berichtsjahr 908.508.007,82 Euro. Damit sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 4,2 % bzw. rd. 40 Mio. Euro gesunken.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen im Geschäftsjahr 2024 55.519.326,73 Euro. Damit sind sie nach einem deutlichen Anstieg in 2023 im Vergleich zum Vorjahr um 1,9 % bzw. rd. 1,1 Mio. Euro etwas niedriger ausgefallen.
Die Erträge aus Zuwendungen und Zuschüssen der FHH (Kernverwaltung / Behörden und Ämter) der Unternehmen des Segments Bildung und Wissenschaft belaufen sich in 2024 auf 263.495.676,27 Euro. Darin nicht berücksichtigt sind ggf. gewährte investive Zuwendungen und Zuschüsse der FHH. Damit haben sie sich nach einem deutlichen Rückgang in 2023 gegenüber dem Vorjahr um 21,4 % bzw. rd. 46 Mio. Euro wieder recht deutlich erhöht und bewegen sich damit in etwa auf dem Niveau des Jahres 2022.
Personalstruktur
In 2024 waren in den Segment-Unternehmen 14.706 Personen beschäftigt, was einem Anteil von 18,6 % an der Gesamtbeschäftigtenzahl entspricht. Im Vergleich zum Vorjahr stieg die Beschäftigtenzahl um 4,4 % (+ 620) und damit das dritte Jahr in Folge.
Der Frauenenteil beträgt im Segment 68,2 %. Dies ist unter den elf Segmenten der Stadtwirtschaft der zweithöchste Wert und es entfallen branchenübergreifend 36,7 % aller weiblichen Beschäftigten auf dieses Segment. Auch der Anteil der Teilzeitbeschäftigung (50,2 %) und der Auszubildenden (6,6 %) ist im Segmentvergleich überdurchschnittlich hoch.
Der Anteil der Beschäftigten unter 30 Jahren ist in diesem Segment mit 26,3 % branchenübergreifend am höchsten.