Gerade für die Unternehmen, die in Hamburg Arbeitsplätze und Wohnungen schaffen, Steuereinnahmen sichern, Klimaschutz und Digitalisierung vorantreiben, ist es wichtig, dass Hamburg ein starker Finanzplatz bleibt. Hieran arbeiten die Finanzclusteragentur „FCH Finance City Hamburg GmbH“ und die Hamburgische Investitions- und Förderbank AöR (IFB) als zentrales Förderinstitut der FHH im Rahmen der Stadtwirtschaft tatkräftig mit.
Verantwortlich für das Thema Finanzen ist die Behörde für Finanzen und Bezirke, die den hamburgischen Haushalt aufstellt, das Beteiligungsvermögen steuert, behördenübergreifende Aufgaben hamburgweit umsetzt und über die Steuerverwaltung die Einnahmen der Stadt sichert. Mit der Verantwortung für den Gesamthaushalt der Freien und Hansestadt Hamburg spielt die Finanzbehörde eine entscheidende Rolle für die Umsetzung des Regierungsprogramms des Senats. Auch die zentrale Beteiligungsholding HGV liegt im Verantwortungsbereich der Finanzbehörde. Verantwortlich für das Beteiligungsmanagement der Hamburgischen Investitions- und Förderbank (IFB) ist die Behörde für Stadtentwicklung und Wohnen (BSW).
Als Querschnittsbehörde sind unter dem Dach der Behörde für Finanzen und Bezirke weitere Aufgaben und Unternehmen versammelt. Neben dem klassischen finanzpolitischen Kern steuert die Finanzbehörde mit ihren Landesbetrieben beispielsweise auch die Bodenpolitik und ist zentraler Dienstleister für das Buchhaltungs- und Rechnungswesen der Stadt. Aufgabenbereiche wie Einkauf von Waren und Dienstleistungen für die Stadt, Verwaltungsmodernisierung oder auch Versicherungsmanagement werden ebenfalls von der Behörde für Finanzen und Bezirke verantwortet.
Im Folgenden sind ausgewählte Daten und Kennzahlen der drei Unternehmen, die dem Segment Kreditinstitute und Finanzwirtschaft zugeordnet und Gegenstand des Beteiligungsberichts sind, für das Berichtsjahr 2024 dargestellt. Von diesen gelten nach dem HGB eine als große, eine als mittelgroße und eine als kleine Kapitalgesellschaft.
Ökonomie
Die Bilanzsumme der Segment-Unternehmen in 2024 beträgt 15.778.636.305,65 Euro und hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 4,7 % bzw. rd. 714 Mio. Euro erhöht
Das Anlagevermögen beläuft sich auf 7.135.475.253,32 Euro. Es hat sich im Vergleich zu 2023 um 9,1 % bzw. rd. 593 Mio. Euro erhöht.
Auch das Eigenkapital der Unternehmen des Segments Kreditinstitute und Finanzwirtschaft hat sich erhöht. Es beträgt in 2024 5.380.053.821,39 Euro. Im Vergleich zum Vorjahr hat es sich im Berichtsjahr um 9,9 % bzw. rd. 484 Mio. Euro erhöht.
Die (bereinigte) Eigenkapitalquote beträgt im Mittel 28,7 % für das Jahr 2024. Sie hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,9 Prozentpunkte erhöht.
Die Verbindlichkeiten betragen in 2024 3.533.931.821,99 Euro. Sie sind um 3,1 % bzw. rd. 106 Mio. Euro gegenüber dem Vorjahr gesunken.
Die Investitionen in das Sachanlagevermögen betragen im Geschäftsjahr 2024 22.672.185,64 Euro. Damit sind sie im Vergleich zum Vorjahr um 71,7 % bzw. rd. 57 Mio. Euro niedriger ausgefallen.
Die Erträge aus Zuwendungen und Zuschüssen der FHH (Kernverwaltung / Behörden und Ämter) der Unternehmen des Segments Kreditinstitute und Finanzwirtschaft belaufen sich in 2024 auf 60.000.000,00 Euro. Darin nicht berücksichtigt sind ggf. gewährte investive Zuwendungen und Zuschüsse der FHH. Damit haben sie sich gegenüber dem Vorjahr um 31,0 % bzw. 27 Mio. Euro reduziert.
Personalstruktur
In 2024 waren in den Segment-Unternehmen 363 Personen beschäftigt. Dies entspricht einem Anteil von 0,5 % an der Gesamtbeschäftigtenzahl. Im Vergleich zum Vorjahr stieg diese Zahl um 1,7 % (+ 6).
Der Frauenenteil beträgt im Segment 51,2 %. Dies ist unter den elf Segmenten der Stadtwirtschaft der sechsthöchste Wert. Beim Anteil der Teilzeitbeschäftigung weist das Segment mit 34,2 % den vierthöchsten Wert auf.
Der Anteil der Beschäftigten über 50 Jahren ist in diesem Segment mit 50,8 % branchenübergreifend der höchste Wert. Der Anteil der 30- bis 50-Jährigen mit 37,0 % der niedrigste Wert.