Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) spielt an der Verwaltungsschule Hamburg eine wichtige Rolle. Wir verbinden dabei die allgemeine gesellschaftliche Perspektive mit dem besonderen Auftrag, unsere Schüler*innen auf ihre spätere berufliche Tätigkeit im Staat vorzubereiten. Denn sie werden künftig Aufgaben übernehmen, die für die sozial‑ökologische Transformation zentral sind. Das können z.B. Planung, Genehmigung und Kontrolle, aber auch die Beratung von Bürger*innen sein. Sie müssen sich dafür mit wichtigen Themen wie z.B. Verteilungsgerechtigkeit oder Eingriffen in Freiheitsrechte der Bürger*innen auseinandersetzen.
Die Verwaltung hat zudem eine klare Vorbildfunktion. Auch darauf bereiten wir unsere Lernenden vor. Im Schulalltag berücksichtigen wir immer diese besondere Doppelrolle unserer Schüler*innen: Sie sind Bürger*innen einer sich wandelnden Gesellschaft und gleichzeitig zukünftige Vertreter*innen der Exekutive.
Unser BNE‑Verständnis ist kritisch und konstruktiv: Wir achten darauf, dass Lernangebote weder einseitig verharmlosend sind, noch Panik und Angst auslösen. Klar ist für uns auch, dass sich unsere Lernangebote am aktuellen Stand internationaler Klimaforschung orientieren. BNE ist für uns ein interdisziplinäres Thema, das naturwissenschaftliche, soziale, politische und kulturelle Perspektiven verbindet. Außerdem betrachten wir BNE als ein globales Anliegen. Dafür verknüpfen wir BNE auch mit Global Citizenship Education. Für den Austausch und die eigene Professionalisierung im Bereich beruflicher BNE kooperieren wir regelmäßig mit verschiedenen Akteuren aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft. Diese Sicht prägt unseren Unterricht und macht BNE zu einem lebendigen Teil unseres Schullebens.