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Ausstellung und Begleitprogramm

Auf beiden Seiten der Barrikade

Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944

Foto eines polnischen Presse-Kriegsberichterstatters
Foto eines polnischen Presse-Kriegsberichterstatters

Termine:

4. Juli bis 1. Oktober 2024 in Hamburg
Vernissage Hamburg: 4. Juli 2024, 18:00 Uhr

11. Juli bis 5. September 2024 in Berlin
Vernissage Berlin: 11. Juli 2024, 15:30 Uhr

Öffnungszeiten: 24/7

Ort: 

Hamburg: Mahnmal St. Nikolai I Kirchenschiff (Open Air) I Willy Brandt-Straße 60 I 20457 Hamburg

Berlin: Dorothea-Schlegel-Platz (Open Air) I 10117 Berlin

Der Eintritt zu den Ausstellungen und zum Begleitprogramm ist frei.

Im Rahmen des 80. Jahrestages des Ausbruchs des Warschauer Aufstands präsentiert die Landeszentrale für politische Bildung Hamburg nahezu zeitgleich in Hamburg und Berlin ihre 2014 mit vielen Partnerinstitutionen konzipierte Wanderausstellung in aktualisierter Form.

Die Schirmherrschaft übernimmt für Hamburg der Erste Bürgermeister, Dr. Peter Tschentscher.

Die Ausstellung wird jeweils Open Air zu sehen sein. In Hamburg ist der Partner das Mahnmal St. Nikolai, in dessen ehemaligem ­Kirchenschiff die Ausstellung zu sehen sein wird. Die Berliner Präsentation erfolgt auf dem Dorothea-Schlegel-Platz, direkt am Bahnhof Friedrichstraße, und ist ebenfalls Open Air zu besuchen. In Berlin handelt es sich um eine Veranstaltung der Landeszentrale für politische Bildung Berlin und des Polnischen Instituts Berlin.

2014 konzipierten die Landeszentrale für politische Bildung in Hamburg, das Museum des Warschauer Aufstands in Warschau, die Universität Hamburg und Leica Fotografie International eine historisch-fotografische Ausstellung unter dem Titel „Auf beiden Seiten der Barrikade. Fotografie und Kriegsberichterstattung im Warschauer Aufstand 1944“. Seitdem wurde die Wanderausstellung an mehreren Orten in Deutschland präsentiert.

Die Ausstellung erinnert an die historischen Ereignisse des na­tionalpolnischen Aufstands gegen die deutschen Besatzer von 1944 und widmet sich der kritischen Auseinandersetzung mit der medialen Berichterstattung über den Warschauer Aufstand in der damaligen deutschen und polnischen Presse unter besonderer Berücksichtigung der zu diesem Zweck erstellten und verwendeten Fotos.

Erstmals werden die entsprechenden Fotos als Teil der Propa­gandaapparate so tiefgehend analysiert und in Kombination mit anderen Dokumenten zusammengestellt. Die diametral verschiedenen Intentionen der deutschen und der polnischen Propagandaapparate werden so ausführlich untersucht und allgemeine Schlüsse zum ­Wesen der Propaganda gezogen.

Kunst-Installation
Erstmals werden beide Präsentationen in Hamburg und in Berlin durch eine temporäre Tape-Art-Installation der Künstlerin Susanne Quehenberger erweitert, die ab dem Jahrestag, dem 1. August 1944, zu sehen sein wird.

Publikationen
Parallel zu der Ausstellung entwickeln Studierende der Public History der Freien Universität (FU) Berlin eine Zeitschrift, in der sie sich kritisch mit der Thematik der Ausstellung auseinandersetzen.

Für eine Servicegebühr ist bei den Partnern der Ausstellung in Berlin und Hamburg sowie im Infoladen der Landeszentrale in Hamburg wieder der Ausstellungskatalog erhältlich, der 2017 unter dem ­Titel der Ausstellung, herausgegeben von Peter Haslinger, Tatjana ­Tönsmeyer und Sabine Bamberger-Stemmann, im Verlag des ­Herder-Instituts erschienen ist.

Begleitprogramm in Hamburg:

1. September 2024, 18:00 Uhr
Mehr als ein Polen.
Zum 80. Jahrestag des Warschauer
­Aufstands
Vortrag von Prof. Dr. Frank Golczewski (Hamburg) im Mahnmal St. Nikolai

Zeitweise stellte man gern Polen und seine Gesellschaft als einen Monolithen vor. Im Umfeld des Zweiten Weltkrieges gab es aber mehrere Konzepte, die miteinander rangen. Ein Pluralismus hatte aber lange Zeit wenig Chancen, sich zu entwickeln. 


1. Oktober 2024, 18:00 Uhr
Finissage, Vortrag und anschließende Diskussion mit der freien Journalistin Ulrike Gruska (Berlin) im Mahnmal St. Nikolai

Das Begleitprogramm in Hamburg findet NICHT Open Air statt, sondern in der Krypta des Mahnmals St. Nikolai.

Kurator: 

David Rojkowski (Flensburg; Soziologe und Fotograf)

Verantwortlich: Dr. Sabine Bamberger-Stemmann