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Schulgründung

Startschuss für eine neue Stadtteilschule in Lohbrügge

26. Mai 2023 Pressemitteilung

Hamburg wächst – auch im Bezirk Bergedorf: Um dem steigenden Aufkommen an Schülern und Schülerinnen gerecht zu werden, wird in der Leuschnerstraße (Lohbrügge) eine neue Stadtteilschule mitsamt einer Dreifeld-Sporthalle gebaut. Gemeinsam mit der angrenzenden Grundschule wird sie zukünftig eine neue Langformschule von der Vorschule bis zum Abitur bilden. Der Baubeginn ist für 2024 geplant, die Fertigstellung für 2027.​​​​​​​

Im Rahmen des „Hochbaulichen Realisierungswettbewerbs Stadtteilschule Leuschnerstraße“ wurde Ende 2022 das Münchener Architektenbüro Auer Weber Assoziierte GmbH mit dem ersten Platz ausgezeichnet und mit der Flächenplanung beauftragt. Die Baupläne wurden seitdem überarbeitet und liegen jetzt in aktualisierter Version vor.

Schulsenator Ties Rabe: „Mit der neuen Stadtteilschule bieten wir viel Platz für die steigenden Schülerzahlen in Bergedorf und Lohbrügge. Die neue Stadtteilschule in der Leuschnerstraße soll sich mit Rücksicht auf die benachbarte Grundschule und die denkmalgeschützte Sporthalle harmonisch ins Gesamtbild einfügen. Die neue Stadtteilschule wird fünfzügig mit einer bis zu dreizügigen Oberstufe geplant und bietet bis zu 880 Schülerinnen und Schülern hervorragende Lernbedingungen. Rund 80 Pädagoginnen und Pädagogen werden an der Schule arbeiten. Besonders freut mich, dass die neue Stadtteilschule mit der benachbarten Grundschule zu einer gemeinsamen Schulgemeinschaft zusammenwächst. Die Schülerinnen und Schüler können so ohne Wechsel und Brüche von der Vorschule bis zum Abitur an ihrer Schule bleiben.“

Senator Rabe weiter: „Der Siegerentwurf zeigt dabei in beeindruckender Weise, wie Schulen zu attraktiven Lebens- und Lernorten werden: Mit vielseitig nutzbaren offenen pädagogischen Lernflächen und modernen Sportangeboten, aber auch mit zahlreichen grünen Erholungs- und Rückzugsräumen sowie abwechslungsreichen Ganztagsangeboten. Gemeinsam mit der angrenzenden Grundschule entsteht hier ein einladender Schulcampus, an dem die Schülerinnen und Schüler von der Vorschule bis zum Abitur gut miteinander lernen und sich persönlich weiterentwickeln können. Herrn Lutter als Gründungsschulleiter wünsche ich hierbei von Herzen alles Gute und viel Erfolg!“

Jan Schneck, Vertreter der Geschäftsführung SBH | Schulbau Hamburg: „Der Wettbewerbsentwurf bildet eine gute Grundlage für die weitere Planung. Inzwischen wurde die Planung der Stadtteilschule Leuschnerstraße nach den Überarbeitungsempfehlungen der Wettbewerbsjury und den Empfehlungen der Schule angepasst und optimiert. Auch für zukünftige Entwicklungen ist vorgesorgt: Die Grundrissstruktur der Schule wird flexibel aufkommende Änderungen reagieren können.“

Mit einer Grundfläche von 9.500 m² wird der gesamte Gebäudekomplex ausreichend Platz für allgemeine Unterrichts-, Fach- und Verwaltungsräume, Lehrer- und Gemeinschaftsflächen sowie für eine Mensa und eine Schul- und Vitalküche bieten. Die angefügte Dreifeld-Sporthalle ist mit einer Fläche von 1.760 m² geplant.

Die Stadtteilschule wird aus drei quadratischen Gebäuden bestehen. Alle Gebäude sollen eine unterschiedliche Höhe aufweisen und unter anderem durch die eingegliederten „Grünen Klassenzimmer“ viele freie Lernlandschaften schaffen. Der erste Gebäudeblock wird zur Leuschnerstraße zugewandt sein und im ersten Obergeschoss die Jahrgangsstufen 5, 6 und 7 sowie freie Lernlandschaften unterbringen. Der zweite Gebäudewürfel wird dem Schulhof zugewandt und hauptsächlich für Fachräume vorbehalten sein. Der dritte Kubus nimmt geschossweise weitere Jahrgangsstufen auf. Im Erdgeschoss dieses Gebäudes befinden sich außerdem die handwerklichen Fachräume wie eine (Fahrrad-)Werkstatt, ein Textil-Bereich und die Kunst-, Musik- und Theaterräume. Darüber hinaus wird aus dem dritten Gebäudewürfel ein interner Zugang in die im Westen liegende Dreifeld-Sporthalle führen.

Alle Gebäudekomplexe – das Schulgebäude mit den drei Gebäudeblöcken und die Dreifeld-Sporthalle – entsprechen den aktuellen Ansprüchen der Nachhaltigkeit, Ökologie und Barrierefreiheit. Für den Bau werden hochwertige und langlebige Materialien verwendet. Außerdem wird eine Photovoltaik-Anlage auf den Gebäuden angebracht und die Dächer werden begrünt sein. Wie alle schulischen Neubauten wird der energiesparende Standard EG 40 erreicht.

Die Freianlagen für eine „bewegte Schule“

Die Planungen der Freianlagen mit ca. 5.000 m² Sportfläche wurden in einem separaten Wettbewerbsverfahren vergeben. Das Gelände soll Sportflächen, einen Pausenhof, einen Parkplatz und Fahrradstellplätze enthalten. Ein Ziel soll sein, dass die Außenanlage gemeinsam von Grundschule und neuer Stadtteilschule genutzt werden kann, um so einen gemeinsamen Campus zu schaffen. Das Außengelände wird ebenso wie die neuen Gebäude ebenerdig und barrierefrei gebaut. Das Motto „bewegte Stadtteilschule“ steht bei diesem Projekt im Vordergrund und der Schulalltag wird sich weg von der klassischen Sitzschule hin zu einem bewegten Ablauf orientieren.

Thomas Lutter, Gründungsschulleiter: „Mit dem Bau der neuen Stadtteilschule und der Bildung einer Langform gemeinsam mit der bestehenden Grundschule, haben wir als erste Schule in Bergedorf-Lohbrügge die Möglichkeit, eine Schule für alle von der Vorschule bis zum Abitur anzubieten. Die Schlüsselkompetenzen Kommunikation, Kollaboration, Kreativität und kritisches Denken stehen hier im Vordergrund. Der Schwerpunkt „Bewegte Schule“ – das heißt Lernen mit, durch und in Bewegung – und die offen gestalteten Lernflächen bereiten die Schülerinnen und Schüler auf das lebenslange Lernen in einer zunehmend digitalisierten Gesellschaft vor. Die besondere Lage im Herzen von Bergedorf ermöglicht eine intensive Vernetzung und Zusammenarbeit im Stadtteil.“

Das Nutzungskonzept 

Die Grundschule und die neue Stadtteilschule sollen in Nutzung und Funktion autonom sein, trotzdem soll die Zusammenlegung einen gemeinsamen Campus bilden. Dabei werden die Gemeinschafts- und Ganztagesflächen das Zentrum der neuen Stadtteilschule bilden. Die Sporthallenflächen sollen auch außerhalb des Schulbetriebs dem Stadtteil zur Verfügung stehen und so die Schule nach außen hin öffnen.​​​​​