Interkultureller Dialog

Scholz beim 19. Deutsch-Französischen Ministerrat in Paris

13. Juli 2017 Pressemitteilung

Hamburgs Erster Bürgermeister Olaf Scholz ist heute auf Einladung von Bundeskanzlerin Angela Merkel und Staatspräsident Emmanuel Macron zum 19. Deutsch-Französischen Ministerrat nach Paris, Frankreich, gereist. Er nimmt in seiner Eigenschaft als Bevollmächtigter der Bundesrepublik Deutschland für Kulturelle Angelegenheiten im Rahmen des Vertrages über die Deutsch-Französische Zusammenarbeit an der Sitzung teil.

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Bundesregierung / Guido Bergmann

In Paris besuchte er zunächst ein Projekt im Rahmen des Programms „Diversität und Partizipation“ des Deutsch-Französischen Jugendwerks. Gemeinsam mit Bundeskanzlerin Merkel, Präsident Macron und Erziehungsminister Jean-Michel Blanquer führte er Gespräche mit deutschen und französischen Jugendlichen unterschiedlicher Bildungshintergründe. Es ging um die Themen, die auch auf der Tagesordnung des deutsch-französischen Ministerrates stehen: Förderung der Mobilität, Erlernen der Partnersprache, Schule und Ausbildung und die gesellschaftliche Einbindung in Europa.

In seiner Amtszeit setzt sich Scholz vor allem für das Erlernen der jeweiligen Partnersprache und einer Steigerung der Mobilität in Schule, Ausbildung und Beruf ein. Möglichst viele deutsche und französische Schülerinnen und Schülern sowie Auszubildende und Studenten sollen die Möglichkeit erhalten, durch einen Aufenthalt im Partnerland ihre Sprachkenntnisse zu verbessern und interkulturelle Kompetenzen aufzubauen. Es sollen mehr Kinder und Jugendliche in Deutschland Französisch lernen. Scholz wirbt dafür, das Angebot von Französisch als Fremdsprache an deutschen Schulen weiter auszubauen und so die Zahl der Französisch-Lernenden in Deutschland zu erhöhen.

Dabei handelt es sich um Projekte des Deutsch-Französischen Jugendwerkes wie „FranceMobil“ und „mobiklasse.de“, die Sprachlernplattform für Auszubildende „Parkur“, die deutsch-französische Mediathek „Educ’ARTE“, die deutsch-französische Vermittlungs-Plattform für Praktikumsplätze in Unternehmen „Ecoles-Entreprises“ (www.ee-francoallemand.com), um nur einige Beispiele der Kooperationsprogramme zu nennen, die helfen das Ziel zu erreichen.

In einem bilateralen Gespräch mit dem französischen Erziehungsminister Blanquer betonte der Bevollmächtigte, dass die Förderung von Deutsch bzw. Französisch und von Mobilität wichtige Instrumente seien, um einen uneingeschränkten Zugang zum deutsch-französischen Arbeitsmarkt und zu hochqualifizierten Jobs zu erhalten.

Darüber hinaus trügen gute Sprachkenntnisse und interkulturelle Kompetenzen dazu bei, das Verständnis und den Austausch zwischen Franzosen und Deutschen zu fördern und den Jugendlichen europäische Werte zu vermitteln.

Im Rahmen eines gemeinsamen Mittagessens fand die Plenarsitzung des Deutsch-Französischen Ministerrates unter Vorsitz von Bundeskanzlerin Merkel und des französischen Präsidenten Macron statt. Frankreich und Deutschland möchten in ihrer Bildungskooperation neue Impulse setzen. Oberste Priorität hat nach wie vor das Erlernen der jeweiligen Partnersprache, um junge Menschen für die gemeinsamen Werte dieser Zusammenarbeit und die Möglichkeiten, die sie bietet, zu sensibilisieren Frankreich möchte dazu beispielsweise die Anzahl der deutsch-französischen Schulpartnerschaften bis zum Jahre 2020 um 10% erhöhen. Deutschland möchte Französisch als Fremdsprache in allen Bildungsbereichen verankern und soweit möglich, die Lernerzahlen ausbauen. Zudem möchte Deutschland über strategische Partnerschaften zwischen den Bundesländern und den französischen Akademien erreichen, dass Mobilitätsprogramme für alle jungen Deutschen und Franzosen zugänglich sind.

Scholz ist seit 2015 als Bevollmächtigter protokollarisch einem Bundesminister gleichgestellt. Er vertritt die deutschen Länder vor allem in den Bereichen Bildung, Medien und Kultur. Damit hat die französische Regierung einen Ansprechpartner statt zahlreicher einzelner Minister der Länder. Zudem koordiniert der Bevollmächtigte die Länderauffassungen mit den außenpolitischen Belangen des Bundes im Bereich der kulturellen auswärtigen Beziehungen zu Frankreich.

Rückfragen:

Simone Ollesch, Pressestelle des Senats
Tel.: 040 / 428 31 - 21 55
E-Mail: simone.ollesch@sk.hamburg.de

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