60 Jahre Élysée-Vertrag

Bundesratspräsident Tschentscher zu Gast bei Festakt in Paris

20. Januar 2023 Pressemitteilung

Bundesratspräsident Dr. Peter Tschentscher nimmt am Sonntag, den 22. Januar 2023, auf Einladung der Präsidentin der französischen Nationalversammlung, Yaël Braun-Pivet, am Festakt zum 60. Jahrestag des Élysée-Vertrags teil. Am Abend trifft er den Präsidenten des französischen Senats, Gérard Larcher.

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Auf der Festveranstaltung im Amphitheater der Sorbonne-Universität halten die Präsidentin der Assemblée Nationale, Yaël Braun-Pivet, und Bundestagspräsidentin Bärbel Bas die Eröffnungsansprachen. Im Anschluss ergreifen Bundeskanzler Olaf Scholz und der französische Staatspräsident Emmanuel Macron das Wort. Die Zeremonie endet mit den Nationalhymnen von Frankreich und Deutschland.

Festakt zu 60 Jahren Elysee Vertrag
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Bundesratspräsident Dr. Peter Tschentscher: „Mit dem Élysée-Vertrag von 1963 begann ein neues Kapitel in der Geschichte Deutschlands und Frankreichs. Er ist das Fundament für eine Zusammenarbeit, aus der in 60 Jahren eine tiefe Verbundenheit entstanden ist. Heute sind Deutschland und Frankreich starke Partner, die in wichtigen Zukunftsfragen zusammenarbeiten. Der zivilgesellschaftliche Austausch in vielen Bereichen prägt die Freundschaft zwischen den Menschen beider Länder. Der Deutsche Bundesrat und der Senat Frankreichs pflegen gute parlamentarische Beziehungen und kooperieren seit fast 30 Jahren in einer Freundschaftsgruppe. Deutschland und Frankreich sind das Zentrum und eine wichtige Kraft der europäischen Einigung.“ 

Jahrhundertvertrag

Der Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit – kurz Élysée-Vertrag – wurde am 22. Januar 1963 von Staatspräsident Charles de Gaulle und Bundeskanzler Konrad Adenauer im Pariser Élysée-Palast unterzeichnet. Er gilt als Meilenstein in der deutsch-französischen Verständigungspolitik nach dem Zweiten Weltkrieg und wird noch heute allgemein als Jahrhundertvertrag bezeichnet. Nach schrecklichen Kriegen und einer unversöhnlichen Konkurrenz, die sogar als Erbfeindschaft bezeichnet wurde, begründete der Vertrag die heutige intensive deutsch-französische Freundschaft. Am 56. Jahrestag des Élysée-Vertrags haben Deutschland und Frankreich in Aachen den Vertrag über die deutsch-französische Zusammenarbeit geschlossen, der eine Fortschreibung des Élysée-Vertrags darstellt und ihn inhaltlich erweitert.

Bundesratspräsident Dr. Peter Tschentscher: „Mit dem Vertrag von Aachen haben Deutschland und Frankreich den Élysée-Vertrag fortgeschrieben und sich verpflichtet, gemeinsam für ein geeintes Europa, für globalen Klimaschutz, für Frieden und Sicherheit sowie für den Austausch in Kultur und Bildung einzutreten. In diesem Geist kooperiert die Freie und Hansestadt Hamburg mit unserer Partnerstadt Marseille, mit Paris, Toulouse, Nantes und weiteren Städten in Frankreich. Internationale Metropolen können die zentralen Aufgaben des 21. Jahrhunderts gemeinsam besser bewältigen und dadurch neue Horizonte öffnen.“

Tschentscher beim Gespräch mit dem französischen Senatspräsident
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Enge Freundschaft zwischen Bundesrat und Senat

Zur weiteren Vertiefung der freundschaftlichen Beziehungen beider Staaten gründete der Bundesrat am 6. Dezember 1995 die Deutsch-Französische Freundschaftsgruppe mit dem französischen Senat. Diese widmet sich in regelmäßigen jährlichen Treffen aktuellen Themen mit Frankreich- bzw. Deutschlandbezug. Ziel ist dabei insbesondere der Austausch von Erfahrungen und Informationen über Aufgaben, Funktion und Wirkungsweise beider Staatsorgane sowie die Erörterung von aktuellen, das bilaterale Verhältnis betreffenden Fragen. Vorsitzende sind Senator Ronan Le Gleut und die Ministerpräsidentin des Saarlandes Anke Rehlinger.

Zusammenarbeit zwischen Hamburg und Frankreich

Die Freie und Hansestadt Hamburg pflegt intensive freundschaftliche Beziehungen zu Frankreich. Bereits 1579 wurde in Hamburg eine konsularische Vertretung gegründet. Um die Annäherung beider Staaten nach dem Zweiten Weltkrieg zu fördern, schlossen Hamburg und Marseille im Jahr 1958 eine Städtepartnerschaft. Von 2015 bis 2018 hatte Hamburg das Mandat des Bevollmächtigten für deutsch-französische kulturelle Angelegenheiten inne, das im Rahmen des Élysée-Vertrags geschaffen wurde. In dieser Funktion reiste Bürgermeister Tschentscher 2018 nach Paris und Toulouse. Ein Schwerpunkt der Hamburger Mandatszeit lag in der Stärkung der deutsch-französischen Berufsbildungskooperation.

Der Festakt zum 60-jährigen Jubiläum des Élysée-Vertrags wird ab 11 Uhr live auf www.bundestag.de und der Internetseite der französischen Nationalversammlung übertragen.

Rückfragen der Medien

Pressestelle des Senats
Telefon: 040 42831 2242
E-Mail: pressestelle@sk.hamburg.de

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