Angela Merkel hat als Bundeskanzlerin die jüngere Entwicklung Deutschlands entscheidend geprägt. Auch international genießt sie hohe Anerkennung. Merkel übernahm eine zentrale Rolle in der Bewältigung der europäischen Schuldenkrise in den 2010er Jahren. Während der Flüchtlingsbewegungen ab 2015 gab sie wichtige Impulse für gemeinsame europäische Lösungen und humanitäre Verantwortung. Als pragmatische Vermittlerin zwischen unterschiedlichen Interessen der Mitgliedstaaten trug sie entscheidend dazu bei, die EU handlungsfähig und zusammenzuhalten. Auch die erste Präsidentschaft von Donald Trump fiel in ihre Amtszeit.
António Costa ist seit dem 1. Dezember 2024 Präsident des Europäischen Rates. Er leitet die Tagungen des Europäischen Rates und gibt die politische Richtung für die Arbeit der Staats- und Regierungschefs der EU-27 vor. Seit Beginn seiner Amtszeit hat Präsident Costa starke Impulse für eine autonomere EU gegeben, insbesondere für die europäische Verteidigungsfähigkeit und die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit. Zugleich arbeitet er eng mit internationalen Partnern zusammen, um wirtschaftlichen Wohlstand, Frieden, Sicherheit sowie eine faire und regelbasierte internationale Ordnung zu fördern. Als Ministerpräsident Portugals (2015-2024) und Bürgermeister von Lissabon (2007-2015) prägte Costa die Politik auf regionaler, nationaler und europäischer Ebene.
Hintergrund
Durch die Freihandelsabkommen mit den MERCOSUR-Staaten sowie mit Indien kann die Europäische Union ihre weltweiten Wirtschaftsbeziehungen entscheidend ausbauen, einseitige wirtschaftliche Abhängigkeiten verringern und dadurch ihre Resilienz stärken. Mit 450 Millionen Einwohnerinnen und Einwohnern und hoch entwickelten Märkten ist die EU eine wirtschaftliche Supermacht. Als internationale Handelsstadt, bedeutender Industriestandort und Zentrum für Wissenschaft und Forschung trägt Hamburg in besonderem Maße zu einer starken Europäischen Union bei. Das Matthiae Mahl 2026 soll einen Impuls setzen in der Diskussion über ein modernes und geeintes Europa, das sich geopolitisch und wirtschaftlich einem zunehmenden Druck der Weltmächte gegenübersieht.
Über das Matthiae Mahl
Das Matthiae Mahl ist seit 1356 historisch belegt und damit das älteste noch begangene Festmahl der Welt. Der Senat lädt traditionell rund 400 Repräsentanten aus Politik, Wirtschaft, Wissenschaft und Kultur sowie das gesamte Konsularische Korps ein. Ein ausländischer und ein deutscher Ehrengast sprechen neben dem Ersten Bürgermeister der Freien und Hansestadt Hamburg zu den Gästen.
Eindrücke und Informationen über das Matthiae Mahl finden Sie auch im Internet unter http://www.hamburg.de/matthiae-mahl.
Akkreditierungsverfahren
Die Akkreditierung für Medien wird etwa zwei Wochen vor dem Matthiae Mahl geöffnet. Informationen hierzu werden über den Presseverteiler des Senats verschickt. Die Jahresakkreditierung für das Rathaus gilt nicht.
Rückfragen der Medien
Pressestelle des Senats
Telefon: 040 42831 2242
E-Mail: pressestelle@sk.hamburg.de