Bei der Stele handelt es sich um einen Prototyp, der in enger Zusammenarbeit mit der Zivilgesellschaft sowie Akteuren aus dem Stadtteil Jenfeld, beispielsweise der Stadtteilkonferenz oder dem Integrations- und Inklusionsbeirat von Wandsbek entwickelt wurde. Ziel ist es, insbesondere marginalisierten Bevölkerungsgruppen Zugang zu wichtigen mobilitäts- und stadtteilbezogenen Informationen zu ermöglichen. Dabei bündelt die Stele etablierte Dienste der Stadt und stellt diese transparent sowie niedrigschwellig zur Verfügung.
Dazu zählen unter anderem auf einer Umgebungskarte zur Verfügung gestellte Standortinformationen zu Parks, Spielplätzen, kulturellen Einrichtungen und weiteren Angeboten im Quartier. Darüber hinaus zeigt die Stele in Echtzeit die aktuellen Abfahrtszeiten von Bussen und Bahnen des HVV an. Ein besonderes Merkmal ist der „Melde-Michel“, über den Schäden an der öffentlichen Infrastruktur online gemeldet werden können, zum Beispiel, wenn eine Straßenbeleuchtung nicht funktioniert oder im Park eine Bank kaputt ist. Ergänzend werden aktuelle Veranstaltungen in der Umgebung angezeigt, um die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben im Stadtteil zu fördern. Weitere Funktionen sind bereits in Planung.
Christian Pfromm, Chief Digital Officer der Freien und Hansestadt Hamburg: „Mit der digitalen Informationsstele in Jenfeld setzt Hamburg ein starkes Zeichen für eine bürgernahe und transparente Nutzung städtischer Daten zum Wohle der Allgemeinheit. Sie ist nicht nur ein technisches Hilfsmittel, sondern ein Symbol für die erfolgreiche Zusammenarbeit zwischen Stadtverwaltung, Zivilgesellschaft und lokalen Akteuren. Sie ermöglicht es allen Bürgerinnen und Bürgern, aktiv am städtischen Leben teilzunehmen. Wir freuen uns darauf, dieses innovative Projekt weiter auszubauen, um Hamburg noch lebenswerter und vernetzter zu machen.“
Hannes Hasenpatt, Körber-Stiftung, Programmleiter Demokratie: „Die partizipative Gestaltung der Stele zeigt, wie umfassende Zusammenarbeit und innovative Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern praxisnah digitale Lösungen hervorbringen können. Gemeinsam wurden Anforderungen erhoben, digitale Partizipationsmöglichkeiten entwickelt und ein erster Prototyp erfolgreich realisiert – ein wichtiger Schritt für die Stärkung des Dialogs mit der Gemeinschaft. Wir freuen uns daher, gemeinsam mit der Senatskanzlei den finalen Schritt der Selbstverpflichtung erreicht zu haben und unterstützen gerne dabei, die Bekanntheit und Nutzung der Stele in Jenfeld und darüber hinaus zu fördern.“
Hintergrund
Die Freie und Hansestadt Hamburg ist seit Frühjahr 2022 Mitglied des OGP Local Netzwerks. Dieses zielt darauf ab, Politik und Verwaltung weltweit offener, inklusiver und partizipativer zu gestalten. Der Hamburger Aktionsplan legt einen Schwerpunkt auf datengeleitete Entscheidungsfindung und Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern. In den vergangenen drei Jahren hat Hamburg, gemeinsam mit der Körber-Stiftung und zahlreichen weiteren Partnerinnen, den im November 2022 verabschiedeten Aktionsplan konsequent umgesetzt.
Mehr Informationen über Hamburgs Teilnahme an OGP Local, den Aktionsplan und die Selbstverpflichtungen finden Sie hier.
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