Grenzen verlaufen auf Karten – Zusammenarbeit entsteht in Datenräumen. Unter diesem Motto treffen sich am 3. Juni 2026 Vertreterinnen und Vertreter Freien und Hansestadt Hamburg, des Freistaates Sachsen und der Stadt Prag zum ersten Czech-German Geospatial Meeting. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Digitale Zwillinge als Schlüsseltechnologie die grenzüberschreitende Zusammenarbeit stärken und innovative, resiliente sowie nachhaltige Räume in Europa fördern können.
Die gemeinsame Veranstaltung im Verbindungsbüro des Freistaates Sachsen in Prag unterstreicht die wachsende Bedeutung moderner Geoinformationstechnologien für die Stadt- und Regionalentwicklung. Digitale Zwillinge – also digitale Abbilder von Städten und Regionen – schaffen die Grundlage für datenbasierte Entscheidungen und neue Impulse für intelligente Städte und Regionen.
Jan Pörksen, Chef der Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg: „Mit dem Digitalen Zwilling Hamburg schaffen wir echte Mehrwerte für die Stadtgesellschaft: Planungen werden schneller, transparenter und nachvollziehbarer – etwa bei neuen Wohngebieten oder gezieltem Klimaschutz. Bürgerinnen und Bürger profitieren von besseren Informationen und mehr Beteiligungsmöglichkeiten. Der internationale Austausch, wie hier in Prag, hilft uns, gemeinsam innovative Lösungen für lebenswerte Städte zu entwickeln.“
Thomas Eichhorn, Geschäftsführer Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung Hamburg: „Die Entwicklung Urbaner Digitaler Zwillinge ist für Hamburg ein zentrales Zukunftsprojekt, die Urban Data Platform bildet dafür die entscheidende Grundlage. Wir setzen auf offene Daten, innovative Technologien und die enge Zusammenarbeit innerhalb der Stadt und mit Partnern wie Sachsen und Prag. Unser Ziel ist es, konkrete Mehrwerte für die Verwaltung und die Stadt zu schaffen. Die europäische Vernetzung ist dabei ein entscheidender Erfolgsfaktor.“
Das Programm des Czech-German Geospatial Meeting umfasst fachliche Impulse zu aktuellen Entwicklungen, eine internationale Podiumsdiskussion zu Best Practices sowie den Austausch zu notwendigen europäischen Standards, damit technische Innovationen grenzübergreifend nutzbar werden. Ziel der Veranstaltung ist es, bestehende Partnerschaften zu festigen, neue Kooperationen anzustoßen und die europäische Dimension digitaler Innovationen im Bereich Geoinformation und Digitale Zwillinge sichtbar zu machen.
Hintergrund
Urbane Digitale Zwillinge gelten als Schlüsseltechnologie für die Entwicklung intelligenter, nachhaltiger und resilienter Städte und Regionen. Sie ermöglichen es, Daten aus unterschiedlichen Quellen zu verknüpfen, komplexe Prozesse zu simulieren und so bessere Entscheidungen zu treffen, zum Beispiel beim Hochwasserschutz oder der Infrastrukturplanung. Diese Entscheidungen beeinflussen die zukünftige Gestaltung unserer Städte.
Der Digitale Zwilling Hamburg ist das Dach für die gesamtstädtische Weiterentwicklung und Nutzung Urbaner Digitaler Zwillinge in Hamburg durch die Verwaltung und weitere Akteure der Stadtgesellschaft. Strategie und Koordination liegen beim neu gegründeten Zentrum Digitaler Zwilling im Amt IT und Digitalisierung der Senatskanzlei, die technische Federführung beim Landesbetrieb Geoinformation und Vermessung.
Rückfragen der Medien
Senatskanzlei, Amt für IT & Digitalisierung
Zentrum Digitaler Zwilling
Dr. Nora Reinecke
E-Mail: digitalerzwilling@sk.hamburg.de