Hamburg macht’s vor

EU-Projekt FairFuture startet auf der Veddel

24. Oktober 2025 Pressemitteilung

Diese Woche ist in Hamburg der Startschuss für das neue EU-Projekt „FairFuture“ gefallen. Bei einem Kick-Off-Meeting im Rathaus am 21. Oktober kamen Projektpartnerinnen und -partner aus Hamburg sowie aus zehn europäischen Ländern zusammen, um die Planung der nächsten Monate festzulegen. Zudem stand ein Besuch am Pilotstandort im Stadtteil Veddel auf dem Programm. Insgesamt erhält Hamburg rund 870.000 Euro Förderung aus dem EU-Rahmenprogramm „Horizont Europa“, um in den nächsten vier Jahren Maßnahmen für eine sozial gerechte Klimafolgenanpassung zu erproben.

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Das EU-Projekt FairFuture widmet sich der Klimafolgeanpassung. Es entwickelt und testet inklusive Maßnahmen gegen die Auswirkungen des Klimawandels, die zugleich soziale Ungleichheiten abbauen sollen. Im Zentrum steht das Konzept der „gerechten Resilienz“: Klimafolgeanpassung, die nicht nur wirksam ist, sondern auch zu einer Verbesserung sozialer Strukturen führt. In sogenannten Resilienz-Aktionslaboren erarbeiten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Fachleuten vor Ort praktische Lösungen, testen diese und entwickeln sie weiter.

Liv Assmann, Staatsrätin und Bevollmächtigte der Freien und Hansestadt Hamburg beim Bund, der europäischen Union und für auswärtige Angelegenheiten: „Im EU-Projekt FairFuture zeigt Hamburg, wie europäische Städte gemeinsam innovative und sozial gerechte Klimaanpassungsmaßnahmen entwickeln, um Bürgerinnen und Bürger in großen Städten vor steigenden Temperaturen und Hitzewellen zu schützen. Dabei stärken wir gezielt die Resilienz auf der Veddel, die sich im Kern durch eine dichte Wohnbebauung auszeichnet. Hamburg schafft damit nachhaltige und lebenswerte Lösungen, die als Modell für andere Städte dienen können.“

Veddel als Pilotstandort: Herausforderungen anpacken, Chancen nutzen

Der Hamburger Stadtteil Veddel – eine Flussinsel mit rund 4.700 Einwohnerinnen und Einwohnern – steht exemplarisch für die Herausforderungen urbaner Klimaanpassung, insbesondere dem Aufheizen von Städten in den Sommermonaten. Vor Ort sollen unter anderem sogenannte „coole Oasen“ entstehen, als klimatisierte Rückzugsorte in Kirchen oder Gemeinschaftsräumen, die an heißen Tagen Schutz bieten – und so gleichzeitig zu lebendigen Begegnungsstätten werden. Weiterhin soll vor Ort die Entstehung nachbarschaftlicher Netzwerke unterstützt werden mit dem Ziel, besonders gefährdeten Menschen während Hitzeperioden zu helfen – durch Besuche, Alltagshilfe und wichtige Informationen.

Hamburg macht’s vor: effektiv und fair gegen den Klimawandel

Hamburg hat eine Vorreiterrolle und übernimmt im Projekt die Koordinierung des Erfahrungsaustausches zwischen den beteiligten europäischen Städten und Regionen. FairFuture vereint zehn europäische Länder: Deutschland, Finnland, Frankreich, Griechenland, Italien, Kroatien, die Niederlande, Portugal, Spanien und die Ukraine.

Das EU-Rahmenprogramm „Horizont Europa“ fördert FairFuture mit rund 7,4 Millionen Euro, davon fließen rund 870.000 Euro nach Hamburg. 

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