Klimaresilienz im Gesundheitswesen stärken

EU-Projekt MOUNTADAPT unterstützt die Entwicklung resilienter Gesundheitsstrukturen in Hamburg

03. Juli 2026 Pressemitteilung

Hitzeperioden, Extremwetterereignisse und andere klimabedingte Belastungen stellen Gesundheitssysteme zunehmend vor Herausforderungen. Um diese Herausforderungen frühzeitig anzugehen, beteiligt sich die Freie und Hansestadt Hamburg über die Senatskanzlei am europäischen Horizon-Europe-Projekt MOUNTADAPT. Gemeinsam mit 27 Partnerinnen und Partnern aus mehreren europäischen Ländern entwickelt das Projekt Strategien, um Gesundheitssysteme widerstandsfähiger gegenüber den Folgen des Klimawandels sowie anderen Krisen- und Belastungssituationen zu machen.

  • Senatskanzlei

Von Extremwetterereignissen sind besonders vulnerable Bevölkerungsgruppen betroffen, darunter ältere Menschen und chronisch Erkrankte, aber ebenso die Beschäftigten im Gesundheitswesen selbst. Pflegekräfte, Krankenhauspersonal, Mitarbeitende in Arztpraxen, Rettungsdiensten und weiteren Gesundheitseinrichtungen sind immer häufiger klimabedingten Belastungen ausgesetzt. Diese können ihre Gesundheit, ihre Arbeitsfähigkeit und damit auch die Qualität der Versorgung beeinträchtigen. Gleichzeitig muss das Gesundheitswesen eine Schlüsselrolle übernehmen und die medizinische Versorgung der Bevölkerung auch unter erschwerten klimatischen Bedingungen zuverlässig sicherstellen. In Hamburg weist bereits der Hamburger Hitzeaktionsplan auf diese Risiken hin. 

Im Fokus des Projekts MOUNTADAPT stehen daher zentrale Fragen der Vorsorge und Krisenvorbereitung: Wie können Gesundheitssysteme besser auf zukünftige Belastungen reagieren? Wie lassen sich besonders gefährdete Bevölkerungsgruppen wirksam schützen? Und wie können leistungsfähige Gesundheitsstrukturen langfristig gesichert werden?

Hamburg bringt seine Erfahrungen aktiv in ein europaweites Netzwerk aus öffentlichen Institutionen, Forschungseinrichtungen und Akteurinnen und Akteuren des Gesundheitswesens ein. Gleichzeitig profitiert Hamburg vom Austausch mit anderen Regionen und gewinnt wertvolle Erkenntnisse für die Weiterentwicklung eigener Maßnahmen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Zusammenarbeit von Gesundheitswesen, Wissenschaft, Verwaltung und weiteren relevanten Partnern. Ziel ist es, bestehende Stärken sichtbar zu machen, Wissen zu bündeln und gemeinsam praxisnahe Lösungen für ein resilientes Gesundheitswesen zu entwickeln.

Im Rahmen der Replikationsphase sucht Hamburg daher den Austausch mit weiteren Einrichtungen und Akteurinnen und Akteuren aus dem Gesundheitswesen, der Wissenschaft, der Verwaltung sowie der Zivilgesellschaft. Ziel ist es, bestehende Netzwerke zu stärken, neue Kooperationen aufzubauen und gemeinsam innovative Ansätze zur Stärkung der Klimaresilienz im Gesundheitswesen in Hamburg zu entwickeln. Die Beteiligung weiterer interessierter Partnerinnen und Partner kann dazu beitragen, die Sichtbarkeit des Projekts zu erhöhen und die entwickelten Lösungsansätze nachhaltig in Hamburg zu verankern.

Die Beteiligung an MOUNTADAPT ergänzt die bestehenden Aktivitäten Hamburgs im Bereich Klima und Gesundheit und leistet einen Beitrag dazu, die Gesundheitsversorgung auch unter sich verändernden klimatischen Bedingungen langfristig leistungsfähig und zukunftsfest zu gestalten.

Das MOUNTADAPT-Projekt befindet sich derzeit in der Aufbau- und Replikationsphase. Im Mittelpunkt stehen aktuell der Aufbau weiterer Kooperationen sowie die Vorbereitung konkreter Replikationsaktivitäten gemeinsam mit interessierten Partnerinnen und Partnern in Hamburg.

MOUNTADAPT ist Teil von Horizon Europe, dem Forschungs- und Innovationsprogramm der Europäischen Union.

Weitere Informationen zum Projekt: mountadapt.eu.

Rückfragen der Medien
Pressestelle des Senats
Telefon: 040 428831 2242
E-Mail: pressestelle@sk.hamburg.de

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