Aktionsplan

Hamburg baut sein Engagement für eine offene und transparente Verwaltung weiter aus

02. Juni 2026 Pressemitteilung

Die Freie und Hansestadt startet in die neue Programmphase von Open Government Partnership (OGP) Local. Im Fokus des neuen Aktionsplans steht die Entwicklung sowie Umsetzung einer gesamtstädtischen Nachhaltigkeitsstrategie auf Basis der 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN). Gemeinsam mit dem zivilgesellschaftlichen Kooperationspartner „Nachhaltigkeitsforum Hamburg“ (NFH) und dem wissenschaftlichen Partner Universität Hamburg sollen innovative Lösungen für zentrale Zukunftsfragen entwickelt und die Prinzipien von Transparenz, Beteiligung und Zusammenarbeit weiter in der Hamburger Verwaltung und Politik verankert werden. Seit 2022 hat die Stadt die Partnerschaft genutzt, um damit unter anderem ein Projekt im Bereich der Mobilität umzusetzen.

  • Senatskanzlei

Der neu veröffentlichte Aktionsplan bildet den Kern der OGP-Mitgliedschaft und skizziert eine strategische Vision für offenes Verwaltungshandeln bis 2029.

Im Mittelpunkt steht die Begleitung der Entwicklung und Umsetzung der Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie durch den OGP-Local-Aktionsplan. Eine wichtige Rolle spielt dabei auch die Hamburg Sustainability Week als offener Möglichkeitsraum und Dach für innovative Formate, in denen Co-Creation, Beteiligung und gemeinsames Lernen erprobt und weiterentwickelt werden können. Außerdem sind neue Formate in Planung, um junge Menschen an der Erreichung der Hamburger Nachhaltigkeitsziele zu beteiligen. Ein erstes Format soll im Herbst 2026 pilotiert werden.

Aufbauend auf der digitalen Infrastruktur Hamburgs und KI-gestützten Analysewerkzeugen sollen aus Daten konkrete Handlungsgrundlagen für Politik und Verwaltung entstehen. Ziel ist es, Fortschritte bei den Sustainable Development Goals (SDGs) messbar zu machen und strategisch umzusetzen, um evidenzbasierte Governance und datengestützte Nachhaltigkeit voranzutreiben.

Katharina Fegebank, Senatorin für Klima, Umwelt, Energie und Agrarwirtschaft: „Die Hamburger Nachhaltigkeitsstrategie ist der gemeinsame strategische Rahmen für die nachhaltige Entwicklung in unserer Stadt. Klar ist aber auch: Eine solche Strategie lebt vom Mitmachen. Genau hier setzt OGP Local an – ein weltweites Netzwerk, das sich für ein offenes, transparentes Verwaltungshandeln und Bürgerbeteiligung starkmacht. Mit unserer Mitgliedschaft in diesem Bündnis setzen wir deshalb ganz bewusst auf Offenheit, echte Beteiligung und konkrete Zusammenarbeit. Wir haben bereits neue Räume für Austausch und gemeinsames Lernen geschaffen, und mit spannenden Workshops für Verwaltung, Wissenschaft und Zivilgesellschaft kommen nun weitere dazu. Der neue OGP Local Aktionsplan unterstreicht unseren Kurs: Wir wollen nachhaltige Entwicklung in Hamburg transparent, kooperativ und praxisorientiert anpacken.“

Christian Pfromm, Chief Digital Officer der Freien und Hansestadt Hamburg: „Transparent verfügbare Daten sowie eine starke IT-Infrastruktur sind entscheidende Bausteine, um die Entwicklung einer gesamtstädtischen, partizipativen Nachhaltigkeitsstrategie voranzutreiben. Digitale Angebote und transparent veröffentlichte Entwicklungen bei der Erreichung von Hamburgs SDG-Zielen schaffen Vertrauen in demokratische Prozesse. Bürgerinnen und Bürger profitieren, indem sie sich gezielt informieren und an Beteiligungsprozessen mitwirken können. Mit der Fortsetzung des Programms OGP Local gehen wir den eingeschlagenen Weg weiter, teilen unsere Erfahrungen im internationalen Kontext und profitieren vom Austausch mit anderen.“ 

Sibylle Duncker, Geschäftsstellenleitung Nachhaltigkeitsforum Hamburg: „Für eine offene Verwaltung muss Hamburg die breite Stadtgesellschaft, Zivilgesellschaft und Wissenschaft konsequent in die Entwicklung und auch Umsetzung der Nachhaltigkeitsstrategie einbeziehen. Denn für echte Nachhaltigkeit benötigen wir alle Hände an Deck. OGP Local ist ein erster Schritt in die richtige Richtung, um Beteiligung zu stärken und Vertrauen in demokratische Prozesse zu fördern.“

Prof. Laura Edinger-Schons, Chief Sustainability Officer der Universität Hamburg: „Die großen Nachhaltigkeitsherausforderungen unserer Zeit lassen sich nur durch neue Formen der Zusammenarbeit zwischen Verwaltung, Wissenschaft, Zivilgesellschaft und Wirtschaft bewältigen. OGP Local bietet die Chance, datenbasierte Governance, Transparenz und echte Partizipation stärker miteinander zu verbinden. Besonders spannend ist aus wissenschaftlicher Perspektive, dass Hamburg hier Nachhaltigkeit und Digitalisierung gemeinsam denkt und damit neue Formen evidenzbasierter und kooperativer Stadtentwicklung erprobt.“

Die Selbstverpflichtung der Freien und Hansestadt Hamburg

Im Rahmen des Aktionsplans (Zeitraum 2026-2029) verpflichtet sich die Freie und Hansestadt Hamburg, Bürgerinnen und Bürger in unterschiedlichen Verfahren für die Nachhaltigkeitsstrategie zu beteiligen. Ziel ist es, vielfältige Perspektiven aus Zivilgesellschaft, Wissenschaft und Verwaltung frühzeitig und kontinuierlich einzubeziehen. Die Beteiligungsformate sollen dazu beitragen, unterschiedliche Erfahrungen, Ideen und Expertise in die weitere Ausgestaltung der Nachhaltigkeitsstrategie einfließen zu lassen. Gleichzeitig wird angestrebt, nachhaltige Entwicklung als gemeinsame gesellschaftliche Aufgabe zu stärken und die Strategie langfristig gesamtgesellschaftlich zu verankern und mitzutragen.

Der Kooperationspartner

Das Nachhaltigkeitsforum Hamburg (NFH) begleitet und unterstützt den Prozess zur Umsetzung der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen in Hamburg. Das NFH ist ein zivilgesellschaftliches Bündnis aus 34 Hamburger Mitgliedsorganisationen. Vertreten sind u. a. BUND, NABU, Handelskammer, Handwerkskammer, Umweltstiftung Michael Otto, Hamburger Sportbund e. V. und viele mehr.

Open Government Partnership

Open Government Partnership ist ein globaler Zusammenschluss aus rund 150 Ländern und etwa 3.000 zivilgesellschaftlichen Organisationen, die für die Pflege und Förderung der Prinzipien transparenter und partizipativer Regierungsführung steht. Das daraus hervorgegangene lokale Netzwerkprogramm OGP Local richtet sich an lokale Regierungsebenen und ist für Kommunen ebenso offen wie für Regionalkörperschaften.

Hamburgs Teilnahme an OGP Local: OGP Local | Open Government Partnership

Hamburg kann bei diesem Aktionsplan auf wichtige Erfahrungen aus der ersten OGP-Teilnahme aufbauen. Von 2022 bis 2025 stand die Verbesserung der Zugänglichkeit und Sichtbarkeit von Mobilitätsdiensten sowie mit dem „Datendialog“ die Förderung von Datenkompetenz in der Gesellschaft im Fokus. Mit der erneuten Teilnahme an OGP Local unterstreicht Hamburg seinen Anspruch, eine Vorreiterrolle im Bereich des offenen Regierungshandelns einzunehmen. 

Weitere Informationen sowie der vollständige Aktionsplan sind hier abrufbar:
Hamburg, Germany | Open Government Partnership
Digitales SDG-Dashboard der Stadt Hamburg 

Rückfragen der Medien
Senatskanzlei, Amt für IT und Digitalisierung
Dr. Svenja Zell
Telefon: 040 42823 2717
E-Mail: svenja.zell@sk.hamburg.de
Internet: www.digital.hamburg.de/ 

Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA)
Pressestelle
Telefon: 040 42840 8006
E-Mail: pressestelle@bukea.hamburg.de
Internet: www.hamburg.de/nachhaltigkeit/

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