Die aktualisierten Planungen gehen von Gesamtbaukosten von 39,69 Millionen Euro aus. Der Bund hatte bereits 2017 zugesagt, sich mit bis zu 18,56 Millionen Euro zu beteiligen. Der Senat hat jetzt beschlossen, dass sich Hamburg, vorbehaltlich der Zustimmung der Bürgerschaft, mit bis zu 21,13 Millionen Euro an dem Bau beteiligt. Etwaige Mehrkosten sowie die Betriebskosten werden von der DFMG übernommen. Die aktuellen Planungen gehen von einem möglichen Baubeginn im Jahr 2028 aus. Die Eröffnung könnte dann in der zweiten Jahreshälfte 2031 erfolgen.
Der rund 280 Meter hohe Heinrich-Hertz-Turm wurde zwischen 1966 und 1968 erbaut. Der Turm steht seit 2013 unter anderem aufgrund seiner baugeschichtlichen, kulturellen beziehungsweise städtebaulichen Bedeutung für das Stadtbild unter Denkmalschutz. Über seine rein technische Funktion als Fernmeldeturm hinaus, besitzt er im 13. und 14. Geschoss für die Öffentlichkeit eine Aussichts- und Besucherplattform. Diese muss für die Wiedereröffnung baulich, technisch und brandschutztechnisch in einen Zustand gebracht werden, der eine dauerhafte Nutzung durch das Publikum und einen wirtschaftlich tragfähigen Betrieb ermöglicht. Neben umfangreichen Arbeiten am Turmschaft, an der Aufzugstechnik und in der Kanzel ist dazu auch die Errichtung eines Eingangsgebäudes am Fuß des Heinrich-Hertz-Turms erforderlich. Die Maßnahmen werden durch die DFMG als Bauherrin durchgeführt.
Die Einrichtung und der Betrieb der Aussichts- und Besucherplattform sollen durch ein kommerzielles Konsortium erfolgen, das im Rahmen der europaweiten Ausschreibung ausgewählt wurde. Das Betriebskonzept der Betriebsgesellschaft sieht als Hauptattraktion eine für alle zugängliche Aussichtsplattform im 14. Geschoss vor, die einen einzigartigen Blick über Hamburg ermöglicht. Darüber hinaus soll das 13. Geschoss als vielfältig nutzbare Eventfläche hergerichtet werden. Die DFMG verpflichtet sich für mindestens 20 Jahre zur Aufrechterhaltung des Betriebs der öffentlich zugänglichen Bereiche.
Eine erste Berechnung ging 2017 von Kosten in Höhe von 37,12 Millionen Euro aus. Das statistische Bundesamt weist seither eine erhebliche Baupreissteigerung von knapp 65 Prozent aus. Um dieser zu begegnen, wurde im Projektverlauf unter anderem das neu zu bauende Eingangsgebäude von einer mehrstöckigen Konstruktion zu einer eingeschossigen Bauweise mit entsprechend verringerten Lasten und Kosten weiterentwickelt. Dadurch konnten die Gesamtbaukosten in der aktualisierten Planung auf 39,69 Millionen Euro begrenzt werden.
Mit der Sanierung und der Wiedereröffnung der öffentlich zugänglichen Bereiche des Fernsehturms soll dieses Denkmal der Technik- und Architekturgeschichte von nationaler Bedeutung für einen langen Zeitraum in seiner Substanz erhalten und entsprechend seiner ursprünglichen Doppelfunktion als Fernmelde- und Aussichtsturm im Herzen Hamburgs wieder allen offen stehen.
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