Stellungnahme

Stellungnahme zur Berichterstattung zum Hamburg-Takt

02. April 2026 Pressemitteilung

Zur Berichterstattung des Hamburger Abendblatts „Hamburg-Takt gescheitert“ vom 1. April 2026 nimmt der Sprecher des Senats Stellung:

  • Senatskanzlei

"Die Darstellung des Hamburger Abendblatts ist falsch. Gegenüber der Redaktion wurde ausdrücklich festgestellt, dass der Hamburg-Takt nicht gescheitert ist.

Der Hamburg-Takt ist mehr als ein 5-Minuten-Ziel. Er ist Hamburgs Strategie zum umfassenden Ausbau und zur Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs. Dazu zählen der Ausbau des Schnellbahnnetzes und die Angebotserweiterung bei U- und S-Bahnen, die Einführung des Deutschland- und der dazugehörigen Sondertickets, der optimale Einsatz von Bussen sowie die Nutzung neuer Technologien autonom fahrender Fahrzeuge. Das Ziel ist es, den ÖPNV als attraktive Alternative zum Auto weiter zu stärken. Dies setzt der Senat sehr konsequent und erfolgreich um.

Ebenso unzutreffend ist die Feststellung, der Erste Bürgermeister habe „seit 2019 bei jeder Gelegenheit erzählt“, das sogenannte 5-Minuten-Konzept werde bis 2030 umgesetzt. Das 5 Minuten-Konzept wurde 2019 entworfen und zur Grundlage der weiteren Planung im HVV gemacht. Es war in diesem Sinne auch Thema des Bürgerschaftswahlkampfs 2019/2020.

Die geänderte Inanspruchnahme des ÖPNV im Zuge der Corona-Pandemie, die Einführung des Deutschlandtickets sowie die neuen Perspektiven autonomen Fahrens waren jedoch entscheidende Veränderungen, die bei der Umsetzung des Hamburg-Taktes zu berücksichtigen sind. Dies hat der Senat immer transparent kommuniziert. Insofern war das 5-Minuten-Ziel bis 2030 seitdem auch nicht mehr Gegenstand der weiteren Planung, Thema der Senatskommunikation oder des Wahlkampfes 2024/2025.

Der umfassende Ausbau des ÖPNV bleibt unverändert das Ziel des Hamburg-Takts und ist transparent im Koalitionsvertrag für die aktuelle Legislaturperiode festgehalten.

Die Fahrgastzahlen des Hamburger ÖPNV liegen damit heute bereits wieder auf dem Niveau von 2019 (2025: Plus 0,4 Prozent gegenüber 2019). 900.000 Hamburgerinnen und Hamburger haben mit dem Deutschlandticket ein hvv-Abo, so viele wie nie zuvor. Der Radverkehr ist seit 2019 um 32 Prozent gestiegen, der Autoverkehr auf Hamburgs Stadtstraßen um 12 Prozent zurückgegangen. Vier neue U- und S-Bahnlinien sind in der Umsetzung, mit denen ganze Stadtteile neu an das Schnellbahnnetz angeschlossen werden und die den Hamburger ÖPNV noch leistungsstärker und attraktiver machen. Das zeigt, dass die Strategie des Senates erfolgreich ist."
 

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