Unser Natur- und Kulturerbe – darunter Architekturdenkmäler, Kulturlandschaften und Nationalparke – ist zunehmend den Auswirkungen des Klimawandels und verschiedenen Naturkatastrophen ausgesetzt. Auch menschliche Eingriffe können die Situation zusätzlich verschärfen. Um dieses Erbe langfristig zu bewahren und es vor den Folgen des Klimawandels und anderer Katastrophen zu schützen, sind konkrete Strategien und effektive Maßnahmen erforderlich. Im Rahmen des EU-Projekts RescueME arbeitet Hamburg gemeinsam mit 16 Partnerorganisationen, relevanten Akteurinnen und Akteuren sowie der lokalen Bevölkerung an innovativen Lösungsansätzen für die Insel Neuwerk im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer.
Worum geht es in RescueME?
Ziel des Projekts ist die Entwicklung von Resilienzstrategien sowie konkreter, innovativer Maßnahmen und Lösungen zum Schutz des europäischen Natur- und Kulturerbes und der Kulturlandschaften vor den Folgen des Klimawandels, vor Katastrophenrisiken sowie weiteren Belastungen wie Umweltverschmutzung oder übermäßigem Tourismus. Dies erfolgt in enger Zusammenarbeit mit relevanten Akteurinnen und Akteuren sowie der lokalen Bevölkerung in fünf Pilotlandschaften: auf Neuwerk (Hamburg), im Psiloritis-Massiv auf Kreta (Griechenland), in Portovenere, Cinque Terre und den umliegenden Inseln (Italien), in L’Horta bei Valencia (Spanien) sowie in Zadar (Kroatien).
Was geschieht im Rahmen von RescueME in Hamburg?
Als Hamburger Fallstudie dient die Insel Neuwerk im Nationalpark Hamburgisches Wattenmeer. Sie liegt in der Elbmündung und ist zugleich der am weitesten vom Zentrum entfernte Stadtteil Hamburgs. Jährlich besuchen rund 100.000 Gäste die Insel, um den historischen Leuchtturm zu besichtigen oder die vielfältige Vogelwelt zu erleben. Zugleich grenzt der Nationalpark direkt an eine der meistbefahrenen Schifffahrtsrouten der Welt.
Auf Neuwerk treffen eine einzigartige Kulturlandschaft und die Herausforderungen des Klimawandels unmittelbar aufeinander. Die Insel blickt auf eine lange Tradition des Lebens am und mit dem Meer zurück und zeichnet sich durch ein ausgeprägtes Bewusstsein sowie ein starkes Engagement im Umgang mit den sich wandelnden klimatischen Bedingungen aus. Im Rahmen der Fallstudie werden Analysen zu den Auswirkungen des Klimawandels durchgeführt und gemeinsam mit Bürgerinnen und Bürgern Visionen für mögliche Resilienz-Maßnahmen entwickelt.
Rahmendaten zum Projekt
- Förderprogramm: Horizon Europe
- Laufzeit: Februar 2023 - Juli 2026
- Partnerländer: Spanien, Italien, Österreich, Griechenland, Kroatien, Belgien
- Koordination: Tecnalia, Spanien
- Partnerinnen in der FHH: Senatskanzlei, Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft
- Weitere Hamburger Partnerin: Technische Universität Hamburg
- Gesamtbudget und Gesamtförderung: 3.998.994€
- Maximale EU-Förderung für die FHH: 211.686,00 €
Weitere Informationen und Kontakt
Projektwebsite: www.resilientculturallandscapes.eu www.nationalpark-wattenmeer.de
Kontakt: rescueme@sk.hamburg.de