JOMOPANS

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Klimawandel und Umweltschutz – Nachhaltiges Management von Ökosystemen

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Die Lärmbelastung der Weltmeere steht zunehmend im öffentlichen Interesse. Studien zeigen, dass sich die (niederfrequenten) Umgebungsgeräusche im Meer innerhalb der letzten 50 Jahre durch den Einfluss menschlicher Aktivitäten erhöht haben. Zur Bewertung der Lärmauswirkungen auf die Meeresumwelt, befassen sich WissenschaftlerInnen unterschiedlicher Fachrichtungen mit dem Schalleintrag, welcher durch industrielle Aktivitäten wie zum Beispiel Schifffahrt oder Bauarbeiten in Offshore-Windparks verursacht wird. Nationale Gesetzgeber und internationale Organisationen sind bestrebt, im Bedarfsfall Schallemissionen zu regulieren.

Der momentan vorrangige Ansatz für eine Regulierung ist die Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSRL), die alle europäischen Mitgliedstaaten verpflichtet, Strategien zum Erreichen eines „guten Umweltzustandes“ in ihren angrenzenden Meeren zu entwickeln und zu überwachen. Zu diesem Zweck werden in der MSRL elf Deskriptoren festgelegt, die den „guten Umweltzustand“ mithilfe messbarer Größen quantifizieren. Deskriptor elf bezieht sich auf die Einleitung von Energie, einschließlich Unterwasserschall.

Das Ziel des Projekts JOMOPANS (Joint Monitoring Programme for Ambient Noise North Sea) ist die Entwicklung einer regionalen Struktur für ein gemeinschaftliches Messen und Überwachen von Unterwasserschallumgebungsgeräuschen (Hintergrundschall) in der Nordsee im Rahmen der Umsetzung der Anforderungen der MSRL. Die Projektergebnisse sind Grundlage bzw. Werkzeuge, um die Wirkung von Umgebungslärm auf den Umweltzustand der Nordsee zu bewerten und die Überwachungsaktivitäten länderübergreifend zu koordinieren. Das Forschungsvorhaben wird mit Partnern aus den Nordsee-Anrainerstaaten durchgeführt, wobei Rijkswaterstaat (Niederlande) die Projektleitung übernimmt. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie (BSH) ist verantwortlicher Projektkoordinator für den deutschen Bereich und betreut den Bereich Messungen und Datenmanagement.

Rahmendaten

  • Programm: Interreg V B Nordseeraum
  • Priorität: Klimawandel und Umweltschutz – Nachhaltiges Management von Ökosystemen
  • Laufzeit: 01.01.2018 – 31.12.2020
  • Teilnehmende Nationen: Belgien, Dänemark, Deutschland, Niederlande, Norwegen, Schweden, Vereinigtes Königreich
  • Lead-Partner: Rijkswaterstaat (Niederlande)
  • Partner aus Hamburg: Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie
  • Gesamtbudget: 3.475.357 €
  • Gesamtförderung: 1.737.679 €
  • Hamburgisches Gesamtbudget: 586.975 €
  • EU-Förderung für Hamburg: 293.488 €

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