Der Bausektor hat einen hohen Ressourcenverbrauch. Er ist für einen erheblichen Teil an Treibhausgasemissionen (5 bis 12%) verantwortlich und generiert eine Menge an Abfall (35%). Die Implementierung von Kreislaufwirtschaftsprinzipien in der Baubranche ist daher von großer Bedeutung für die Erreichung der EU-Umwelt- und Klimaziele. Das Interreg Europe Projekt KARMA (Start am 1.3.2023) zielt darauf ab, den Ressourcenverbrauch und den Umwelteinfluss des Baugewerbes durch eine stärkere Umsetzung von Kreislaufwirtschaftsprinzipien zu reduzieren und Europa so auf den Weg zu einer grüneren und klimaneutralen Zukunft zu bringen. Sieben Partner aus fünf europäischen Ländern (BE, DE, HU, IT, RO) arbeiten in KARMA in den kommenden 3 Jahren zusammen, um ihre regionalen Förderinstrumente (ERDF & ESF+), Klima- und Energiepläne mit Blick auf Kreislaufwirtschaft in öffentlichen und privaten Bauprojekte zu optimieren. Die Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg koordiniert das Projekt federführend.
Das Projekt befasst sich in policy learning activities mit interregionalen Austauschprogrammen, Living Labs und Personalaustausch zwischen den Partnerorganisationen mit verschiedenen Themen, darunter Kreislaufwirtschaftsansätzen für Wohnungsbau und Restaurierung von Gebäuden, Baustellenabfälle und Abfallwirtschaft, neue Geschäftsmodelle, Beschaffung sowie Governance und trägt so zu den EU-Zielsetzungen im Rahmen der Kohäsionspolitik bei. Das Projekt unterstützt auch die Ziele des Green Deal und des Aktionsplans für die Kreislaufwirtschaft der EU, in dem der Bausektor als einer der Schlüsselproduktketten genannt wird.
Rahmendaten
- Programm: Interreg EUROPE
- Laufzeit: 03/2023 – 03/2026 (+Phase II bis 2027)
- Projektkoordinator (Lead): Senatskanzlei der Freien und Hansestadt Hamburg
- Gesamtbudget: 1,76 Millionen €
- Gesamtförderung: 1.285.982 €
- EU-Förderung für Hamburg: 387.900 Euro maximal mögliche Fördermittel