#GeldimGriff

Neues Handy in der Hand – und null Euro Kontostand?

29. November 2016 Pressemitteilung

Rund 160.000 Hamburgerinnen und Hamburger sind überschuldet. Zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hamburg e.V. informiert die Sozialbehörde mit einer Kampagne über Gefahren der Überschuldung und wirbt auf Plakaten und in sozialen Netzwerken für die Inanspruchnahme von Beratungsmöglichkeiten.

  • Sozialbehörde
Neues Handy in der Hand? Und 0 Euro Kontostand
N. Garcia

„Jeder kann mal in eine Notlage geraten, in der das Geld knapp wird. Es gibt aber Wege, eine Überschuldung zu vermeiden. Frühzeitig den Rat von Schuldnerberatern zu suchen, kann Schlimmeres verhindern“, erklärt Senatorin Melanie Leonhard. „Weihnachten ist häufig die Zeit, in der Geschenke großzügig verteilt werden. Nicht selten wird dabei übersehen, dass das eigene Geld nicht reicht. Mit unserer Kampagne wollen wir das Bewusstsein dafür schärfen, nur das Geld auszugeben, was man hat.“

„Was erleichtert jungen Erwachsenen den Schritt, Beratung anzunehmen, um „raus aus den Schulden“ zu kommen, bevor ihnen die Schulden den weiteren Lebensweg versperren? Dieser Frage haben sich 24 Studenten der HTK – Akademie für Gestaltung im Rahmen einer Zwischenprüfung gestellt und Plakatkampagnen zum Thema „Schuldenprävention für Jugendliche und Jungerwachsene“ erstellt. Ich freue mich, dass wir mit einem dieser kreativen Entwürfen auf die Hilfsmöglichkeiten aufmerksam machen können, damit Jugendliche ihr Geld im Griff behalten“, erklärt Henrik Schmidt, Beirat der Landesarbeitsgemeinschaft Schuldnerberatung Hamburg e.V.

Auf der Website www.geld-im-griff.de wird exemplarisch gezeigt, wie schnell einem Schulden über den Kopf wachsen können. Darüber hinaus werden Auswege aus der Überschuldung aufgezeigt. Auf Stadtinformationsanlagen sowie in sozialen Netzwerken (#GeldimGriff) wird auf das Informationsangebot hingewiesen.

Die Behörde für Arbeit, Soziales, Familie und Integration finanziert sechs Träger, die inklusive der Zweigstellen insgesamt zehn Schuldnerberatungsstellen in Hamburg betreiben. Hierfür stehen jährlich rund 3,8 Mio. Euro zur Verfügung.

Hintergrundinformationen

Als überschuldet gilt jemand, der die Summe seiner fälligen Verpflichtungen mit hoher Wahrscheinlichkeit über einen längeren Zeitraum nicht begleichen kann und dem zur Deckung seines Lebensunterhaltes weder Vermögen noch Kreditmöglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Schuldnerberatung Hamburg e.V. ist ein Zusammenschluss von rund 50 Schuldnerberaterinnen und -beratern, Schuldnerberatungsstellen, Rechtsanwältinnen und Rechtsanwälten sowie weiteren Personen, die sich im Bereich der Schuldnerberatung engagieren. 

Zu ihren Aufgaben zählen neben der Durchführung präventiver Öffentlichkeitsarbeit vor allem die Stärkung, Förderung und Qualifizierung der Schuldnerberatung in Hamburg. Ziel des Vereins ist die Verbesserung der Situation verschuldeter Hamburger Bürgerinnen und Bürger. Mehr Informationen gibt es unter www.soziale-schuldnerberatung-hamburg.de.

Die Träger der von der Freien und Hansestadt Hamburg geförderten Schuldnerberatungsstellen sind: afg worknet Schuldnerberatung gGmbH, hamburger arbeit (hab), Hamburger Kinder- und Jugendhilfe e.V., Deutsches Rotes Kreuz, Diakonisches Werk sowie die Verbraucherzentrale Hamburg.

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