Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: „Wir haben im Bahnhofsumfeld bereits seit Längerem nach einer geeigneten Immobilie gesucht, um insbesondere auch suchtkranke Menschen von der Straße zu holen. Der Ankauf des Gebäudes Repsoldstraße 27 ist damit ein Meilenstein auf unserem Weg, suchtkranken und obdachlosen Menschen im Bahnhofsumfeld nachhaltig zu helfen. Gleichzeitig entlasten wir so den angrenzenden öffentlichen Raum rund um den August-Bebel-Park. Tagesaufenthalts- und Übernachtungsmöglichkeiten sind als ein Kernaspekt des Angebots vorgesehen. Diese bieten Schutz für das Klientel und verhindern eine weitere Verelendung. In Kombination mit weiteren Angeboten der Sozial- und Gesundheitsberatung haben wir so die Chance, lebenslagenstabilisierend zu arbeiten und den Menschen die Hilfe zukommen zu lassen, die sie individuell benötigen.“
Eine Hauptzielgruppe der Einrichtung sind suchtkranke Menschen. Sie sollen vor Ort niedrigschwellig Hilfe und Unterstützung finden, ohne dass sie direkt mit einem Entzug beginnen müssen. Neben einem Schlafplatz werden weitere individuell anpassbare Angebote vorgehalten. Dazu gehören die Möglichkeit des Tagesaufenthalts genauso wie medizinische Hilfen und Sozialberatung. Beschäftigungs- und Arbeitsangebote sollen eine Tagesstruktur bieten. Dazu werden spezielle Werkstatträume eingerichtet. Auch für Menschen, die von Obdachlosigkeit betroffen sind, wird es vor Ort verschiedene Angebote geben. Weiterhin soll für schutzbedürftige Frauen in prekären Lebenslagen ein separierter Bereich entstehen.
Das Konzept für den Betrieb der Hilfe-Einrichtung für suchtkranke und obdachlose Menschen wird in enger Absprache mit der benachbarten Drogenberatungsstelle Drob Inn und weiteren Trägern der Drogensucht- und Obdachlosenhilfe erstellt, um eine möglichst breite Wirksamkeit gemeinsamer Hilfs- und Beratungsangebote zu erreichen. Voraussichtlich gegen Ende des Jahres soll die Einrichtung ihren Betrieb aufnehmen.
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