Zeit, Zeichen zu setzen

Am 6. Juni ist Tag der Organspende

05. Juni 2026 Pressemitteilung

Der bundesweite Tag der Organspende findet unter dem Motto „Zeit, Zeichen zu setzen“ statt. Mit zahlreichen Aktionen beteiligen sich verschiedene Institutionen des Gesundheitswesens, um über das wichtige Thema aufzuklären und alle, die noch keinen Organspendeausweis besitzen, zu einer persönlichen Entscheidung zu motivieren.

  • Sozialbehörde

Die aktuellen Zahlen der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) zeigen: Von Januar bis April 2026 gab es bundesweit 368 Organspenderinnen und Organspender (2025: 341; 2024: 292). In Hamburg stieg die Zahl im gleichen Zeitraum auf 23 (2025: 12; 2024: 10). Die Zahl der gespendeten Organe in Hamburg erhöhte sich auf 61 (2025: 39; 2024: 32). Dennoch warten bundesweit über 8.000 Menschen auf ein lebensrettendes Organ – in Hamburg sind es, Stand Ende April 2026, 161 Personen.

Trotz gesetzlicher Anpassungen ist eine nachhaltige Trendwende bei den Organspendezahlen bislang ausgeblieben. Im Bundestag wird daher erneut die Einführung einer Widerspruchsregelung diskutiert werden, nach der alle Bürgerinnen und Bürger als Organspenderinnen und Organspender gelten, sofern kein Widerspruch vorliegt. Ein entsprechender Gesetzentwurf wurde am 7. Mai 2026 in der Bundespressekonferenz vorgestellt.

Sozialsenatorin Melanie Schlotzhauer: „Ich setze mich für die Widerspruchslösung ein. Viele Menschen in Deutschland befürworten Organspenden, halten ihre Entscheidung aber nicht verbindlich fest. In einer ohnehin schweren Situation müssen dann die Angehörigen eine Entscheidung treffen – und diese fällt häufig gegen eine Spende aus, obwohl der oder die Verstorbene es vielleicht anders gewollt hätte. Lassen Sie uns den Tag nutzen, um über das Thema ins Gespräch zu kommen.“

Die zentrale bundesweite Veranstaltung zum Tag der Organspende findet am 6. und 7. Juni 2026 in Leipzig statt. Sie steht unter der Schirmherrschaft der Bundesministerin für Gesundheit, Nina Warken, und wird von Dr. Georg Kippels, Parlamentarischer Staatssekretär im Bundesgesundheitsministerium, eröffnet.

Auch Hamburg informiert rund um den Aktionstag mit vielfältigen Maßnahmen: Bereits am 3. Juni gab es Aktionstage an der Universität Hamburg, der Hochschule für Angewandte Wissenschaften, der Technischen Universität Hamburg sowie der HafenCity, bei denen Studierende sich über Organspende informieren und Ausweise mitnehmen konnten.

Digitale Werbeanzeigen und Infoscreens im öffentlichen Nahverkehr machen zusätzlich auf das Thema aufmerksam. Die Info-Camper-Tour des Netzwerks der Transplantationsbeauftragten Region NORD e. V. ist vom 1. bis 6. Juni in Norddeutschland unterwegs, unter anderem in Hamburg am UKE und an der Asklepios Klinik St. Georg.

Die Kundenzentren der Bezirksämter stellen allen Bürgerinnen und Bürgern Informationsmaterialien mit Spenderausweisen bereit und machen im Terminservice auf das digitale Organspenderegister aufmerksam.

Für eine schulische Aufklärungsarbeit steht die studentische Initiative „Aufklärung Organspende Hamburg“ mit ihrer Erfahrung und Expertise zur Verfügung. Sie kann per E-Mail unter organspende.aufklaerung.hh@gmail.com oder bei Instagram (aufklaerungorganspende.hamburg) angefragt werden.

Weiterführende Informationen finden sich unter www.hamburg.de/go/organspende, unter www.tagderorganspende.de und im Podcast "ORGANSPENDE - verstehen und entscheiden" des Bundesinstituts für Öffentliche Gesundheit. 

Rückfragen der Medien
Sozialbehörde
Wolfgang Arnhold | Pressesprecher
Telefon: 040 42863 2889
E-Mail: pressestelle@soziales.hamburg.de 
Internet: www.hamburg.de/sozialbehoerde

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