In dieser bundesweiten Krisenmanagementübung wird das Szenario „Dürre und Hitzewelle – Notlage durch extreme Hitzewelle nach langjähriger Trockenperiode in Deutschland und Europa“ trainiert. Die Folgen reichen von einer angespannten Wasserversorgung über Belastungen für das Gesundheitswesen bis hin zu Auswirkungen auf Energieversorgung, Wirtschaft und weitere Kritische Infrastrukturen. Das diesjährige Szenario basiert unter anderem auf der Risikoanalyse Dürre des BBK und wurde gemeinsam mit Bund, Ländern sowie Fachbehörden wie dem Deutschen Wetterdienst und der Bundesanstalt für Gewässerkunde weiterentwickelt.
Die LÜKEX 26 ist für November 2026 geplant und mit voraussichtlich rund 100 aktiv übenden Organisationen die bisher größte nationale Krisenmanagementübung. Hamburg nimmt erstmals umfänglich unter Federführung der Behörde für Inneres und Sport (BIS) mit der Senatskanzlei, der Behörde für Verkehr und Mobilitätswende (BVM), der Behörde für Umwelt, Klima, Energie und Agrarwirtschaft (BUKEA), der Behörde für Schule, Familie und Berufsbildung (BSFB), der Behörde für Wirtschaft, Arbeit und Innovation (BWAI), der Behörde für Justiz und Verbraucherschutz (BJV) und der Sozialbehörde sowie den Bezirken, Hamburg Wasser und Hamburg Port Authority teil. Ziel der Übung ist es, die Koordination und Zusammenarbeit der beteiligten Behörden und Organisationen unter realistischen Bedingungen zu trainieren und sicherzustellen, dass im Ernstfall schnell und koordiniert gehandelt werden kann.
Die Teilnahme an LÜKEX ist Teil einer umfassenden Strategie zur Stärkung des Bevölkerungsschutzes in Hamburg. In den vergangenen Jahren wurden unter anderem unter Federführung der Sozialbehörde der Hitzeaktionsplan (HAP) für Hamburg entwickelt. Ziel des Plans ist, hitzebedingte gesundheitliche Risiken frühzeitig identifizieren und minimieren zu können sowie gezielte Handlungsstrategien aufzuzeigen. Die Implementierung eines HAP ermöglicht es, sich auf Hitzephasen besser vorzubereiten bzw. gezielter darauf reagieren und behördenübergreifend agieren zu können. Auf dieser Grundlage kann die Bevölkerung angemessen geschützt werden. Neben grundlegenden Informationen und praktischen Tipps umfasst er einen vielfältigen Maßnahmenkatalog, um Hamburg bestmöglich auf Hitzewellen vorzubereiten.
Gleichzeitig stellt sich Hamburg für die Krisenbewältigung und im Bevölkerungsschutz neu auf. Krisen können heute vielfältiger sein, länger andauern und sich gegenseitig verstärken. Neben zunehmenden Extremwetterereignissen wächst die Gefahr durch hybride Bedrohungen und Störungen Kritischer Infrastrukturen. Der Senat hat frühzeitig reagiert und bereits 2024 den Aufbau der „Abteilung für Krisenbewältigung und Bevölkerungsschutz“ in der Innenbehörde beschlossen. Diese Abteilung befasst sich fortlaufend mit bekannten und zukünftigen Risikoszenarien für Hamburg und entwickelt gemeinsam mit anderen zuständigen Behörden entsprechende Präventions- und Bewältigungsstrategien. Dabei arbeitet sie eng mit staatlichen und privaten Netzwerkpartnern auf Bundes- und Landesebene zusammen. Neue Erkenntnisse und veränderte Gefährdungslagen fließen dabei fortlaufend in die Planungen ein.
Regelmäßige Übungen wie die LÜKEX 26 sind ein zentraler Bestandteil wirksamer Krisenvorsorge. Hamburg nutzt die Übung, um bestehende Abläufe zu überprüfen, die Zusammenarbeit der beteiligten Stellen zu festigen und wichtige Erkenntnisse für die weitere Krisenvorsorge zu gewinnen, um in außergewöhnlichen Lagen handlungsfähig zu bleiben und die Bevölkerung bestmöglich zu schützen.
Weitere Informationen zur LÜKEX 26 finden Sie unter: www.bbk.bund.de/DE/Themen/Krisenmanagement/LUEKEX/Naechste-Luekex/nachste-luekex_node.html
Rückfragen der Medien
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