Die ersten Krankenhäuser der H³-Initiative sind bereits an die moderne Infrastruktur angeschlossen, bis Ende des Jahres sollen alle 20 beteiligten Hamburger Kliniken folgen. Mit Einwilligung der Patientinnen und Patienten können künftig unter anderem MRT- und CT-Bilder, Endoskopiebefunde oder Entlassungsberichte ohne Zeitverzug digital zwischen den Krankenhäusern ausgetauscht werden.
Die Daten werden weiterhin dezentral in den jeweiligen Einrichtungen gespeichert und können bei Bedarf über standardisierte und sichere Schnittstellen gezielt von anderen Krankenhäusern in die eigenen Dokumentationssystemen übernommen werden. Damit entfallen zeitaufwendige und kostspielige Kurierfahrten sowie administrative Aufwände. Patientinnen und Patienten müssen keine Datenträger mehr mitführen, zudem sollen Doppeluntersuchungen vermieden und Behandlungsabläufe beschleunigt werden. Die gemeinsame Infrastruktur ist skalierbar und somit auch für die Anbindung weiterer Krankenhäuser und ambulanter Praxen geeignet. Mit dem neuen Netzwerk stärkt Hamburg die einrichtungsübergreifende Zusammenarbeit und verbessert die Versorgung der Patientinnen und Patienten nachhaltig. Das Projekt wird von der Sozialbehörde und dem Bundesamt für Soziale Sicherung im Rahmen des Krankenhausstrukturfonds mit rund 18 Millionen Euro gefördert.
In der Projektinitiative Health Harbor Hamburg engagiert sich seit Frühjahr 2019 eine Vielzahl von Akteuren des Hamburger Gesundheitswesens mit dem Ziel, die Beschleunigung der Digitalisierung im Gesundheits- und Medizinsektor in Hamburg voranzutreiben. Neben dem telemedizinischen Netzwerk werden im Rahmen der Initiative weitere Digitalisierungsmaßnahmen umgesetzt.
Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.health-harbor-hamburg.de.
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