Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Hamburgerinnen und Hamburger aktiv unterwegs (zu Fuß oder per Rad)

01. August 2022
  • Sozialbehörde

Hintergrund

Auf Grundlage neuer wissenschaftlicher Erkenntnisse ist anzunehmen, dass bei Erwachsenen vor allem die körperliche Aktivität in der Freizeit und zur Fortbewegung zu einer verbesserten Gesundheit beitragen.

Die aktive Mobilität – also Wege zu Fuß oder mit dem Rad zurückzulegen – hat positive Effekte sowohl auf die physische als auch auf die psychische Gesundheit.

Datengrundlage

Im Rahmen der bundesweiten NAKO-Gesundheitsstudie wurden in den Jahren 2015 bis 2019 ca. 10.000 Hamburgerinnen und Hamburger im Alter von 20 bis 69 Jahren befragt und untersucht.

Es wurde unter anderem die körperliche Aktivität während der Arbeit und beim Zurücklegen von Wegen erfasst. Die Daten wurden nach Alter und Bildung gewichtet ausgewertet und können als annähernd repräsentativ für Hamburg gelten.

Fortbewegung zu Fuß oder per Rad nach Geschlecht (siehe Abbildung 1)

In dem Säulendiagramm wird dargestellt, wie viel Prozent der Frauen und Männer Strecken mit einer Dauer von mindestens 10 Minuten zu Fuß oder per Rad bewältigen.
FHH

Die im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie befragten Hamburgerinnen und Hamburger wurden gebeten anzugeben, ob sie überhaupt Entfernungen mit dem Rad oder zu Fuß zurücklegen, die mindestens zehn Minuten in Anspruch nehmen.

Die Mehrheit der Befragten gehört zu den „aktiv mobilen“ Personen. Fast ein Viertel der Männer und ein Fünftel der Frauen gaben an, solche Wege nicht zu Fuß oder mit dem Fahrrad zu bewältigen.

Bei beiden Geschlechtern waren es vor allem die 40- bis unter 50-Jährigen, die Wege ausschließlich motorisiert zurücklegen (nicht in der Abb.).

Fortbewegung zu Fuß oder mit dem Rad in Tagen nach Geschlecht (siehe Abbildung 2)

In jeweils einem Kreisdiagramm wird für aktiv mobile Frauen und Männer die Anzahl von aktiven Tagen pro Woche dargestellt.
FHH

Bei denjenigen, die überhaupt zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, zeigt sich: In etwa ein Drittel der Erwachsenen legen täglich Wege von mehr als zehn Minuten zu Fuß oder per Rad zurück, bei einem weiteren Drittel ist dies immerhin noch an fünf bis sechs Tagen/Woche der Fall.

In etwa jede/r Zehnte/r ist nur an ein bis zwei Tagen pro Woche aktiv mobil, geht also zum Beispiel am Wochenende mal spazieren oder macht eine Radtour.

Dauer der Mobilität zu Fuß oder mit dem Rad nach Alter (siehe Abbildung 3)

In dem Säulendiagramm wird dargestellt, welcher Anteil von Frauen und Männern in den fünf Altersgruppen zwischen 20 und über 60 Jahren aktiv mobil ist.
FHH

Wie viel Zeit nehmen diese Wege bei den aktiv mobilen Personen in Anspruch?

Über die gesamte Altersspanne sind es mehr als die Hälfte aller Befragten, die mindestens 150 Min/Woche aktiv mobil. 

Im Vergleich der Altersgruppen sind es vor allem die Jüngeren unter 30 Jahren und die Ältesten ab 60 Jahren, die so viel in der Woche aktiv unterwegs sind.

Frauen und Männer zwischen 40 bis unter 50 Jahren schneiden in der Beziehung weniger vorbildhaft ab (siehe oben).

Weitere Informationen

Mehr Informationen finden Sie hier:

Download

Faktenblatt: Hamburgerinnen und Hamburger aktiv unterwegs (zu Fuß oder per Rad)

PDF herunterladen [PDF, 172,3 KB]

Zum Weiterlesen

In Abb. 2 wird der Sozialindex der Hamburger Sozialräume kartographisch dargestellt. Unterschieden werden Sozialräume mit einem sehr niedrigen, niedrigen, mittleren oder hohem Sozialindex.
FHH
Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Sozialindex der Sozialräume in Hamburg

Gesundheit wird von unterschiedlichen Determinanten beeinflusst. Dazu gehören zum Beispiel Determinanten, die das sozioökonomische Wohnumfeld beschreiben.

Das Balkendiagramm zeigt den Anteil an Befragten mit einer mittelgradigen bis schweren depressiven Symptomatik nach Geschlecht und für die verschiedenen Altersgruppen.
FHH
Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Psychische Gesundheit bei Hamburger Erwachsenen

Faktoren wie zum Beispiel depressive Symptomatik oder auch Angstsymptome können die psychosoziale Gesundheit eines Menschen beeinflussen.

Der Anteil der Befragten mit einer geringen körperlichen Lebensqualität nimmt im Alter zu. Der Anteil derjenigen, die eine geringe psychische Lebensqualität äußern, nimmt mit dem Alter ab.
FHH
Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Lebensqualität von Hamburger Erwachsenen

Ein Einflussfaktor auf die psychosoziale Gesundheit kann zum Beispiel die Lebensqualität sein.