Hintergrund
Psychosoziale Gesundheit ist nicht nur die Voraussetzung für Wohlbefinden und Lebensfreude, sondern auch für die Alltagsbewältigung. Ein Einflussfaktor auf die psychosoziale Gesundheit kann z.B. die Lebensqualität (LQ) sein.
Zur Beschreibung der psychosozialen Gesundheit von Hamburger Erwachsenen konnten unter anderem Daten aus der epidemiologischen Langzeitstudie „Hamburg City Health Study“ (HCHS) herangezogen werden.
Datengrundlage
Die Teilnehmenden der HCHS wurden mittels des Kurzfragebogens SF-8 zur gesundheitsbezogenen körperlichen und psychischen LQ befragt. Teilnehmende sind ausschließlich zwischen 45 bis 74 Jahre alt und haben einem Wohnsitz in Hamburg. Aus den Jahren 2016 bis 2018 liegen Daten von über 10.000 Teilnehmenden vor.
Lebensqualität nach Altersgruppen
Ältere Befragte geben häufiger eine geringe körperliche LQ an als jüngere (28% vs. 21%). Hinsichtlich der psychischen LQ zeigt sich bei älteren Befragten weniger häufig eine geringe psychische LQ im Vergleich zu jüngeren Befragten (19% vs. 29%) (s. Abb. 1).
Lebensqualität nach Geschlecht und Bildung
Frauen geben häufiger eine geringere LQ an als Männer. Insbesondere Frauen mit einer niedrigen Bildung sind häufiger von einer geringen LQ betroffen als Frauen mit einer hohen Bildung (körperliche LQ: 45% vs. 19%; psychische LQ: 36% vs. 27%). Männer zeigen in Abhängigkeit des Bildungsstandes stärkere Differenzen in der körperlichen LQ als in der psychischen LQ (s. Abb. 2).
Lebensqualität nach Geschlecht und Gesundheitszustand
Ein schlechter Gesundheitszustand geht bei beiden Geschlechtern mehrheitlich mit einer geringeren körperlichen und psychischen LQ einher. 83% der Frauen mit einem weniger guten/schlechten Gesundheitszustand geben an, eine geringe körperliche LQ zu haben, bei Frauen mit einem ausgezeichneten bis guten Gesundheitszustand betrifft dies nur 21% der Frauen (s. Abb. 3).