Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Psychische Gesundheit bei Hamburger Erwachsenen

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Hintergrund

Psychosoziale Gesundheit ist nicht nur die Voraussetzung für Wohlbefinden und Lebensfreude, sondern auch für die Alltagsbewältigung. Faktoren wie z.B. depressive Symptomatik oder auch Angstsymptome können die psychosoziale Gesundheit eines Menschen beeinflussen.

Zur Beschreibung der psychosozialen Gesundheit von Hamburger Erwachsenen konnten u.a. Daten aus der epidemiologischen Langzeitstudie „NAKO Gesundheitsstudie“ herangezogen werden.

Datengrundlage

Die Teilnehmenden der NAKO wurden u.a.zu dem Auftreten von depressiven Symptomen und zu Angstsymptomen befragt. Aus den Jahren 2015 bis 2019 liegen Daten von über 10.000 Hamburger Befragten zwischen 20 bis unter 70 Jahren vor.

Depressive Symptomatik nach Geschlecht und Alter

Frauen sind häufiger von einer depressiven Symptomatik betroffen als Männer. Der geschlechtsspezifische Unterschied ist bei den 20- bis unter 30-Jährigen am stärksten ausgeprägt: Frauen (20%) zeigen fast doppelt so häufig depressive Symptome wie Männer (11%). Mit zunehmendem Alter verringert sich die Häufigkeit von depressiven Symptomen (s. Abb. 1).

Das Balkendiagramm zeigt den Anteil an Befragten mit einer mittelgradigen bis schweren depressiven Symptomatik nach Geschlecht und für die verschiedenen Altersgruppen.
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Depressive Symptomatik nach Geschlecht und Bildung

Frauen und Männer mit hoher Bildung  sind seltener von einer depressiven Symptomatik betroffen als Personen mit niedriger Bildung. Mittelgradige bis  schwere depressive Symptome treten bei niedriger Bildung mehr als doppelt so häufig auf wie bei hoher Bildung (Frauen: 23% vs. 9%; Männer: 18% vs. 7%) (s. Abb. 2). 

Im dargestellten Balkendiagramm wird der Anteil an mittelgradigen bis schweren depressiven Symptomen nach Geschlecht und Bildung dargestellt.
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Angstsymptome nach Geschlecht und Bildung

Frauen sind doppelt so häufig von mittleren bis schweren Angstsymptomen betroffen wie Männer. Ein niedriger Bildungsstand ist häufiger mit Angstsymptomen assoziiert als ein hoher Bildungsstand (Frauen: 19% vs. 7%; Männer: 8% vs. 4%). Bei Frauen ist dieser Zusammenhang deutlicher sichtbar als bei Männern (s. Abb. 3).

In dem Balkendiagramm wird der Anteil der Befragten mit mittelgradigen bis schweren Angstsymptomen nach Geschlecht und Bildung aufgezeigt.
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