Durch eine regelmäßige Befragung der freiberuflichen tätigen Hebammen in Hamburg wird der Umfang ihrer ambulanten Tätigkeiten erhoben und die regionale Verteilung der Hebammenleistungen abgebildet. Das Faktenblatt basiert auf den Auskünften von 268 freiberuflich tätigen Hebammen im Berichtsjahr 2018. Schätzung der Versorgungsquote mit Bezug auf die Anzahl der Geburten 2018 (Quelle: Statistikamt Nord).
Ergebnisse im Detail
Berufliche Rahmenbedingungen und Betreuungsleistungen (s. Abb. 1):
Zwei Drittel der befragten Hebammen sind ausschließlich freiberuflich tätig, aber nur ein Drittel in Vollzeit. Ein Drittel kombiniert die freiberufliche mit einer angestellten Tätigkeit. Fast alle Hebammen bieten als individuelle Leistungen Hilfe bei Beschwerden und/oder Wochenbettbetreuung an.
Vor– und nachgeburtliche Betreuung auf Bezirksebene (s. Abb. 2):
Der Anteil der vorgeburtlich betreuten Frauen liegt auf Bezirksebene zwischen 11% (Harburg) und 41% (Altona). Bei der nachgeburtlichen Betreuung ist die Spanne zwischen 8% (Harburg) und 54% (Altona) noch etwas größer.
Nachgeburtliche Betreuung auf Stadtteilebene (s. Abb. 3):
Die nachgeburtliche Betreuung ist ein Alleinstellungsmerkmal der Hebammen. Auch auf Stadtteilebene zeigt sich eine heterogene Versorgungslage. Niedrige nachgeburtliche Betreuungsquoten finden sich vor allem in Stadtteilen der Bezirke Harburg und Hamburg-Mitte. Regionen im Westen und Norden Hamburgs weisen eine deutlich bessere Versorgungslage auf.