Gesundheitsberichterstattung

Faktenblatt: Körperliche Aktivität von Hamburgerinnen und Hamburgern

01. August 2022
  • Sozialbehörde

Hintergrund

Körperliche Aktivität in der Freizeit und in der Fortbewegung, insbesondere intensive Aktivität, tragen zur Gesunderhaltung bzw. zur Verbesserung der Gesundheit bei.

Sehr intensive körperliche Aktivität bei der Arbeit kann sich allerdings auch negativ auswirken.

Datengrundlage

Im Rahmen der bundesweiten NAKO-Gesundheitsstudie wurden in den Jahren 2015 bis 2019 ca. 10.000 Hamburgerinnen und Hamburger im Alter von 20 bis 69 Jahren befragt und untersucht.

Es wurde unter anderem die körperliche Aktivität während der Arbeit und in der Freizeit erfasst. Die Daten wurden nach Alter und Bildung gewichtet ausgewertet und können als annähernd repräsentativ für Hamburg gelten.

Ausreichend körperlich aktive Personen in Hamburg (siehe Abbildung 1)

Sowohl bei den Frauen als auch bei den Männern sind je nach Altersgruppe zwischen 85% und 93% ausreichend körperlich aktiv.
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Die durch körperliche Aktivität verbrauchte Energie wird in metabolischen Äquivalenten (MET) angegeben.

Der Bewegungsempfehlung der WHO zufolge liegt bei weniger als 600 MET Minuten/Woche ein Bewegungsmangel vor.

Insgesamt gesehen, ist laut Selbstangabe die große Mehrheit der Hamburger Befragten ausreichend körperlich aktiv; nur für jede/n Zehnte/n deuten die Auskünfte Bewegungsmangel an.

Im Alter zwischen 40 bis unter 50 Jahren scheint das Risiko für Bewegungsmangel ausgeprägter zu sein: Sowohl bei den Männern als auch den Frauen sind es hier ca. 15 Prozent, die sich deutlich zu wenig bewegen.

Personen, die in der Freizeit intensiv körperlich aktiv sind (siehe Abbildung 2)

Das Säulendiagramm stellt differenziert nach Bildung (niedrige, mittlere, hohe Bildung) den Anteil von Frauen und Männern dar, der intensiv körperlich aktiv in der Freizeit ist.
FHH

Intensive körperliche Aktivität in der Freizeit von mindestens 75 Min./Woche geben insgesamt 42 Prozent der Befragten an.

Frauen bewegen sich weniger häufig intensiv in der Freizeit als Männer. Das gilt für alle Bildungsgruppen und wird insbesondere für Frauen mit niedriger Bildung deutlich.

Nur 28 Prozent  der Frauen mit niedriger Bildung bewegen sich ausreichend intensiv in der Freizeit; bei Männern mit niedriger Bildung sind es 43 Prozent .

Personen, die bei der Arbeit intensiv körperlich aktiv sind (siehe Abbildung 3)

Dieses Säulendiagramm vergleicht den Anteil von Frauen und Männer je nach Bildungsstatus (niedrige, mittlere, hohe Bildung), der am Arbeitsplatz intensiv körperlich aktiv ist.
FHH

18 Prozent der Befragten sind bei der Arbeit intensiv körperlich aktiv, also mindestens 75 Min. /Woche.

Erwartungsgemäß sind diese Anteile höher bei niedriger und mittlerer Bildung.

Vor allem Frauen mit niedriger Bildung weisen zu einem Drittel eine hohe Bewegungsintensität bei der Arbeit auf.

Da körperliche Aktivität am Arbeitsplatz häufig durch einseitige Belastungen geprägt ist, sollte ein Ausgleich zum Beispiel durch Freizeitaktivitäten geschaffen werden.

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