Hintergrund
Die gesundheitliche Situation der Bevölkerung und die gesundheitliche Versorgung spiegelt sich in der allgemeinen Sterblichkeit wider. Als Kennzahl beziffert sie altersbereinigt die Anzahl der Todesfälle bezogen auf die Gesamtbevölkerung. Einfluss auf die Sterblichkeit haben neben dem medizinischen Fortschritt aus sozioökonomische, politische und auch kulturelle Faktoren.
Datengrundlage
Die Berechnung der allgemeinen Sterblichkeit der Hamburger Bevölkerung erfolgt auf Grundlage der Todesursachenstatistik (Quelle: Statistikamt Nord 2017/2018. Für die Bestimmung der sozialen Lage der Hamburger Stadtgebiete wird ein Sozialindex berechnet (siehe „Faktenblatt Regionalisierung in Hamburg“).
Sterblichkeit in Hamburg (siehe Abbildung 1)
18.168 Menschen verstarben im Jahr 2018 in Hamburg, dies entspricht einer Sterberate von 547 je 100 Tausend Einwohnerinnen und Einwohner.
In den letzten zehn Jahren ging die Sterblichkeit in Hamburg weiter leicht zurück. Das mittlere Sterbealter liegt im Jahr 2018 bei 78,1 Jahren (Deutschland: 78,4).
In den Hamburger Stadtgebieten zeigen sich in der Sterberate deutliche Unterschiede. Zum Beispiel werden im Hamburger Norden Werte bis zu 300 Sterbefälle je 100 Tausend Einwohnerinnen und Einwohner beobachtet. In einigen mittleren Stadtgebieten sind diese Werte mehr als doppelt so hoch.
Soziale Lage und Sterblichkeit in den Stadtgebieten (siehe Abbildung 2)
Mit Blick auf die soziale Lage der Stadtteile und Stadtteilcluster wird sichtbar, dass tendenziell besser gestellte Stadtgebiete eine niedrigere und soziale schlechter gestellte Stadtgebiete eine höhere Sterblichkeit aufweisen.
Die höhere Sterblichkeit in den sozial schlechter gestellten Stadtgebieten Hamburgs lässt sich auch für die vorzeitige Sterblichkeit, das heißt für die Sterblichkeit vor dem 65. Lebensjahr, aufzeigen.
Weitere Informationen
Mehr Informationen finden Sie auf der Seite Gesundheitsberichte.