Gesundheitsberichterstattung

Vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg

  • Sozialbehörde

Hintergrund

Ein Indikator für den Gesundheitszustand der Bevölkerung und die Qualität des Gesundheitssystems ist die vermeidbare Sterblichkeit. Als vermeidbar gelten Sterbefälle bei unter 75-Jährigen, die durch geeignete Prävention oder Behandlung hätten verhindert werden können. Unterschieden wird zwischen prävenierbarer Sterblichkeit, die durch Präventions- oder Public-Health-Maßnahmen vermeidbar ist und behandelbarer Sterblichkeit, die durch eine rechtzeitige, qualitativ hochwertige Behandlung verhindert werden kann. 

Datengrundlage

Grundlage für die Berechnung ist die Todesursachenstatistik (Quelle: Statistikamt Nord); für die Altersstandardisierung wird die Standardbevölkerung „Deutschland 2011“ (Quelle: GBE-Bund; Altersstandardisierung) verwendet. Die Berechnung basiert auf der international anerkannten OECD/Eurostat-Liste (Quelle: OECD (2022) Avoidable mortality: OECD/Eurostat lists of preventable and treatable causes of death (January 2022 version).

Vermeidbare Sterblichkeit nach Geschlecht im Zeitvergleich

2024 kam es in Hamburg zu 237 vermeidbaren Sterbefällen, bezogen auf 100.000 Einwohner/innen (s. Abb. 1). Die vermeidbare Sterblichkeit bei Männern ist deutlich höher im Vergleich zu Frauen (303 vs. 177 pro 100.000 Einwohner/innen). Im Jahr 2021 wurde – u.a. aufgrund der Einführung der Diagnoseschlüssel für Covid-19 – ein Anstieg verzeichnet. In den letzten drei Jahren ist die vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg wieder leicht rückläufig. Ohne die Todesursache Covid-19 wäre die vermeidbare Sterblichkeit seit 2021 auf dem Niveau der Vorjahre geblieben.

In der Abbildung wird die vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg insgesamt sowie für Männer und Frauen im Zeitverlauf zwischen 2014 und 2024 dargestellt.
Abb.1: : Vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg nach Geschlecht im Zeitvergleich (Fälle pro 100.000 Einwohner/innen (altersstandardisiert)) FHH

Anzahl vermeidbarer Sterbefälle 2024 nach Sterbeursachen und Geschlecht

Abb. 2 zeigt in absteigender Reihenfolge die zehn häufigsten vermeidbaren Todesursachen in Hamburg. Unter den drei häufigsten Todesursachen werden bei Männern und Frauen Lungenkrebs und chronisch-obstruktive Lungenerkrankung dokumentiert. Als weitere häufige Todesursache zählt bei Männern die chronisch ischämische Herzkrankheit und bei Frauen Brustkrebs. Zu den zehn häufigsten Todesursachen bei Männern zählt u.a. Diabetes mellitus. Diese Todesursache spielt bei Männern somit eine entscheidendere Rolle als bei Frauen. 

Darstellung der zehn häufigsten vermeidbaren Todesursachen im Jahr 2024 in Hamburg von Männern und Frauen.
Abb. 2: Die zehn häufigsten vermeidbaren Todesursachen 2024 in Hamburg nach Anzahl und Geschlecht FHH

Weitere Informationen

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Faktenblatt: Vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg

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Zum Weiterlesen

In der Abbildung wird die behandelbare Sterblichkeit in Hamburg insgesamt sowie für Männer und Frauen im Zeitverlauf zwischen 2014 und 2024 dargestellt.
FHH

Gesundheitsberichterstattung Vermeidbare Sterblichkeit in Hamburg: Prävenierbare und behandelbare Sterblichkeit

Prävenierbare Sterbefälle sind durch wirksame Prävention verhinderbar, während behandelbare Sterbefälle durch rechtzeitige Behandlung vermeidbar gewesen wären.

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FHH

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