Gesundheitsbericht (2008)

Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern

Ergebnisse einer Erhebung in Kinderarztpraxen

  • Sozialbehörde
FHH

In Zusammenarbeit mit dem Berufsverband der Kinder- und Jugendärztinnen und –ärzte (BVKJ), Landesverband Hamburg, hat die Gesundheitsbehörde eine Erhebung zu Entwicklungsauffälligkeiten bei Kindern in kinderärztlichen Praxen in Hamburg durchgeführt.

Im Rahmen der Kinderfrüherkennungsuntersuchungen U7, U8, oder U9 bietet die Erhebung einen Überblick über die Häufigkeit drohender oder manifester Entwicklungsverzögerungen und Behinderungen bei Kindern im Alter zwischen 2 und 5 Jahren. Bei rund zwei Dritteln der Kinder wurde dabei keine Entwicklungsverzögerung oder Behinderung festgestellt.

Die Teilnahme an den Untersuchungen zur Früherkennung von Krankheiten bei Kindern, den U-Untersuchungen, ist ein wichtiger Schritt zur Gesundheitsvorsorge. Die Erhebung hat bestätigt: Niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte erkennen im Rahmen der U-Untersuchungen Hinweise auf Entwicklungsauffälligkeiten und Behinderungen bei Kindern in großer Anzahl und leiten gegebenenfalls frühzeitig Behandlungs- und Fördermaßnahmen ein. Frühförderung kann drohende Entwicklungsverzögerungen unter Umständen vermeiden oder zumindest die Folgen einer Behinderung mindern. Die Förderung ist umso erfolgreicher, je frühzeitiger sie beginnt.

An der Erhebung aus 2007 haben sich 25 niedergelassene Kinderärztinnen und -ärzte beteiligt. 1.836 Kinder wurden erfasst. Jeweils ein Drittel entfiel auf die U7, die U8 und die U9. Mädchen und Jungen waren in etwa zu gleichen Anteilen vertreten. Bei 1.226 (67 Prozent) der Kinder wurde keine drohende beziehungsweise bestehende Entwicklungsverzögerung oder Behinderung festgestellt, bei 610 Kindern (33 Prozent) hingegen schon. Jungen waren mit 62 Prozent dabei deutlich häufiger betroffen als Mädchen mit 34 Prozent.

Stand: August 2008
Umfang: 18 Seiten
Bezug: Der Bericht steht unten als Download zur Verfügung.

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